VW-Aktionäre: Scharfe Kritik an Piëch - DER SPIEGEL
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VW-Aktionäre Scharfe Kritik an Piëch

Auf der Hauptversammlung gab es Ärger für VW-Chef Ferdinand Piëch. Aktionäre sehen sich von ihm ungerecht behandelt.
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Hamburg - Den größten Ärger verursachte das Vorhaben, Aktien zurückzukaufen, ohne über deren Verwendung zu informieren. Außerdem forderten meherer Aktionäre die Abschaffung des VW-Gesetzes, das dem Land Niedersachsen eine bestimmende Position sichert. Dadurch werde der Aktienkurs des Autoherstellers negativ beeinflusst, hieß es.

Michael Gierse von der Union Invest, einer Tochter der Genossenschaftsbanken, beklagte die "enttäuschende Entwicklung" der Rendite des VW-Papiers. Diese haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich lediglich 5 Prozent betragen, während gleichzeitig die Dax-Rendite bei 25 Prozent gelegen habe. Er forderte außerdem das VW-Management auf, die stimmrechtslose, "anachronistische" Vorzugsaktie abzuschaffen und so ein positives Zeichen für die Kapitalanleger zu setzen.

Wie Gierse kritisierte auch Thomas Müller von der Liverpool Limited Partnership die VW-Pläne, ausschließlich Stammaktien zurückzukaufen. Damit würden die Inhaber von Vorzugsaktien benachteiligt. Müller betonte, der Stammaktien-Rückkauf diene nur dem Zweck, die "niedersächsische Sperrminorität zu sichern". Dagegen würde die Abschaffung der Vorzugsaktie und des VW-Gesetzes die gebotene Gleichbehandlung aller Aktionäre bewirken.

An der Frankfurter Börse verlor die VW-Aktie am frühen Nachmittag knapp zwei Prozent auf 58,55 Euro. Der Dax lag zur gleichen Zeit etwa auf Vortagesniveau.