Nachrufe 2017 Die Toten des Jahres
Charles Jenkins war als US-Soldat im koreanischen Grenzgebiet stationiert, wollte nicht im Vietnamkrieg kämpfen und desertierte 1965 nach Nordkorea, wo er 40 Jahre lang lebte. 2004 stellte er sich dem US-Militär, wurde zu einer symbolischen Freiheitsstrafe verurteilt. Er starb im Alter von 77 Jahren. Mehr zu Charles Jenkins lesen Sie hier.
Max Burkhart, deutsches Ski-Talent und erst 17 Jahre alt, starb nach einem Sturz beim Abfahrtstraining in Lake Louise. In der Alpin-Szene war es der zweite Todesfall innerhalb weniger Wochen. Auch der ehemalige WM-Dritte David Poisson kam bei einem Sturz im Training ums Leben.
Christine Keeler arbeitete während des Kalten Kriegs als Callgirl mit illustren Kunden. Sie hatte gleichzeitig ein Verhältnis mit dem britischen Kriegsminister John Profumo und mit Jewgenij Iwanow, dem sowjetischen Marineattaché in London, der zudem Agent war. Der Profumo-Skandal war einer der größten Sex- und Politskandale der Nachkriegszeit. Keeler wurde 75 Jahre alt.
Johnny Hallyday war der französische King of Rock - und sein Land liebte ihn dafür. Er füllte die größten Säle und Stadien bis zum letzten Platz und verkaufte über 110 Millionen Schallplatten. Hier geht es zum Nachruf.
Fredy Schmidtke war Weltmeister im 1000-Meter-Zeitfahren und krönte seine Karriere 1984 mit dem Gewinn der Olympischen Goldmedaille. Er starb im Dezember im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt.
Slobodan Praljak, Ex-General und Kriegsverbrecher im Bosnienkrieg, entzog sich Ende November durch öffentlichen Suizid seiner 20-jährigen Freiheitsstrafe, die das Haager Kriegsverbrechertribunal bestätigt hatte. Er schluckte im Gerichtsaal Gift. Was er damit erreicht hat? Kroatien hat sich in Trauer hinter ihm vereint.
David Cassidy sang vor mehr als vier Dekaden "Rock Me Baby", und die Mädchen liebten diesen Schönling, der perfekter als aprilfrische Wäsche war. Doch im Privaten zeigte sich sein ewiges Hadern mit dem früheren Mega-Ruhm. Hier geht es zum Nachruf.
Dieter Bellmann war in der Krankenhausserie "In aller Freundschaft" mehr als 19 Jahre lang als Professor Simoni zu sehen - und damit einem Millionenpublikum bekannt. Er starb im November im Alter von 77 Jahren.
Charles Manson ist einer der bekanntesten Kriminellen des 20. Jahrhunderts. 1969 zettelte er eine Mordserie an, um einen Krieg zwischen Weißen und Schwarzen zu provozieren. Nach mehr als 40 Jahren in ununterbrochener Haft starb Manson im November im Alter von 83 Jahren. Wie der Kleinkriminelle zum Antichrist wurde, lesen Sie hier.
Jana Novotna galt als eine der besten Spielerinnen ihrer Zeit. Sie gewann in Wimbledon, holte im Doppel 16 Grand-Slam-Titel und war eine der größten Rivalinnen Steffi Grafs. Novotna starb im November im Alter von 49 Jahren. Hier geht es zum Nachruf.
Totò Riina, genannt "die Bestie", war einer der gefürchtetsten Bosse der sizilianischen Mafia und wurde für mehr als 100 Morde verantwortlich gemacht. Riina starb im November im Alter von 87 Jahren, bis zuletzt bereute er seine Taten nicht.
Lil Peep rappte über Einsamkeit und Drogen und wurde so zum Mode- und Teenie-Idol. Im Sommer hatte er sein erstes Album veröffentlicht, über seinen YouTube-Channel Millionen Klicks eingesammelt, die Musik-Webseite "Pitchfork" nannte ihn schon die "Zukunft des Emo". Doch Lil Peep starb im November im Alter von 21 Jahren.
