Abgeschaltet Hubble sieht schwarz
Die Astronauten der US-Raumfähre "Columbia" haben sich am Mittwoch darauf vorbereitet, die Energieschaltzentrale des europäisch-amerikanischen Weltraumteleskops Hubble zu ersetzen. Eine Panne verzögerte das gewagte Manöver jedoch um einige Stunden: Aus dem Raumanzug des Astronauten John Grunsfeld trat Wasser aus. Die Nasa beschloss dennoch, die Arbeit wie geplant fortzusetzen.
Den Austausch des zwölf Jahre alten Steuerungsmodul, den die US-Raumfahrtbehörde mit einer Herztransplantation verglich, soll Grunsfeld zusammen mit seinem Kollegen Richard Linnehan vornehmen. Bevor die Operation beginnen konnte, musste die Stromversorgung des Observatoriums erstmals seit dem Aussetzen im Orbit abgeschaltet werden.
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Bei der Reparatur arbeiten die Astronauten gegen die Zeit, denn die empfindlichen Elektronikbausteine dürfen nicht zu lange der Kälte ausgesetzt sein. Dass alle Systeme nach dem Eingriff wieder anspringen, kann die Nasa nicht garantieren. "Wie mit jedem geliebten Verwandten hat man Angst, sie zu einer Bypass-Operation oder sogar einer Herztransplantation zu schicken", sagte Projektleiter Dave Leckrone. "Aber das Risiko, wenn man es nicht tut, ist noch größer."
Nach Angaben der Raumfahrtbehörde hatte eine lose Schraube in den vergangenen Jahren immer wieder die Stromversorgung des Teleskops behindert. Falls sich das Problem verschlimmere, könnten Astronomen immer nur eines der wissenschaftlichen Instrumenten nutzen. Im äußersten Fall drohe eine Überhitzung der Batterien, was zu schweren Schäden führen könne.