Die Deutsche Bahn AG nach der Flut: Stunde Null - DER SPIEGEL
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Die Deutsche Bahn AG nach der Flut Stunde Null

Mit Schäden von mehr als einer Milliarde Euro ist die Deutsche Bahn AG das von der Jahrhundertflut im Osten Deutschlands am stärksten betroffene Unternehmen. SPIEGEL TV zeigt, wie die Eisenbahner in Sachsen versuchen, der Vewüstungen Herr zu werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mehr als zwei Jahre wird es dauern, 700 Kilometer Schienen, 94 Brücken sowie 200 Bahnhöfe wieder instandzusetzen, beziehungsweise neu aufzubauen. Auch einige ICE-Züge und Dutzende Personen- und Güterzugwaggons wurden von der Flut beschädigt. Die Umsatzeinbußen schätzt das Unternehmen auf etwa 90 Millionen Euro.

Die SPIEGEL TV-Autoren Beate Schwarz und Mate Spörl haben drei Wochen lang in Sachsen dokumentiert, wie die Eisenbahner versuchen, auf den Trümmern ihrer erst vor wenigen Jahren sanierten Gleisanlagen und Gebäude in kurzer Zeit einen zumindest notdürftig funktionierenden Betrieb zu organisieren. Viele logistische Probleme, für die man sonst jahrelang Zeit hat, müssen nun in aller Eile gelöst werden. Woher bekommt man auf die Schnelle Hunderte von Kilometern Schienenstahl und Spezialkabel, woher massenweise Betonschwellen und Weichenantriebe?

Die Kameraleute waren dabei, als der Dresdner Hauptbahnhof von den Schlammmassen befreit wurde und Signaltechniker im Wettlauf mit der Uhr Stellwerke wieder in Gang setzten, beobachteten, wie zerstörte Gleisanlagen abgeräumt und Notbrücken installiert wurden, wie in der Betriebszentrale Leipzig Tag und Nacht hektisch improvisiert werden musste, besuchten die ICE-Werkstatt in Berlin-Rummelsburg, wo die beschädigten Hochgeschwindigkeitszüge repariert werden und begleiteten die Krisenmanager der Bahn bei ihren schier endlosen Inspektionstouren durch die zerstörte Infrastruktur des Unternehmens.



  • News, Analysen und Fotostrecken zur Hochwasserkatastrophe in Deutschland und Europa finden Sie im SPIEGEL ONLINE-Dossier "Die Jahrhundertflut"

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