Die Sahara-Geiseln: Entführte berichten über die Geiselhaft, ihre Qualen und Ängste - DER SPIEGEL
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Die Sahara-Geiseln Entführte berichten über die Geiselhaft, ihre Qualen und Ängste

Von ihren Entführern wurden sie angewiesen, Schlangen mit der Hand zu fangen, so hätten sie wenigstens etwas zu essen. Fast jede Nacht mussten sie stundenlang marschieren, um ihren Aufenthaltsort zu wechseln. Bei Fluchtversuchen der Geiseln wurde sofort geschossen. Wenige Tage nach ihrer Befreiung berichten die deutschen und österreichischen Geiseln nun über die hinter ihnen liegenden Wochen und ihre Entführer.
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Die Geiselnehmer sollen der islamistischen Terrorgruppe GSPC angehören. Die Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf unterhält enge Beziehungen zur al Qaida-Terrororganisation und hat mittlerweile auch in Europa Terrorzellen aufgebaut. Erst vor kurzem schlich sich ein in Frankreich lebender, algerischer Journalist unter falschem Namen in eine dieser Gruppen ein. Sein Fazit: die GSPC ist mittlerweile zu einer Unterorganisation der al-Qaida geworden. Die Gruppe rekrutiert auch in Europa ständig neue Anhänger, die dann in Traininglagern der al-Qaida ausgebildet werden. SPIEGEL-TV-Reporter berichten.


SAHARA-GEISELN

"Es war die Hölle"

Die algerische Regierung will die Befreiung der ersten Gruppe der Sahara-Geiseln nicht geplant haben. Gegenüber den betroffenen europäischen Regierungen erklärte sie, zwischen der Armee und den Geiselnehmern habe es überraschend Sichtkontakt gegeben, dann seien die ersten Schüsse gefallen.mehr...


NACH DER BEFREIUNG

Schweigen, hoffen, beten

Während die 17 am Dienstag freigelassenen Geiseln feiern, ist die Lage der noch gekidnappten Europäer unklar. Um ihr Leben nicht zu gefährden, dürfen die Befreiten vorerst nicht über die Umstände ihres Entkommens sprechen. Vermutlich läuft in Algerien selbst bereits ein zweiter Militäreinsatz.mehr...


ERSTE ERLEICHTERUNG

Erst mal ein Schnitzel

Nach der wochenlangen Haft in Algerien und der gewaltsamen Befreiung scheint die Anspannung von den befreiten Geiseln nun langsam abzufallen. Erst einmal wolle er ein deftiges Mittagessen, sagte einer der befreiten Deutschen, der während der knapp zwei Monate dauernden Entführung 18 Kilo Körpergewicht verloren hatte.mehr...


TERRORNETZ

Entführer sollen Verbindung zu al-Qaida haben

Mit einem Sturmangriff haben algerische Streitkräfte in der Sahara 17 Touristen aus der Hand von Kidnappern befreit. Seit zwei Monaten waren die sechs Deutschen, zehn Österreicher sowie ein Schwede verschwunden. Den Entführern werden Verbindungen zur al-Qaida nachgesagt. 15 europäische Urlauber befinden sich weiter in der Gewalt von Entführern.mehr...


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