Volkswagen bleibt Primus der Autoindustrie - DER SPIEGEL
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Vor Renault-Nissan und Toyota Volkswagen bleibt größter Autokonzern

Der Dieselskandal hat Volkswagen hierzulande enorm an Ansehen gekostet. Ihre Stellung an der Spitze der Branche konnten die Wolfsburger jedoch knapp behaupten.
Volkswagen auf der Brüsseler Motor Show
Volkswagen auf der Brüsseler Motor Show

Volkswagen auf der Brüsseler Motor Show

Foto: STEPHANIE LECOCQ/EPA-EFE/REX
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Der Volkswagen-Konzern hat den Titel als weltgrößter Autobauer trotz der Turbulenzen um die neuen Abgasprüftests knapp verteidigt. Dank ihrer beiden Lkw-Töchter MAN und Scania lagen die Wolfsburger im vergangenen Jahr mit rund 70.000 verkauften Fahrzeugen vor dem Markenbund aus Renault, Nissan und Mitsubishi, der weltweit zusammen 10,76 Millionen Autos losschlug. Auf Rang drei landete der japanische Dauerrivale Toyota mit 10,59 Millionen Fahrzeugen.

Der Auto-Allianz Renault, Nissan und Mitsubishi blieb im vergangenen Jahr nur Platz zwei, obwohl Renault und Mitsubishi Zuwächse verzeichneten. Nissan dagegen schwächelte mit einem Absatzminus von 2,8 Prozent, wie die Allianz am Mittwoch berichtete.

Rund 40 Prozent seines gesamten weltweiten Fahrzeugabsatzes erwirtschaftet der Wolfsburger Autokonzern in China. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland sind es etwa zwölf Prozent des weltweiten Absatzvolumens. Um dauerhaft in der Volksrepublik bestehen zu können und um auch Marktführer zu bleiben, will der Konzern "chinesischer" werden. Die Autos der Zukunft müssten einen Teil ihres europäischen Charakters verlieren und stärker auf chinesische Ansprüche zugeschnitten sein, erklärte jüngst Vorstandschef Herbert Diess.

mik/Reuters