Ernährungsberaterin für Spitzensportler gibt Tipps Diese Lebensmittel maximieren Ihre Leistung
"Ernährungspläne müssen auf ein Blatt Papier passen", sagt Claudia Osterkamp-Baerens. Am Anfang ihrer Karriere, frisch von der Uni, hat auch sie Kalorien zählen lassen und den Sportlern ausgeklügelte Ratschläge gegeben – montags Lachs, dienstags Huhn, mittwochs ein Gemüseomelette, abgezirkelt und perfekt. Allein: Es funktionierte nicht. Kaum jemand hielt sich daran. Nach wenigen Tagen waren die Athleten im alten Trott. Sie lernte dazu – und vereinfachte.
Heute etwa empfiehlt sie einem Mannsbild mit 3000 Kalorien Tagesumsatz, einem Eishockeyspieler etwa: Morgens zehn Esslöffel Müsli, mittags einen halben Teller voll Spaghetti, vor dem Nachmittagstraining zwei Scheiben Brot und zum Abendessen noch einmal drei Scheiben Brot. Dazu jeweils eine Eiweißquelle, die Beilagen ansonsten aber recht frei nach Laune und Geschmack.
Ja genau: Brot, Müsli, Spaghetti – sie verordnet den Athleten Kohlenhydrate, und das in Mengen. Low Carb? "Für die meisten Sportlerinnen und Sportler ist die kohlenhydratarme Ernährung ein Leistungskiller", sagt Osterkamp-Baerens, ganz gleich, ob sie in der Kreisliga kicken oder in der Weltspitze, nach der Arbeit schnell ins Gym gehen oder mehrere Stunden pro Tag trainieren. Weshalb ihre Ernährungspläne vor allem darum kreisen, die Carbs "richtig über den Tag und zwischen die Trainings einzubauen". Das, behauptet sie, sei das "ganze Geheimnis".
Warum das Gewicht des russischen Kunstturners schwankte
Claudia Osterkamp-Baerens, promovierte Ökotrophologin, berät Spitzensportlerinnen und -sportler, wie sie sich optimal ernähren. Wobei das schon wieder so pompös klingt, nach Spiroergometern (um die Atemluft unter Belastung zu analysieren), nach blinkenden Laborgeräten und Fensterchen für die Urinprobe. Nein – es ist alles viel einfacher. Wobei es auch komplex ist. Also: Es ist einfach und komplex zugleich. Dieser Zweiklang ist der Kern ihres Konzepts – und darum soll es auch in diesem Text gehen.