Rätsel der Woche Kryptischer Geldwunsch
Vor 100 Jahren erschienen mathematische Knobeleien regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften. Zu den bekanntesten Autoren solcher Rätsel gehörte damals der Engländer Henry Ernest Dudeney. Er arbeitete zeitweise auch mit dem amerikanischen Autor Sam Loyd zusammen, dessen Aufgaben auch hier im "Rätsel der Woche" schon öfter Thema waren.
Dudeney publizierte seine Knobeleien unter anderem im monatlich erscheinenden "Strand Magazine". Daraus stammt auch der folgende Klassiker, der nicht ganz so schnell zu lösen ist, wie man zunächst glauben könnte.
Ein Student schickt seinem Vater eine Postkarte mit folgendem verschlüsselten Text:
Es handelt sich hier um ein sogenanntes Kryptogramm. Jeder Buchstabe steht für eine der Ziffern von 0 bis 9. Unterschiedliche Buchstaben bedeuten unterschiedliche Ziffern.
Wie viel Geld muss der Vater seinem Sohn schicken?
Hier geht es zur Lösung
Die Aufgabe ist eindeutig lösbar, es gibt nur eine Lösung - und diese lautet:
Für die Lösung braucht man das kleine Einmaleins und logisches Denken. Im Kryptogramm tauchen acht verschiedene Buchstaben auf, also sind acht verschiedene Ziffern von 0 bis 9 gesucht. Wichtig außerdem: Der Übertrag von einer Spalte zur nächsten kann höchstens 1 sein, weil immer nur zwei Ziffern plus ein eventueller Übertrag aus der Spalte davor addiert werden.
Klicken Sie sich durch die folgenden Bilder - sie zeigen den Lösungsweg Schritt für Schritt. Überträge sind als gelbe Ziffern gekennzeichnet.
Die schönsten Logikrätsel: Von Lügnern, Ziegen und Mönchen
Sollten Sie ein Rätsel aus den vergangenen Wochen verpasst haben - das sind die vergangenen zehn:
- Acht Türme auf dem Sprung
- Sieben Zwerge, sieben Betten
- Die cleveren Gangster
- Der quadratische Pool
- 1000 auf einen Streich
- Rechtwinkliges Zwölfeck gesucht
- Wettlauf der Tiere
- Wie viele neue Bahnhöfe gibt es?
- Harmonische Zahl gesucht
- Das magische Quadrat