Flutkatastrophe Helfer sitzen auf Dämmen fest
Hamburg - Die Einsatzkräfte seien auf einer Halbinsel im Magdeburger Industriegebiet Rothensee mit dem Bau von Sandsackwällen beschäftigt, um ein Firmengelände zu sichern. Wenn das Wasser weiter mit zwei bis drei Zentimeter pro Stunde steige, müsse spätestens bis Dienstagmorgen evakuiert werden, erklärte ein Sprecher des Technischen Hilfswerk in Berlin. Betroffen seien 30 Angehörigen des THW sowie Freiwillige, akute Lebensgefahr bestehe nicht.
Per Schlauchboot wurden am Sonntag die letzten Einwohner von Wittenberg-Pratau aus ihren Wohnungen geholt
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Die Flut hat in dem Wittenberger Ortteil Pratau gewaltige Schäden angerichtet
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Bei Torgau begutachtet ein Taucher den Deichfuß
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Bei Bitterfeld: Unermüdlich arbeiten Bundeswehrsoldaten und freiwillige Helfer am Deich
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Patrouille durch überflutete Wittenberg-Pratau
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Seenlandschaft nahe dem sächsischen Torgau
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Dammbruch bei Torgau
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Erschöpfte Helfer bei Mühlberg
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Freiwillige Helfer füllen im brandenburgischen Herzberg Sansäcke
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Dramatisch bleibt die Lage auch in Sachsen. Trotz sinkender Pegel sind die Deiche mancherorts weich wie Pudding. In Sachsen und im Süden von Sachsen-Anhalt haben die Wassermassen ganze Landstriche in riesige Seenlandschaften verwandelt. Allein aus den elbnahen Gebieten des Landkreises Wittenberg in Sachsen-Anhalt wurden sieben Dammbrüche gemeldet. An den labilsten Stellen müssen die Wälle nun mit Plastikplanen abgedeckt werden, Taucher sind im Einsatz, die die Folien unter die Wasseroberfläche ziehen und am Deichfuß befestigen. Der größte Dammbruch wurde bei Prettin im Landkreis Wittenberg registriert. Dort brach der Deich auf einer Länge von 200 Metern - die Wassermassen ergossen sich durch den Ort. Am Montagmorgen sank der Pegelstand auf 6,80 Meter, aber die Lage im Kreis ist nach Angaben des Sprechers stellenweise sehr kritisch.
SPIEGEL TV Magazin:
Über den Deichbrüchen werfen seit dem Morgen Soldaten der Bundeswehr aus Hubschraubern Sandcontainer und sogar Eisenbahnschwellen ab.
In Dessau überflutete die Mulde nach einem Dammbruch einen Ortsteil vollständig. Auch im sächsischen Dautzschen bei Torgau ist die Situation kritisch. Nach einem Dammbruch droht nun auch der inzwischen evakuierten Ortschaft Annaburg die Überflutung. In der Nacht hatten Einsatzkräfte der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks und zahlreiche freiwillige Helfer einen vier Kilometer langen Damm gebaut. Der Wasserstand der Elbe ging dort weiter zurück und hatte am Montagmorgen die Pegelmarke von 8,89 Meter erreicht. Katastrophenschutzalarm war beim Pegelstand von 7,80 Meter ausgerufen worden.
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In Bitterfeld hatten die Behörden nach einem weiteren Dammbruch am Tagebausee Goitzsche die Zwangsräumung von Teilen der Stadt angeordnet. Die Innenstadt blieb zunächst verschont, auch der Chemiepark war nicht bedroht. Ein Deichriss nahe der Ortschaft Stehla (Sachsen) fünf Kilometer nördlich von Mühlberg konnte in der Nacht weitgehend abgedichtet werden. Dort stieg die Hoffnung, von der Flut verschont zu bleiben.