Achilles' Verse: Der Weihnachts-Fragebogen - DER SPIEGEL
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Achilles' Verse Der Weihnachtsfragebogen

Ist Weihnachten schrecklich schön oder schön schrecklich? Anna und Achim Achilles haben Fragen beantwortet, die sich jeder stellen sollte. Über nutzlose Gutscheine, Feiertagsalternativen - und Stripperinnen.
Anna Achilles in Norwegen: Wellness mit Laufschuhen
Anna Achilles in Norwegen: Wellness mit Laufschuhen

Anna Achilles in Norwegen: Wellness mit Laufschuhen

Foto: Anna Achilles
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Weihnachten ist ...

Achim: Tägliches Training, wegen Dominosteinen und Gänsefett.

Anna: Eine Herausforderung, die immer zum unpassendsten Zeitpunkt auftaucht.

Das verbinde ich mit Weihnachten:

Achim: An Lego-Bausätzen scheitern, an Obergrenze für Schokolade scheitern, am täglichen Training scheitern.

Anna: Dominosteine, Familientreffen, Rolf Zuckowski und vorgespielte Freude bei der Bescherung.

Das nutzloseste Geschenk, das ich je bekommen habe?

Achim: Nun, also, Mona ist wirklich eine wunderbare Frau, und sie hat praktisch keine Schwächen. Aber statt zu schenken, sollte sie besser spenden.

Anna: Ein aufblasbarer Bilderrahmen.

Das Peinlichste, das ich je verschenkt habe:

Achim: Eine Stripperin.

Anna: Einen pinkfarbenen Bumerang. Mein Bruder verzeiht mir dieses Geschenk bis heute nicht.

Was ich auf keinen Fall geschenkt haben möchte:

Achim: Pädagogikgeschenke, die auf eine Verhaltensänderung abzielen. Stripperinnen.

Anna: Deko-Kram, Kerzen, Tassen, Modeschmuck, Nachthemden.

Diesen Geschenkgutschein habe ich tatsächlich mal eingelöst:

Achim: Äh, keinen.

Anna: Einen Kinogutschein. Aber auch erst ein Jahr nachdem ich ihn bekommen habe.

Wenn ich Wellnessurlaub machen würde, dann...

Achim: ...mit Mona in Lappland.

Anna: ...mit meinen Laufschuhen und einem Buch in einer kleinen Hütte in Norwegen auf den Lofoten. Mehr Wellness geht nicht.

Dem Promi...würde ich gerne...schenken:

Achim: Ich würde gerne dem Langstreckenläufer Arne Gabius ein Stück Marzipan schenken.

Anna: Allen Christkindern und Weihnachtsmännern schenke ich Massagegutscheine, damit sie sich von den Strapazen der Vorweihnachtszeit erholen können.

Das würde ich an den Feiertagen am liebsten mal machen:

Achim: Trainingslager in der Sonne  mit zwei Wochen lang jeden Tag frühmorgens laufen, Frühstück, Schwimmen, Lesen, Lunch, Nickerchen, Rad, Dinner, Lesen, Bier.

Anna: Weihnachten mal ausfallen lassen und weit wegfahren, ganz allein. Dann würde ich bestimmt merken: Ach, eigentlich ist es doch ganz schön, die Feiertage mit der Familie zu verbringen.

Zum Autor
Foto: Frank Johannes

Achim Achilles, Jahrgang 1964, lebt verheiratet mit einer verständnisvollen Frau in Berlin, läuft aber überall, wo es wehtut. Motto des Wunderathleten und Kolumnisten: "Qualität kommt von Qual." Dabei ist es dem Vater eines lauffaulen Jungen egal, dass er trotz intensiven Trainings kaum von der Stelle kommt. Für ihn ist der Weg das Ziel. Seine Lieblingsfeinde auf dem Weg zum Ziel sind Walker und andere Pseudosportler.

ZUR PERSON
Foto: Christine Scholz

Jahrgang 1987 und Nichte von Achim Achilles. Für den Wunderläufer stellt sie aber keine Konkurrenz dar: Anna ist notorisch trainingsfaul und mindestens so untalentiert wie ihr Onkel. Ihr Motto: Bewegung soll Spaß machen und muss nicht wehtun. Anna lebt in München und macht zurzeit ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk.Facebookseite von Anna Achilles