Hoch über Paris: Arbeitsplatz Eiffelturm
Pariser Wahrzeichen Eiffelturm, mon amour
Wäre es nach dem Willen mancher Pariser gegangen, hätte der Eiffelturm nur wenige Jahre überlebt: Künstler, Politiker und Städtebauer rügten den Entwurf als "tragische Laterne", "Kirchturmskelett", "lächerlich-dünnen Fabrikschornstein" oder "Zäpfchen mit Löchern". Die Kritik verstummte nach der Errichtung des damals höchsten Turms der Erde auf dem Marsfeld nur vorübergehend.
Um einer neuen Diskussion über den Abriss zuvorzukommen, propagierte Erbauer Gustave Eiffel den wissenschaftlichen Nutzen des Turms: Auf der obersten Plattform entstand eine Wetterstation, Forscher erprobten die erste Sprechfunkverbindung und experimentierten ab 1903 mit drahtloser Telegrafie. Während des Ersten Weltkriegs nutzte das Militär die Antenne auf der Spitze zum Abfangen des deutschen Funkverkehrs. Nach 1944 funktionierte der Bau als Sendemast des französischen Fernsehens.
In diesem Jahr feiert der Turm seinen 125. Geburtstag, und heute fragt kaum einer mehr nach dem Nutzen. Längst hat der Eiffelturm die anderen Baukunstwerke der Metropole - Notre Dame, Invalidendom oder Triumphbogen - als weltweit bekanntes Wahrzeichen überflügelt. Einst verhöhnt als "hässliche Säule aus genietetem Blech", verehren die Pariser nun ihre "Dame aus Eisen".
Einen ganz besonderen Bezug zu dem Bauwerk haben jedoch die Menschen, die dort jeden Tag arbeiten. Klicken Sie auf die Fotos, um vier von ihnen kennenzulernen!