VW-Aktionäre Scharfe Kritik an Piëch
Hamburg - Den größten Ärger verursachte das Vorhaben, Aktien zurückzukaufen, ohne über deren Verwendung zu informieren. Außerdem forderten meherer Aktionäre die Abschaffung des VW-Gesetzes, das dem Land Niedersachsen eine bestimmende Position sichert. Dadurch werde der Aktienkurs des Autoherstellers negativ beeinflusst, hieß es.
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Michael Gierse von der Union Invest, einer Tochter der Genossenschaftsbanken, beklagte die "enttäuschende Entwicklung" der Rendite des VW-Papiers. Diese haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich lediglich 5 Prozent betragen, während gleichzeitig die Dax-Rendite bei 25 Prozent gelegen habe. Er forderte außerdem das VW-Management auf, die stimmrechtslose, "anachronistische" Vorzugsaktie abzuschaffen und so ein positives Zeichen für die Kapitalanleger zu setzen.
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Wie Gierse kritisierte auch Thomas Müller von der Liverpool Limited Partnership die VW-Pläne, ausschließlich Stammaktien zurückzukaufen. Damit würden die Inhaber von Vorzugsaktien benachteiligt. Müller betonte, der Stammaktien-Rückkauf diene nur dem Zweck, die "niedersächsische Sperrminorität zu sichern". Dagegen würde die Abschaffung der Vorzugsaktie und des VW-Gesetzes die gebotene Gleichbehandlung aller Aktionäre bewirken.
An der Frankfurter Börse verlor die VW-Aktie am frühen Nachmittag knapp zwei Prozent auf 58,55 Euro. Der Dax lag zur gleichen Zeit etwa auf Vortagesniveau.