John Hillerman wurde als versnobter britischer Hausverwalter Jonathan Higgins in der TV-Serie "Magnum" berühmt, er gewann einen Emmy und einen Golden Globe. Der Schauspieler starb im Alter von 84 Jahren.
Hans-Michael Rehberg war einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands. Fernsehen und Kino machten ihn populär, auf der Theaterbühne war er eine Legende. Er starb im November mit 79 Jahren.
Karin Dor ist aus dem deutschen Kino der Sechzigerjahre nicht wegzudenken. Sie spielte in Heimatschmonzetten, in Edgar-Wallace-Krimischnurren und in zahlreichen Karl-May-Verfilmungen - etwa in "Winnetou II", wo sie als Ribanna Pierre Brice anschmachtete. 1967 war sie neben Sean Connery in "James Bond 007 - Man lebt nur zweimal" zu sehen. Bis heute ist sie das einzige deutsche Bond-Girl geblieben. Sie starb mit 79 Jahren.
Hans Schäfer war Fußballweltmeister von 1954, bestritt 39 Länderspiele für die Nationalmannschaft und prägte in über 700 Spielen den 1. FC Köln. Im WM-Finale 1954 war er als Linksaußen dabei und bereitete mit einer Flanke das Siegtor von Helmut Rahn vor. Durch die Radioreportage von Herbert Zimmermann ist Schäfer auch heute noch vielen Fußballfans ein Begriff: "Schäfer, nach innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt. Tor! Tor! 3:2 für Deutschland!" Schäfer wurde 90 Jahre alt.
Silvia Bovenschen kannte sich in Sachen Liebe, Freundschaft und Zeit aus: Die Literaturwissenschaftlerin und Autorin schrieb über Frauen, Feminismus, ihre Zuneigung und das Alter. Ihre Dissertation "Die imaginierte Weiblichkeit" machte sie berühmt, dann wurde sie zur Literatin. Sie starb im Alter von 71 Jahren.
Fats Domino spielte das Boogie-Klavier hart und rhythmisch, Elvis Presley nannte ihn einmal "den wahren King of Rock'n'Roll". Er starb im Alter von 89 Jahren in seinem Haus in seiner geliebten Heimatstadt New Orleans. Fünf große Hits zur Erinnerung an den Rock'n'Roll-Pionier.
Danielle Darrieux wurde mit Filmen wie "Der Reigen" und "Madame de..." zur Filmlegende in Frankreich. Noch bis vor wenigen Jahren stand sie vor der Kamera. Im Oktober starb die Schauspielerin im Alter von 100 Jahren.
Daphne Caruana Galizia war regierungskritische Bloggerin. Die Malteserin starb, als eine unter ihrem Auto angebrachte Bombe explodierte. Sie hatte zuletzt vor allem im Zusammenhang mit den Panama Papers recherchiert. Sie wurde 53 Jahre alt.
Jean Rochefort war mit seinem Schnauzbart und der Dandy-Anmutung einer der prägnantesten Schauspieler Frankreichs. Sein komisches Talent zeigte er unter anderem in der Spionagefilmpersiflage "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" von 1972, in der er einen verkniffenen Geheimdienstchef spielte. Er starb mit 87 Jahren in Paris.
Ulrike von Möllendorff wurde Anfang der Siebzigerjahre in Westdeutschland einem breiten Fernsehpublikum bekannt, als sie die Moderation der ZDF-"Drehscheibe" übernahm. Später präsentierte sie die Hauptausgabe von "heute". Sie galt als erste Wahl für Experimente mit neuen Formen unterhaltsamer politischer Berichterstattung. Ulrike von Möllendorff wurde 78 Jahre alt.
Tom Petty erzählte in seinen Songs von Underdogs, die sich gegen alle Widerstände behaupten. Die Pose des bittersüßen Rock'n'Roll-Rebellen machte ihn zum Weltstar. Hier geht es zum Nachruf.
