Bundesregierung will bei Rezession schwarze Null opfern - DER SPIEGEL
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Neue Schulden Regierung will bei Rezession schwarze Null opfern

Fünf Jahre kam der Bund ohne neue Schulden aus. Falls die Wirtschaft einbricht, soll es damit nach SPIEGEL-Informationen vorbei sein.
Noch bekennen sie sich zur schwarzen Null: Regierungsduo Olaf Scholz und Angela Merkel
Noch bekennen sie sich zur schwarzen Null: Regierungsduo Olaf Scholz und Angela Merkel

Noch bekennen sie sich zur schwarzen Null: Regierungsduo Olaf Scholz und Angela Merkel

Foto: Fabrizio Bensch / Reuters
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind bereit, im Fall einer Rezession das Ziel der schwarzen Null im Bundeshaushalt aufzugeben. Das erfuhr der SPIEGEL aus Quellen in Kanzleramt und Bundesfinanzministerium.

Die Löcher, die eine Konjunkturkrise zum Beispiel durch ausbleibende Steuereinnahmen reißen würde, sollen mit neuen Schulden gestopft werden. Die Regierung wolle im Abschwung die sogenannten automatischen Stabilisatoren wirken lassen. Dabei werden Einnahmeausfälle oder krisenbedingt höhere Ausgaben durch Kredite ausgeglichen, was den Konjunkturverlauf glättet.

Die Vorgabe gelte für den Haushalt des laufenden Jahres wie auch den für 2020, der im November vom Bundestag beschlossen wird. "Niemand hat die Absicht, einer Krise hinterherzusparen", sagte ein Konjunkturexperte der Regierung dem SPIEGEL.

rei