Schäuble: Bundesländer blockieren bei Kalter Progression - DER SPIEGEL
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Heimliche Steuererhöhungen Schäuble wirft Ländern Blockade vor

Durch die kalte Progression verdient der Staat an Lohnerhöhungen kräftig mit. Eine Abschaffung sei aber nicht möglich, beklagt Finanzminister Schäuble. Schuld seien die Bundesländer.
Wolfgang Schäuble (Archivbild): Länder blockieren Steuersenkungen
Wolfgang Schäuble (Archivbild): Länder blockieren Steuersenkungen

Wolfgang Schäuble (Archivbild): Länder blockieren Steuersenkungen

Foto: © Yorgos Karahalis / Reuters/ REUTERS
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Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht derzeit keinerlei Erfolgsaussichten für eine Abschaffung der sogenannten kalten Progression. Bei den Bundesländern fehle jede Bereitschaft, eine entsprechende Änderung der Steuergesetze im Bundesrat mitzutragen, sagte Schäuble.

Eine Initiative, die keine Aussicht auf Erfolg habe, halte er für nicht zielführend. "Solange ich dafür keine Chancen sehen, werde ich damit die Öffentlichkeit nicht beschäftigen", sagte Schäuble. Es helfe nicht, hier Aktivität zu demonstrieren, die letztlich ins Leere gehe.

Durch die kalte Progression vereinnahmt der Staat einen immer weiter wachsenden Teil der Lohnerhöhungen als Steuern. Da dies automatisch geschieht, spricht man auch von heimlichen Steuererhöhungen. Anfang Mai hatte Schäuble noch einen Ausgleich für die Steuerzahler angedeutet, danach war das Thema aber beerdigt worden.

Kürzlich hatte der Präsident des Wirtschaftsrats der CDU, Kurt Lauk, erneut eine Korrektur des Steuertarifs gefordert. Auch die SPD hat wiederholt dafür plädiert, das Thema anzugehen. Gestritten wird allerdings darüber, wie die dann entstehenden Einnahmeausfälle für Bund und Länder aufgefangen werden sollen.

ade/Reuters