Bürokino: Film ab, der Chef ist weg - DER SPIEGEL
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Bürokino Film ab, der Chef ist weg

Die Hälfte der Belegschaft ist im Urlaub, die Auftragslage ist mies, und draußen hat es 30 Grad Celsius im Schatten: Wie gut, dass auf jedem Tisch ein Rechner steht. Der wird - Freeware sei Dank - flugs zum Bürokino umfunktioniert. Im Überblick: Sechs Programme, die den PC zur Leinwand machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Billig ist sie nicht, die digitale Lebenswelt: Sowohl im Privaten als auch im Geschäftsleben lassen wir uns den Kollegen Computer viel Geld kosten. Neben der im Halbjahres-Rhythmus veraltenden Hardware ist die Software der wichtigste Kostenfaktor. Die ist vor allem dann teuer, wenn sie unbedingt nötig ist. Kleine Programme für spezialisierte Anwendungen, Lustiges oder Nützliches für zwischendurch gibt es hingegen erstens wie Sand am Meer und zweitens oft völlig kostenlos.

Das gilt auch für die zahlreichen Player-Programme, die Videofilme auf den PC zaubern. Dafür reichen Quicktime, Real oder Media Player oft nicht aus: Diese Programme entwickeln sich immer mehr in Richtung Abspielsoftware für gestreamte (also in einem kontinuierlichen Datenfluss übertragene) Videodateien. An den WMV- oder VCD-Formaten scheitern sie hingegen.

Insbesondere Letzteres erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Als VCD lassen sich ganze Filme auf eine normale CD brennen, in durchaus noch akzeptabler Qualität. Zehntausende solcher Filme schwirren natürlich auch durchs Netz, leicht zu finden über P2P-Dienste wie eDonkey (als auf Film spezialisierte P2P-Börse) oder auch die Dienste des FastTrack-Netzes. Seit Breitband sich wirklich breit macht und die Kopierschutzlösungen für DVD nur noch Makulatur sind, ist so gut wie alles nicht nur verfügbar, sondern das auch noch schnell. So erlebt die "Video-CD" im Kielwasser des DVD-Erfolgs doch noch einmal eine kleine Blütezeit.

Mit diesen wird der PC in seiner Grundausstattung aber nicht fertig: Er braucht Software. Die entpuppt sich nach kurzer Suche als so kostengünstig wie das per DSL aus dem Web gesaugte Pay-TV-Programm von jenseits des Atlantik: Sie ist generell umsonst (Freeware), zumindest aber sehr preiswert (Shareware).

Das passende Programm für die Vielzahl der möglichen Dateiformate findet man, indem man beispielsweise bei Download.com  nicht nach Software, sondern nach Dateitypen sucht: Die Suchanfrage "VCD" etwa bringt schon gute Ergebnisse (Ripper und Player), der Zusatz "Player" engt es weitgehend auf Abspielsoftware ein - Bingo.