Chrysler-Image: Mehr Sexappeal! - DER SPIEGEL
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Chrysler-Image Mehr Sexappeal!

Mit Fahrzeugen wie dem Modell Neon oder dem Van Voyager ragt man nicht aus der Masse der Autos heraus. Chrysler hat das erkannt und feilt nun an seinem Image in Europa. Vorbild der US-Amerikaner ist Alfa Romeo.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Exzentrisch-forsches Sportcoupé Crossfire

Exzentrisch-forsches Sportcoupé Crossfire

Eine Art PT Cruiser für sportliche Fahrer

Eine Art PT Cruiser für sportliche Fahrer

Zweifarbig gehaltener Innenraum mit reichlich gebürstetem Aluminium

Zweifarbig gehaltener Innenraum mit reichlich gebürstetem Aluminium

Chryslers Beitrag für ein sportlich-futuristisches Image

Chryslers Beitrag für ein sportlich-futuristisches Image

Der Chrysler Crossfire erhält einen 215-PS-Motor von Mercedes-Benz

Der Chrysler Crossfire erhält einen 215-PS-Motor von Mercedes-Benz

Zielgruppe: trendbewusste, gut verdienendene, junge Fahrer

Zielgruppe: trendbewusste, gut verdienendene, junge Fahrer

So richtig zufrieden können die Strategen im DaimlerChrysler-Konzern bislang nicht sein. Zwar könnte das Image der Automarke Mercedes kaum stärker sein, doch mit der Positionierung der neu hinzu gekauften Marken Chrysler und Mitsubishi (37,3 Prozent) hapert es noch. Das soll sich demnächst ändern. Während die Japaner weiterhin den klassischen Mittelklasse-Markt bedienen sollen, ist für die US-Marke eine Verschiebung in Richtung Avantgarde, Sportlichkeit und Lifestyle vorgesehen. Chrysler solle den "American Way of Drive" in etwa so lässig und überzeugend verkörpern wie das zum Beispiel Alfa Romeo mit dem "italian Style" tue, heißt es bei DaimlerChrysler.





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Dazu aber werden die richtigen Autos benötigt. Und die stecken, wie es in der Branche so schön heißt, bereits in der Pipeline. Im nächsten Jahr zum Beispiel wird das leicht exzentrisch-forsche Sportcoupé Crossfire erwartet. Gebaut wird das Auto bei Karmann in Osnabrück. Der Wagen - eine Art PT Cruiser für sportlich orientierte Fahrer - könnte die anvisierte Zielgruppe der trendbewussten, verhältnismäßig jungen und gut verdienenden Autokäufer tatsächlich erreichen. Wenn es gelingt, ihm ein einigermaßen cooles Image mitzugeben. Andererseits sollen Autos wie der Crossfire dieses Image ja erst aufbauen.

Auch der Jeep Compass gehört zu den Modellen, in die das Unternehmen große Hoffnungen setzt. In Miami Beach ließ Chrysler kürzlich etliche Studien, die zuletzt im Rampenlicht der großen Autoshows standen, über den Ocean Drive promenieren. Mit dabei war auch der Jeep Compass.

Der Wagen steht auf der Plattform des Jeep Cherokee und ist eine Art Stadt-Geländewagen. Weil die Entwickler wissen, dass die angepeilte Zielgruppe der "Millennials", also der jugendlichen Autofahrer, die um die Jahrtausendwende ihren Führerschein gemacht haben, vor allem zwischen Computerarbeitsplatz, Lounge und Club unterwegs ist, haben sie im Grunde ein Stadtauto auf die Räder gestellt.

Damit der Coolness-Faktor nicht zu kurz kommt, gibt es Attribute von Gelände- und Sportwagen. Allradantrieb zum Beispiel oder einen 3,7-Liter-V6-Motor mit stattlichen 210 PS und 319 Nm Drehmoment. Da lässt es sich schon etwas flotter zum Trendsport-Treiben wie Mountainbiken oder Surfen gelangen.

Der Jeep Compass könnte, wenn alles glatt läuft, bereits 2004 auf den Markt kommen. Weil sich aber Images sehr viel langsamer wandeln lassen als Modellpaletten, dürfte die Einschätzung in Europa, das Chrysler und Jeep extravagante Trendautomarken seinen, wohl noch etwas länger auf sich warten lassen. Chrysler arbeitet daran.