Andreas Schmidt konnte wie kein Zweiter in Deutschland Gewaltmenschen mit Zärtlichkeit und Witzbolde mit Sexappeal verkörpern. Er besaß eine Gabe, die in Schauspielerkreisen gerne vollmundig beschworen wird, obwohl sie doch in Wahrheit oft nicht vorhanden ist: Empathie. Schmidt starb im September im Alter von 53 Jahren. Hier geht es zum Nachruf.
Hugh Hefner stieß eine sexuelle Revolution an und hatte seinen Spaß damit. Im Bademantel, umgeben von Playmates, stritt er für eine offene Gesellschaft. Er starb im Alter von 91 Jahren im Kreise seiner Lieben. Seine letzte Ruhestätte: eine Krypta auf dem Friedhof in Westwood, Los Angeles, neben Marilyn Monroe. Hier geht es zum Nachruf.
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Joy Fleming landete Anfang der Siebzigerjahre mit "Neckarbrückenblues" ihren ersten Hit, der Song in Mannheimer Mundart machte sie weit bekannt. 1975 sag Fleming beim Grand Prix "Ein Lied kann eine Brücke sein", damit landete Deutschland auf Platz 17. Sie starb im September im Alter von 72 Jahren.
Liliane Bettencourt, Erbin des Kosmetikkonzerns L'Oréal, galt mit einem geschätzten Vermögen von 36 Milliarden US-Dollar als die reichste Frau und der elftreichste Mensch der Welt. Die lebenslustige Frau stand lange im Mittelpunkt von Affären, die in Frankreich Schlagzeilen machten. Lange hielt sich der Verdacht, dass aus ihrem Haus illegale Wahlkampfspenden in die Politik geflossen sein könnten - auch an den früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy. Sie wurde 94 Jahre alt.
Jake LaMotta konnte Schläge einstecken wie kaum ein anderer und diente sogar als Vorlage für einen Hollywoodfilm. Der ehemalige Weltklasseboxer starb im Alter von 95 Jahren.
Violet Brown wurde am 10. März 1900 geboren, und dann lebte und lebte und lebte sie. 117 Jahre. Den Grund für ihre Ausdauer schrieb die Jamaikanerin einer speziellen Diät zu: jeden Tag drei Eier, zwei davon roh. Sie starb im April in einem Krankenhaus in Montego Bay, wo sie wegen Herzrhythmusstörungen und Dehydrierung behandelt worden war.
Chester Bennington hatte in der Vergangenheit offen über Depressionen und Suchtprobleme gesprochen. Er hatte auch öffentlich gemacht, dass er während seiner Kindheit von einem Freund seiner Eltern vergewaltigt wurde. Im Juli beging er Suizid. Der Sänger der Band Linkin Park, die zu den weltweit erfolgreichsten Musikgruppen seit der Jahrtausendwende gehörte, wurde 41 Jahre alt. Lesen Sie hier den Nachruf von Guano-Apes-Sängerin Sandra Nasic.
Albert Speer junior zählte weltweit zu den bedeutendsten Architekten, vor allem das Stadtbild seiner Wahlheimat Frankfurt prägte er wie kein anderer. Im Privaten litt er lange darunter, Sohn seines gleichnamigen Vaters zu sein, der Adolf Hitler als Rüstungsminister diente. Speer junior wurde 83 Jahre alt. Hier lesen Sie den Nachruf.
Heiner Geißler war streitlustiger CDU-Generalsekretär, überwarf sich mit Helmut Kohl, prägte dann lange den linken Flügel der Union. Doch die christlich geprägte, sozial gerechte Gesellschaft, die Geißler wollte, blieb ein Traum. Er starb im Alter von 87 Jahren. Hier lesen Sie den Nachruf.
Kate Millett veröffentlichte 1970 ihr Werk "Sexual Politics", auf Deutsch "Sexus und Herrschaft", und wurde schlagartig zu einer bekannten Theoretikerin der Frauenbewegung. In dem Werk forschte sie nach den Ursprüngen des Patriarchats in der westlichen Gesellschaft - und vor allem in der westlichen Literatur. Sie wurde 82 Jahre alt.
