Osterhasen-Saison Lindt & Sprüngli erwägt höhere Preise für Schokolade
Schokoladenhasen: Gestiegene Kakao-Nachfrage in Asien
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Zu Ostern verschenken viele Menschen Schokolade – und dafür müssen sie womöglich schon bald tiefer in die Tasche greifen. Die beliebte Süßigkeit dürfte nach einer Prognose des Schweizer Herstellers Lindt & Sprüngli teurer werden.
Das Unternehmen macht dafür den Preisanstieg beim wichtigsten Bestandteil der Schokolade verantwortlich, dem Kakao. Der Preis sei im vergangenen Jahr um 62 Prozent gestiegen, in diesem Jahr bereits um mehr als 40 Prozent, teilte das Unternehmen in Kilchberg bei Zürich mit. »Der Preisanstieg wird trotz Absicherungsstrategie und trotz höherer Lagerbestände weitere Preiserhöhungen in den Jahren 2024 und 2025 nach sich ziehen, sofern die Kakaopreise auf dem aktuellen Niveau bleiben«, so Lindt & Sprüngli.
Zuvor hatte bereits der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) sich besorgt über den steigenden Kakaopreis sowie Regularien durch die EU.
Schokokugeln bei Lindt besonders gefragt
»Bei einem Rückgang des Angebots haben die Lieferländer die Auswahl, in welche Regionen der Welt sie ihren Kakao liefern möchten«, sagte BDSI-Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth. »Für Lieferungen in die EU sind zukünftig durch die Anforderungen etwa der EU-Entwaldungsverordnung oder des EU-Lieferkettengesetzes (CSDDD) ein deutlich höherer bürokratischer Aufwand notwendig als beispielsweise für Lieferungen in die USA oder auch die Boomländer Asiens.«
Bei Lindt & Sprüngli gefragt waren im vergangenen Jahr besonders die Lindor-Schokoladenkugeln, wie das Unternehmen bei Vorlage der Geschäftszahlen berichtete. Das Geschäft sei überall zweistellig gewachsen, unter anderem mit einer Hafermilch-Variante. Der Schokohersteller machte der Mitteilung zufolge im vergangenen Jahr 813 Millionen Franken (846 Millionen Euro) Betriebsgewinn (EBIT) – 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
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Unter dem Strich blieb Lindt & Sprüngli ein Reingewinn von 671 Millionen Franken – 17,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Darin enthalten seien Effekte einer Steuerermäßigung. Beim Umsatz hatte das Unternehmen 2023 erstmals die Fünf-Milliarden-Marke geknackt, wie es bereits im Januar berichtete: 5,2 Milliarden Franken. Ohne Währungseffekte und Zukäufe entsprach das einem Plus von 10,3 Prozent, in Schweizer Franken dagegen nur einem Plus von 4,6 Prozent.
Das Unternehmen beschäftigt gut 14.500 Mitarbeiter weltweit und betreibt 523 eigene Läden. Es will in diesem Jahr organisch um sechs bis acht Prozent wachsen.