Jean Claude Juncker: Scheitert Schengen, scheitert auch der Euro - DER SPIEGEL
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Währung in Gefahr Juncker warnt wegen des Euro vor Grenzkontrollen

Scheitert Schengen, scheitert auch der Euro: Das befürchtet EU-Kommissionspräsident Juncker. Die Mitgliedstaaten sollten trotz Flüchtlingskrise von Grenzkontrollen untereinander absehen.
Kommissionspräsident Juncker: Schengen immer offener hinterfragt
Kommissionspräsident Juncker: Schengen immer offener hinterfragt

Kommissionspräsident Juncker: Schengen immer offener hinterfragt

Foto: Patrick Seeger/ dpa
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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vor einer Gefährdung des Euro durch eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa gewarnt. Juncker sagte vor dem Europäischen Parlament in Straßburg, wenn der passfreie Schengenraum zerfalle, werde das politische Folgen für die gesamte Europäische Union haben, einschließlich der Eurozone.

"Wenn der Geist von Schengen unsere Länder und Herzen verlässt, werden wir mehr als Schengen verlieren", sagte der überzeugte Europapolitiker. "Eine gemeinsame Währung macht keinen Sinn, wenn Schengen scheitert."

Dem Abkommen zum Abbau von Personenkontrollen an den Binnengrenzen sind 22 EU-Länder und vier andere europäische Staaten (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island) beigetreten. Wegen der Flüchtlingskrise wird das Schengener Abkommen in einigen Mitgliedstaaten jedoch immer offener hinterfragt. Unter anderem die Schengenländer Deutschland und Schweden hatten vor wenigen Wochen wieder systematische Grenzkontrollen eingeführt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel knüpfte im Bundestag dagegen den Erhalt des Schengenraums an einen permanenten und verbindlichen Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in Europa. Die EU habe nötige Reformen des Asylrechts noch nicht durchgesetzt, sagte sie. Deshalb sei die Frage einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge und "die Bereitschaft zu einem permanenten Verteilungsmechanismus nicht irgendeine Petitesse, sondern die Frage, ob wir Schengen noch auf Dauer aufrecht erhalten können."

apr/Reuters/AP