App-Programmierer und Millionär: Student Maxim Nitsche - DER SPIEGEL
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Student programmiert App Mit Rechenschwäche zum Millionär

Bruchrechnung und Kurvendiskussion: Maxim Nitsche, 21, weiß, dass viele Menschen davon Ausschlag bekommen. Der Student erfand zusammen mit seinem Bruder eine Mathe-App - jetzt sind sie reich, berühmt und begehrte Schwiegersöhne.
Maxim Nitsche
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Maxim Nitsche

Foto: Jan Philip Welchering/ UNI SPIEGEL
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Wer sich für Mathe interessiert, gerät schnell in den Verdacht, irgendwie schräg zu sein. Maxim Nitsche hat seine Leidenschaft bisher nicht geschadet, sondern Geld, Einladungen in TV-Shows und etliche Heiratsanträge eingebracht. Der 21-jährige Student aus Berlin hat nämlich gemeinsam mit seinem Bruder Raphael, 19, die App "Math42" erfunden und programmiert.

Die erklärt Schülern und anderen an Zahlen interessierten Menschen Schritt für Schritt, wie zum Beispiel Bruchrechnung oder Kurvendiskussionen funktionieren. Weil es da draußen viele Menschen mit Rechenschwächen gibt, wurde die App zu einem riesigen Erfolg und ist nun mehrere Millionen Euro wert.

Mittlerweile haben sich über zwei Millionen Menschen den digitalen Helfer heruntergeladen, und weil es ihn auch auf Englisch, Mandarin, Spanisch, Französisch und Russisch gibt, steigen die Zahlen unaufhörlich weiter.

"Wir wollen Mathematik allen Schülern weltweit beibringen", sagt Maxim, der aus einer mathebegeisterten Familie stammt: Bruder Raphael studiert ebenfalls Mathe, ihr Vater, der sie im Unternehmen unterstützt, ist Diplom-Mathematiker, Spieltheoretiker und Erfinder eines Schachcomputers.

Fürs Studium hat Maxim wegen des geschäftlichen Erfolgs momentan nur wenig Zeit: Er kümmert sich zum Beispiel um den Vertrieb und verhandelt mit potenziellen Geschäftspartnern, unter anderem Schulbuchverlagen. Um Investorengelder einzusammeln, waren er und sein Bruder Raphael kürzlich in der "Höhle des Löwen", einer Art Castingshow für Unternehmer, die auf Vox läuft.

Die beiden smarten jungen Männer kamen dort zwar nicht ans Ziel, aber der Auftritt brachte ihnen 250.000 weitere Downloads, etliche Heiratsanträge und E-Mails wie diese ein: "Ich habe eine wirklich gut aussehende Tochter, wollen Sie die mal treffen?"

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