Mireille Darc war eines der bekanntesten Gesichter des französischen Kinos, spielte für Godard und mit Pierre Richard, mit Alain Delon war sie lange liiert. Sie starb im Alter von 79 Jahren.
Margot Hielscher war eine deutsche Diva, drehte mehr als 50 Filme und gilt als erste Talkmasterin. Ihren ersten Auftritt als Darstellerin hatte Hielscher an der Seite von Zarah Leander in dem Film "Das Herz einer Königin". "Zu Gast bei Margot Hielscher" hieß ihre Show Mitte der Sechzigerjahre im Bayerischen Fernsehen. Die Schauspielerin und Sängerin wurde 97 Jahre alt.
Helmut Kohl war der Kanzler der Einheit, er hat dieses Land vorangebracht, trieb die Einigung Europas voran, gab entscheidende Impulse zu besserer Integration und Verständigung. Kohl hat sich um Deutschland verdient gemacht - auch wenn Schatten auf sein Werk fallen. Er starb im Alter von 87 Jahren. Eine Würdigung seines Lebens in sechs Kapiteln.
Mit Jerry Lewis ist einer der besonders großen Künstler gestorben - und die Welt etwas weniger albern geworden. Nachruf auf einen, der genauso hemmungslos lachen wie weinen konnte.
Fadwa Sulaimain hat zwei Leben gelebt: Erst war sie eine bekannte Schauspielerin in Syrien. Im Frühjahr 2011, zu Beginn der Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Assad, wurde sie zu einem der bekanntesten Gesichter des Aufstands. Die aus Aleppo stammende Ikone der säkularen syrischen Opposition starb in ihrem Pariser Exil mit 47 Jahren.
Martin Roth war der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Top-Museums: Er führte das Londoner Victoria and Albert Museum aus seinem Schattendasein und machte es zum bedeutendsten Ausstellungshaus Großbritanniens. Auch in Deutschland galt Martin Roth als Ausnahmeerscheinung. Er starb mit 62 Jahren.
Jeanne Moreau galt als eine der großen Charakterdarstellerinnen Frankreichs, die ein Gespür für herausragende Rollen und Regisseure hatte. Sie wurde 89 Jahre alt. Hier lesen Sie den Nachruf.
Bernhard Kempa galt in den Fünfzigerjahren als bester Handballer der Welt und hat mit dem nach ihm benannten Trick Sportgeschichte geschrieben. Als Spieler und Trainer holte er zahlreiche Titel. Neben etlichen Erfolgen mit Frisch Auf Göppingen gewann er mit der deutschen Nationalmannschaft auch zwei WM-Titel im Feldhandball. Bernhard Kempa starb im Alter von 96 Jahren.
Maryam Mirzakhani war die erste Frau, die mit der renommierten Fields-Medaille ausgezeichnet wurde. Von 1936 bis 2010 hatten ausschließlich männliche Mathematiker den Preis bekommen - die höchste Auszeichnung des Fachgebiets. Die Mathematikerin arbeitete zuletzt als Professorin an der renommierten Stanford University. Sie wurde 40 Jahre alt. Hier lesen Sie den Nachruf.
Liu Xiaobo war einer der schärfsten Kritiker des chinesischen Regimes. Und keinen seiner großen Söhne hat das moderne China so gnadenlos verfolgt wie ihn, an keinem hat das Regime seine Unmenschlichkeit so zur Schau gestellt, vor keinem hat es sich wohl so gefürchtet wie vor diesem Friedensnobelpreisträger. Liu Xiaobo starb mit 61 Jahren. Lesen Sie hier den Nachruf.
Kardinal Meisner sah sich selbst als Wachhund der Kirche: Er kämpfte gegen alles Liberale und wurde zum Star der konservativen Katholiken. Mit seinem Tod verlieren sie eine ihrer lautesten Stimmen. Er wurde 83 Jahre alt. Der Nachruf auf einen Fundamentalisten.
Michael Bond schuf einen der berühmtesten Flüchtlinge der Weltliteratur: Paddington Bär. Nach dem Tod seiner Eltern wird dieser von Tante Lucy "aus dem tiefsten Peru" als blinder Passagier nach England geschickt, um den Hals trägt er ein Schild mit der Aufschrift "Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären". Familie Brown übernimmt die Aufgabe. Bond starb im Alter von 91 Jahren.
