Oracle: Gewinne mit Schwindsucht - DER SPIEGEL
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Oracle Gewinne mit Schwindsucht

Microsofts größter Rivale, Oracle, leidet unter einem scharfen Verkaufsrückgang bei Software-Lizenzen. Für Konzernchef Larry Ellison war es das schlimmste Quartal seit zehn Jahren.
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Redwood Shores - Zwölf Prozent weniger Gewinn - das war die Nachricht, die das zweitgrößte US-Softwarehaus nach Börsenschluss in Amerika bekannt gab. Eine Prognose für die nähere Zukunft wagte Oracle in seiner Pflichtmitteilung nicht.

Der Konzern-Überschuss im zweiten Fiskal-Quartal (Ende 30. November) sank von 622,8 Millionen US-Dollar oder elf Cent je Aktie auf 549,5 Millionen Dollar beziehungsweise zehn Cent je Aktie. Analysten waren darüber nicht unglücklich: Sie hatten mit einem Gewinnrückgang in dieser Höhe gerechnet.

Der Umsatz des auf Datenbank- und Unternehmenssoftware spezialisierten Konzerns ist aber um 11,3 Prozent auf 2,357 Milliarden Dollar gerutscht - tiefer als von Kennern erwartet. Sie hatten im Schnitt auf 2,497 Milliarden Dollar gehofft.

Die operative Umsatzrendite habe bei 35 Prozent gelegen, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze mit Software-Lizenzen seien um 27 Prozent auf 819,3 Millionen Dollar gesunken, während die Erlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft nahezu unverändert bei 1,538 Milliarden Dollar geblieben seien.

Oracle-Finanzchef Jeff Henley gab dem 11. September und seinen Folgen die Schuld: Die Terror-Attacken hätten der ohnehin schwachen Wirtschaft geschadet. Oracle-Chef Larry Ellison zeigte sich gewohnt robust: "Es war unser schwierigstes Quartal in einem Jahrzehnt, und trotzdem haben wir noch einen operativen Gewinn von 800 Millionen Dollar verbucht."