Zu schlau für die Schule: Das Schicksal hochbegabter Kinder - DER SPIEGEL
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Zu schlau für die Schule Das Schicksal hochbegabter Kinder

In Großbritannien hat ein Achtjähriger jüngst die Mittelschule mit Bestnote abgeschlossen. Und das ohne überhaupt zur Schule zu gehen. In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Auch, weil es hierzulande an spezieller Förderung von Hochbegabten fehlt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Cara, Mark und Julian haben etwas gemeinsam. Die drei gehören zu Deutschlands IQ-Elite, jenen zwei Prozent der Bevölkerung, deren Intelligenzquotient jenseits der 130 liegt. Lernen ist für sie ein Kinderspiel. Probleme bereitet nicht das Einmaleins, sondern die überall lauernde Unterforderung. Spezielle Schulen für Hochbegabte gibt es in Deutschland nur wenige. Wessen Lernleistungen von der Norm abweicht - ob nach oben oder nach unten - hat im starren deutschen Schulsystem schlechte Karten. Glück haben jene, deren besondere Begabungen früh erkannt werden. Wie Mark, der mit gerade einmal zwölf Jahren international als Pianist gefeiert wird. SPIEGEL TV-Reporterin Birgit Großekathöfer über den Fluch und den Segen Hochbegabung.


SCHÜLER-LOTTO


Bildungsforscher fordert anonyme Tests für Knirpse


Nach der vierten Klasse erhalten Grundschüler Empfehlungen für weiterführende Schulen. Häufig liegen die Lehrer dabei falsch. Dieter Lenzen, Präsident der FU Berlin, plädiert für anonyme Diagnosen, damit Lehrer nach Leistung statt nach sozialer Herkunft urteilen. Mit diesem Vorschlag will Lenzen sicherstellen, dass Grundschüler eine möglichst objektive Empfehlung für die weitere Schullaufbahn erhalten. Denn nach einem am Mittwoch veröffentlichten Ländervergleich der Internationalen Grundschul-Leseuntersuchung (Iglu) werden die Weichen für Gymnasium, Real- und Hauptschule in fast der Hälfte der Fälle falsch gestellt - und dann meist unwiderruflich und für den Rest der Schulzeit, weil das deutsche Schulsystem wenig durchlässig ist. mehr...





ACHTJÄHRIGES WUNDERKIND


Klüger ohne Schule


Arran Fernandez bricht alle Rekorde in Großbritanniens Schulsystem: Das achtjährige Mathegenie hat jetzt schon den Abschluss der Mittelstufe geschafft. Der Schule bleibt der Einserschüler allerdings fern - Papa unterrichtet ihn, Mama kontrolliert die Hausaufgaben. Ob seine Eltern Arran damit einen Gefallen tun, ist fraglich. Denn Arrans Schullaufbahn begann so, wie diese gewöhnlich enden: Er ging von der Schule ab. Sein Vater wollte es so. "Eltern, nicht die Schule, sind die besten Lehrer für ihre Kinder", sagte Neil Fernandez der Zeitung "The Daily Telegraph". Schüler langweilten sich oft in der Klasse und hörten dann auf zu lernen. Diese negative Erfahrung werde den Kindern zuhause, bei gezielter Förderung, erspart. mehr...





DIE UNGELIEBTEN AUSSENSEITER


Aus dem Leben eines Strebers


Er ist der Liebling der Lehrer und deshalb seinen Mitschülern höchst suspekt. Kurz: ein Außenseiter. Doch die Furcht, geächtet zu werden, lässt ihn davon träumen, auch ein wenig Schlawiner zu sein. Ursula Ott, bekennende Streberin, verteidigt eine verkannte Spezies. Alles darf man sein an einer deutschen Schule: Turnbeutelvergesser, Schulschwänzer, Großschwätzer. Matheflasche, Legastheniker, Sitzenbleiber. Bloß eines nicht: Streber. Die sitzen immer in der ersten Reihe, schnippen vorlaut mit dem Finger, wissen alles besser und haben eine fünf in Sport. Ihr Image ist katastrophal. mehr...


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