VCD-Player-Test 1 Global DiVX Player 1.9.5 und QuickVCD Player 3.0
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Global DiVX Player 1.9.5
2.085.208 Menschen luden sich seit März 2002 die Programmversion 1.9.5 des Global-Players herunter, der damit zu den populärsten Abspielprogrammen zählen dürfte. Das Programm lockt unter anderem mit Schlankheit: Gerade einmal 574 K sind schnell heruntergeladen, selbst per Modem. Dafür soll das kleine Panel aber trotzdem alles können: Als vollwertigen Ersatz für den Media Player sieht ihn der Hersteller Wolfs Layer - und mehr.
Denn der Player spielt nicht nur DiVX, AVI, MPEG, VCD, ASF und WMV in Fenstern von skalierbarer Größe bis hin zum (schön gelösten) Vollbild. Er unterstützt auch VCD.
Die Benutzerführung dürfte allerdings - geschenkter Gaul oder nicht - etwas üppiger ausfallen: Nach allen Features, die über das Bedienfeld eines CD-Players hinausgehen, darf man sich wund suchen.
Findet man sie dann, kommt durchaus Freude auf: Der kleine Player kann eine Menge. Alle möglichen Präferenzen sind fest einstellbar, und schnell findet man heraus, dass hier vieles davon abhängt, was man sich gerade ansieht: Etliche Einstellungen erschließen sich erst in Verbindung mit einem bestimmten Dateiformat.
Fast alles passiert hier per rechter Maustaste, doch scheint der Player sogar Tastatur-Kurzbefehlen zu gehorchen ("b" springt beispielsweise zwischen Szenen). Schade nur, dass diese Befehle nirgendwo aufgedröselt sind. Das verlangt schon detektivische Fähigkeiten - aber irgendwann findet man dann angeblich sogar eine klassische Boss-Taste.
Fazit: Klein, durchaus fein, etwas zu kompliziert und dabei zu wenig erklärt - aber tauglich fürs Bürokino. Begeisterung kommt deshalb nicht unbedingt auf, sicher aber Zufriedenheit mit dem Produkt. Der Global-Player bedient alle Windows-Plattformen ab 95.
QuickVCD Player 3.0
Klein ist der Quickie für ein Freeware-Programm nicht unbedingt: Immerhin 1,71 Megabyte bringt er auf die virtuelle Waage. Programmierer Imran Zaheer konnte mit seinem Produkt seit März 2001 rund 615.000 User locken - mit Versprechungen wie diesen:
QuickVCD, schreibt er, sei ein "einfacher Media-Player, speziell für das Abspielen von VCDs". Bequem soll das gehen, und dem User größtmöglichen Komfort bieten. Das stimmt so weit, stellt man schon nach kurzem Reinschnüffeln fest - und ist doch im ersten Augenblick verblüfft bis irritiert.
Denn was einen da anguckt, ist nichts als der Media Player von Microsoft - "aufgebohrt", sozusagen. Tatsächlich setzt QuickVCD auf dem Microsoft-Player auf, der darum auch vorab schon in seiner Version 6 oder höher installiert sein muss. Nach der QuickVCD-Kur hat er ein paar andere Knöpfe und Features - was okay ist und auch ganz gut funktioniert.
Völlig unverständlich ist dagegen, dass der QuickVCD im User-Ranking bei Download.com im direkten Vergleich zu einem Konkurrenten wie dem Global Player erheblich besser abschneidet: Dem Programm fehlt ein essenzielles Merkmal eines wirklich guten Players: ein Vollbildmodus. So taugt QuickVCD vielleicht fürs Daumenkino, für viel mehr aber nicht.
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