Politposse in Sachsen Die kopflose Gemeinde
Eigentlich, so hatten sich das die Wähler der sächsischen Gemeinde gedacht, sollte Ziermaier als Bürgermeister die Geschicke des 6700-Einwohner-Ortes lenken. Den Wählerauftrag hat der einstige CDU-Mann offenbar etwas missverstanden, denn ihm werden Untreue und Vetternwirtschaft vorgeworfen. Seit Sommer 2002 ist Ziermaier beurlaubt, die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt.
Der Freizeit-Bürgermeister, der fürs Nichtstun 2500 Euro pro Monat bekommt, muss trotzdem nicht um seinen Posten fürchten. Denn so leicht wird Machern ihn nicht los. Der sächsischen Gemeindeordnung sei dank: Würde Ziermaier abgesetzt, wären ihm fünf Jahre lang üppige Gehaltsansprüche sicher. Doch das kann sich Machern nicht leisten. Selbst die paar tausend Euro für das Abwahlverfahren fehlen in der Gemeindekasse. Denn der Ort ist pleite. Ziermaiers Hinterlassenschaft: 39 Millionen Euro Schulden.
SPIEGEL TV-Reporter Adrian-Basil Müller über die kostspieligen Machenschaften eines selbst ernannten Provinzfürsten.
FLOWTEX
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BÜRGERMEISTER VERBANNT HOMOSEXUELLE
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