VCD-Player-Test 2 Cinematograph 2.1.2.1 und RVCDPlayer 2.0
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Cinematograph 2.1.2.1
Der virtuelle Filmprojektor (260.000 Downloads seit März 2002) ist Futter für Minimalisten: Auf einen Mini-Download (517 K) folgt eine ultraschnelle Installation - und so geht das auch weiter. Das Programm bietet auf den ersten Blick wirklich wenig: Film ab, Film anhalten, vorspulen, zurückspulen, Bild groß, Bild klein - das war alles an Features, was sich sofort und intuitiv erschließt. Andererseits, wer will mehr?
Schon mit diesem Leistungsspektrum kann der Cinematograph alles, was er können muss - und in vielerlei Hinsicht mehr als seine Konkurrenten. So bedient er problemlos die Dateiformate DVD, MPEG, DivX, VCD, S-Video Compact Disc, AVI, WMV und QuickTime - "unter anderem", wie der Programmierer CVS Information Systems versichert.
Den Rest der Schönheit entdeckt man im Detail: Cinematograph entpuppt sich bei näherem Hinsehen als der Player mit den meisten Features und Einstellmöglichkeiten. Das geht von Zoom-Funktionen über Zeitlupen bis hin zur Grundeinstellung der Wiedergabegeschwindigkeit, und sogar an einen kleinen "Kinderfilter" haben die Macher gedacht und verbuchen dafür mehr als nur Achtungspunkte.
Schwächen hat das Produkt aber leider auch. Zum einen versagt es im Test unter Windows 95 (das es angeblich unterstützt, faktisch aber mit digitalem Schluckauf quittiert und per allgemeiner Schutzverletzung weit von sich weist). Zum anderen ist es "umsonst" nur für 30 Tage: Der Cinematograph ist Shareware. Die Registrierung kostet immerhin 35 Dollar und ist damit das teuerste Programm im Test - doch es gibt schlechtere Programme, für die man mehr Geld bezahlen darf. Es gibt allerdings auch Konkurrenten, die nur wenig weniger völlig umsonst anbieten.
Fazit: Das ist ein Programm wie ein wirklich gutes Auto: Sieht nach nichts aus und fährt und fährt und fährt... Voll tauglich fürs Bürokino - und auch, um den heimischen Rechner mal als TV-Ersatz einzusetzen. Das wohl beste Programm im Test und vielleicht auch deshalb kostenpflichtig, denn auch Programmierer müssen leben: Der 30-Tage-Test lohnt allemal.
RVCDPlayer 2.0
Und noch einmal huckepack: Auch der RVCDPlayer setzt auf dem Microsoft Media Player auf - und gehört zu den eher großen Programmen im Player-Angebot. Die Software funktioniert auf allen Windows-Plattformen - und auch sonst in jeder Hinsicht problemlos. Ausgeliefert als ZIP-Datei entpackt sich das Programm erst nach dem 2,3 MByte-Download zu seiner vollen Größe von immerhin fast 4 MByte (Installations- und Programmdateien).
"Ravi's VCD-Player" kombiniert den Media Player mit einem weiteren Fenster, über das der Load von Filmen, aber auch die Zusammenstellung von Playlists gesteuert wird: das ist durchaus praktisch. Alle Funktionen laufen problemlos, ruckelfrei gehen die Beispielfilme über den Bildschirm - in allen gewählten Größen bis hin zum Vollbild.
Wählt man dies, verschwindet das Bedienpanel nach wenigen Sekunden. Braucht man es wieder, genügt ein kleiner Wackler an der Maus: das Bild läuft ungestört weiter, doch am unteren Bildrand erscheinen die "Knöpfe". Gut so.
RVCD zielt auf Film-, aber auch auf Audiodateien: Durch die Playlist-Funktion macht er sowohl Mediaplayer als auch Winamp Konkurrenz.
Der Player selbst gibt als zu verarbeitende Dateitypen nur "Video-Files" und "Audio-Files" vor. Welche genau er da verdaut und welche nicht, darüber gibt es keinerlei Auskünfte. Auf jeden Fall nicht alles, was wir ihm im Test zumuteten: RVCD spielt WMV, AVI, VCD, MPG und MP3, jedoch keine MOV-Dateien und keine Real-Medien. Aber dafür ist die Kiste erstens auch umsonst und zweitens wirklich gut: Besser war im Test nur der Cinematograph bewertet, RVCD ist die kostenlose Alternative zu dieser Shareware.
Fazit: Größer und in den Dateiformaten wählerischer als viele Konkurrenten. Läuft aber zuverlässig und darf als Bürokino-tauglich gelten. Die Playlist-Funktion wird sammelwütigen Musik- und Film-Freaks gefallen.