Gunter Gabriels Geld hieß Moos, seine Freundin Puppe - er machte Melodien für Malocher. Sein Lebenslauf war zackig wie die Kurve eines extrem unruhigen Herzens. Für seinen Grabspruch schlug er vor: "Er hat sein Bestes gegeben, mehr war verdammt noch mal nicht drin." Gabriel wurde 75 Jahre alt. Zum Nachruf auf den Männer-Mann.
Otto Warmbier hatte als US-Student mit einer Reisegruppe Nordkorea besucht. Anfang 2016 wurde er festgenommen, weil er in einem Hotel ein Propagandaplakat entwendet haben soll. Die Justiz verurteilte ihn zu 15 Jahren Arbeitslager. Aus ungeklärten Gründen fiel er ins Koma, wurde nach 15 Monaten entlassen und starb wenige Tage nachdem er zurück in seinen Heimatstaat Ohio gebracht worden war. Er wurde 22 Jahre alt.
Chris Roberts wurde mit Hits wie "Du kannst nicht immer 17 sein" zur Schlagerlegende, er verkaufte rund elf Millionen Schallplatten und sammelte in seiner Karriere Preise wie Platin- und Gold-LPs, Löwen, Goldene Stimmgabeln und Bambis.
Henry Hübner, genannt "Inkasso-Henry", war eine der bekanntesten Hamburger Kiezgrößen. Er hatte sich als Klubbesitzer, Geldeintreiber und Türsteher auf der Reeperbahn einen Namen gemacht. Er soll 72 Jahre alt gewesen sein.
Daliah Lavi war Schauspielerin, Mannequin, Tänzerin - vor allem aber Sängerin. In Deutschland hatte sie zahlreiche Hits, unter anderem "Willst Du mit mir geh'n". Sie wurde 74 Jahre alt.
Ueli Steck zählte zu den bedeutendsten Bergsteigern der Welt, er hielt zahlreiche Rekorde. 2015 erklomm er alle 82 Viertausender der Alpen innerhalb von 62 Tagen. Unter Bergsteigern trug er den Spitznamen "Schweizer Maschine" - besonders schnelle Begehungen hochalpiner Routen waren sein Markenzeichen. Steck verunglückte bei einer Expedition am Mount Everest. Rettungskräfte fanden die Leiche des 40-Jährigen in der Nähe des 7000 Meter hohen Nuptse-Bergs.
Michael Ballhaus galt als visionärer Bilderneuerer, der mit seiner Kamera Filmgeschichte schrieb. Er war dreimal für den Oscar nominiert ("Broadcast News", "The Fabulous Baker Boys" und "Gangs of New York") und wurde zweimal in Folge von der Filmpresse Hollywoods zum "Kameramann des Jahres" gewählt. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt er 2016 auch den Goldenen Ehrenbären der Berlinale für sein Lebenswerk. Ballhaus wurde 81 Jahre alt.
Kim Jong Nam war der ältere Halbbruder des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un. Er starb nach einem spektakulären Mordanschlag auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass die Führung in Pjöngjang hinter dem Anschlag steckt.
Christine Kaufmann war bereits Anfang der Fünfzigerjahre ein Kinderstar. Der Durchbruch gelang ihr an der Seite von Kirk Douglas 1961 in dem Film "Stadt ohne Mitleid". In den Sechzigerjahren spielte sie in einigen Hollywoodproduktionen mit, heiratete Tony Curtis, mit dem sie zwei Töchter bekam. Ab den Siebzigerjahren spielte sie in deutschen Fernsehproduktionen wie "Der Kommissar", "Derrick" und in Helmut Dietls Serienerfolg "Monaco Franze". Sie starb im Alter von 72 Jahren.
