Tod durch Morphium: Neue Vorwürfe belasten Krebsärztin - DER SPIEGEL
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Tod durch Morphium Neue Vorwürfe belasten Krebsärztin

Wegen Durchfalls begab sich die 80-jährige Hueberdina Aden ins Krankenhaus. 14 Tage später war sie tot. Niemand kennt die genaue Ursache, die behandelnde Ärztin dagegen fast jeder: Mechthild Bach, die so genannte Krebsärztin. Seit vergangener Woche sitzt die Medizinerin in Untersuchungshaft.
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"Ich werde immer schwächer, irgendetwas stimmt hier nicht", hatte Hueberdina Aden ihren Töchtern gesagt. Drei Wochen lag die alte Dame zu diesem Zeitpunkt in der Paracelsus-Klinik in Hannover-Langenhagen. Ihre behandelnde Ärztin: Dr. Mechthild Bach. 14 Tage später war die 80-jährige Frau tot. Woran sie starb, wissen die Angehörigen bis heute nicht.

Hueberdina Aden hatte sich lediglich wegen einer Durchfall-Erkrankung in Behandlung gegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft Bach vor, die 80-Jährige und sieben weitere ihrer Patienten tot gespritzt zu haben. In den meisten der untersuchten Fälle waren die Verstorbenen nicht todkrank. Seit vergangener Woche sitzt die Medizinerin in Untersuchungshaft. "Ich bin doch kein Todesengel", hat Bach in einem Interview gesagt. SPIEGEL TV-Reporter Peter Hell und Oliver Richardt über die Krebsärztin aus Langenhagen.


KREBSÄRZTIN VERHAFTET


Totschlag in acht Fällen vorgeworfen


Die als "Krebsärztin" bekannt gewordene Internistin aus Hannover-Langenhagen ist verhaftet worden. Der Frau wird Totschlag in acht Fällen vorgeworfen - insgesamt steht sie aber in 76 Fällen unter Verdacht: Die Ärztin soll ihren Patienten Überdosen von Morphium verabreicht haben. Der mögliche Skandal war aufgeflogen, nachdem Krankenkassengutachtern eine ungewöhnlich hohe Sterberate bei Patienten der Internistin aufgefallen war, die sowohl in einer Privatpraxis als auch in einer Paracelusklinik in Hannover-Langenhagen praktizierte. mehr...





STERBEHILFE-VORWURF


76 Tote - Ermittlungen gegen Krebsärztin


Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Krebsärztin der Paracelsus-Klinik bei Hannover. Sie soll jahrelang Sterbehilfe geleistet haben. Ob die Patienten tatsächlich sterben wollten, ist unklar. Das Verwaltungsgericht entzog der 53 Jahre alten Internistin an der Privatklinik in Langenhagen vorläufig die Arbeitserlaubnis. Ihr werde vorgeworfen, Patienten starke Schmerzmittel wie etwa Morphium verabreicht zu haben, ohne sie über lebensverkürzende Wirkungen aufzuklären, sagte ein Gerichtssprecher. "Wir sehen die dringende Gefahr, dass die Internistin weiterhin unzulässige Sterbehilfe leistet", wird ein Richter in der "Bild"-Zeitung zitiert. mehr...





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