Xbox Der Preiskampf geht weiter
Der US-Softwarekonzern Microsoft hat nach Angaben aus "mit den Gesprächen vertrauten Kreisen" großen US-Einzelhandelsunternehmen mitgeteilt, schon in wenigen Tagen eine Senkung des Preises für seine Videospielekonsole Xbox bekannt zu geben.
Ein Microsoft-Sprecher kommentierte dies nicht und verwies darauf, dass das Unternehmen regelmäßig Gespräche mit seinen Partnern führe, die vertraulich seien. Aus den Kreisen hieß es, Microsoft werde die Preissenkung am 20. Mai auf einer Pressekonferenz anlässlich der Unterhaltungsmesse Electronic Entertainment Expo in Los Angeles ankündigen.
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Analysten gehen seit längerem von einer Preissenkung aus, da dies die Verkaufszahlen vor den traditionell schwachen Sommermonaten noch einmal ankurbeln könnte. Microsoft hatte die Xbox für 299 Dollar am 15. November in den USA auf den Markt gebracht und bis Ende März nach Analystenschätzungen rund zwei Millionen Stück verkauft.
Anders als in den USA ist die Xbox den Analysten zufolge in Japan und Europa nicht so gut angekommen. Bereits sechs Wochen nach dem Start in Europa hatte Microsoft den Listenpreis von zunächst 479 Euro für die Xbox um fast 38 Prozent gesenkt - und damit tatsächlich den Verkauf erheblich angekurbelt. Trotzdem entscheiden sich zur Zeit die meisten Käufer für das "Schnäppchen" unter den Konsolen, den Gamecube von Nintendo.
In Deutschland kostet die Xbox derzeit 299 Euro. Die konkurrierende Konsole von Nintendo, der GameCube, wird für 199 Euro in Deutschland und für 199 Dollar in den USA vertrieben. Die PlayStation 2 von Sony kostet 299 Euro beziehungsweise 299 Dollar. Auf die Preissenkung der Xbox in Europa und Japan reagierten die Konkurrenten mit eigenen Sonderangeboten, Sonderausstattungs-Paketen und dauerhaften Preisnachlässen. Jeder Preisnachlass ist im Kontext eines knallharten Verdrängungswettbewerbes zu sehen: Analysten gehen davon aus, dass der Konsolenmarkt genügend Raum für zwei, keinesfalls aber für drei Anbieter bietet.