War Roger Moore der beste James Bond aller Zeiten? Über diese Frage kann man lange streiten, unbestreitbar ist: Es war ein Geschenk, dass Moore die Rolle 1973 übernahm. Weil diesem Agenten der Ernst der Lage so herrlich schnuppe war. Roger Moore wurde 89 Jahre alt. Hier der Nachruf.
Chuck Berry galt als Vorbild der Beatles und der Stones, Songs wie "Johnny B. Goode", "Roll over Beethoven" und "Sweet Little Sixteen" machten Chuck Berry zur Ikone. Er starb im Alter von 90 Jahren.
Peter Strelzyk gelang eine der spektakulärsten Fluchten aus der DDR: Mit einem selbst gebauten Heißluftballon überwand er 1979 die innerdeutsche Grenze. Er starb im Alter von 74 Jahren. Hier ist seine Geschichte.
Paula Fox hat 2008 für ihr Buch "Ein Bild von Ivan" den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen. Insgesamt schrieb die US-Schriftstellerin mehr als 25 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, darunter auch "Was am Ende bleibt" oder "Sklavenfracht für New Orleans". Paula Fox wurde 93 Jahre alt.
Jutta Winkelmann galt als das Sinnbild der freien Liebe, als Ikone der 68er-Bewegung: In den Siebzigern lebte sie in einer WG, dem sogenannten Harem, mit Rainer Langhans und vier anderen Frauen. Die Autorin starb im Alter von 67 Jahren.
Tara Palmer-Tomkinson war ein früheres Society-Girl und eine enge Bekannte der britischen Royals. Im britischen Boulevard war sie unter dem Kürzel TPT bekannt, sie pflegte in den Neunzigerjahren einen exzessiven Lebensstil. Offen sprach sie über ihre Drogensucht. Die unsteten Jahre schienen hinter ihr zu liegen. Sie wurde 45 Jahre alt.
Al Jarreau galt als einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation. Sein erstes Album hatte der Sänger erst 1975 im Alter von 35 Jahren veröffentlicht. Er wurde durch unzählige Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Songs bekannt. Er starb mit 76 Jahren.
Eugene Cernan gilt als tragischer Held der Raumfahrtgeschichte. Er träumte davon, als erster Mann den Mond zu betreten. Doch technische Probleme machten ihm im Mai 1969 einen Strich durch die Rechnung. Er wurde nur die Nummer elf - und der letzte Mensch, der einen Fuß auf den Mond gesetzt hat. Der Nasa-Astronaut wurde 82 Jahre alt. Lesen Sie hier seine Geschichte.
Udo Ulfkotte war Journalist - und verachtete die Medien: Kaum ein Autor war bei Verschwörungstheoretikern so beliebt wie er. Er starb mit 56 Jahren. Lesen Sie hier sein Porträt.
Roman Herzog trat als Bundespräsident ein schweres Erbe im Schloss Bellevue an, seine Ruck-Rede gegen den Reformstau ist sein wichtigstes Vermächtnis, er war ein Leben lang ein unbequemer Mahner. Lesen Sie hier den Nachruf.
Dietz-Werner Steck verkörperte als "Tatort"-Kommissar Ernst Bienzle die schwäbische Lakonie. Seine Markenzeichen waren sein Trenchcoat und sein Schlapphut. Über seine Fälle sinnierte er mit Vorliebe bei einem Viertele Trollinger. Er starb im Alter von 80 Jahren.
Clare Hollingworth war 27 und kaum eine Woche im Job, als sie Ende August 1939 für den "Daily Telegraph" die deutsch-polnische Grenze besuchte, um über die Spannungen zwischen Polen und Nazideutschland zu berichten. Als erste Kriegsreporterin beobachtete sie dort den Aufmarsch der deutschen Truppen. "1000 Panzer an polnischer Grenze versammelt", hieß es in ihren Bericht am 29. August 1939. Am 1. September musste sie vom Ausbruch des Kriegs berichten. Sie rief in der britischen Botschaft in Warschau an. Dort glaubte man ihr zunächst nicht - bis sie den Telefonhörer aus dem Fenster hielt, um den Lärm von Flugzeugen und Panzern zu übertragen. Die britische Kriegsreporterin wurde 105 Jahre alt.