Republik 21 Wie viel Schlammschlacht steckte im Wahlkampf – und wie viel Inhalt?
»Ich habe Sorge, dass es eine Schlammschlacht werden könnte«: Das sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Anfang Juni über den Bundestagswahlkampf. Kurz vor dem Wahltag ziehen wir im Stimmenfang-Podcast Bilanz: Wie haben Union, SPD und Grüne im Kampf ums Kanzleramt versucht, bei den Wählerinnen und Wählern zu punkten? Gab es die befürchteten Schlammschlachten und Schmutzkampagnen? Sind inhaltliche Differenzen deutlich geworden – und welche Themen gingen völlig unter?
Darüber spricht Marius Mestermann in dieser Folge mit Melanie Amann, Mitglied der SPIEGEL-Chefredaktion und Leiterin des Hauptstadtbüros. »Es war ein scharfer Wahlkampf, ein harter Wahlkampf, der oft mehr über Formalien und Äußerlichkeiten geführt wurde als über Inhalte«, sagt Amann. Persönliche Schwächen, Versäumnisse und Patzer der Kanzlerkandidaten und -kandidatin dominierten lange Zeit die öffentliche Auseinandersetzung – ob Plagiatsaffäre oder unpassende Lacher.
Trotzdem findet Amann den Vorwurf, die Parteien seien inhaltlich austauschbar, nicht gerechtfertigt. »Die Konzepte für Sozialpolitik, sogar Klimapolitik, Wirtschaftspolitik, Finanzpolitik sind sehr, sehr unterschiedlich. Und da haben wir auch Glück in Deutschland, dass wir so eine Bandbreite haben.«
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