Börsenranking Deutschland, deine Wertvernichter
Berlin - Für das DSW-Ranking wird die Performance (Kursveränderung plus gezahlte Dividende) für verschiedene Zeiträume ermittelt und ein gewichteter Durchschnitt errechnet (siehe genaue Erklärung). Durch diese Methode sollen jene Unternehmen identifiziert werden, denen es nicht gelingt, bleibende Werte zu schaffen und von denen Privatanleger nach Ansicht der Aktionärsschützer besser die Finger lassen sollten.
Insgesamt hat die DSW mehr als 600 deutsche Aktiengesellschaften untersucht und zwei Listen der größten Wertvernichter erstellt. Das erste der Rankings enthält deutsche Standardwerte aus den Börsensegmenten Dax 30, MDax, SDax sowie CDax, das zweite beschäftigt sich - zum letzten Mal - mit dem Neuen Markt. Den hat die Deutsche Börse kürzlich in der Versenkung verschwinden lassen und durch den so genannten TecDax ersetzt.
Bei den Standardwerten hat die DSW die Beteiligungsgesellschaft Gold-Zack als größten Vernichter von Anlegervermögen ermittelt. Im Vorjahr hatte die Kaufhauskette Kaufring die Liste angeführt. Ebenfalls unter den Flop drei befinden sich WKM Terrain (ebenfalls eine Beteiligungsgesellschaft) sowie K & M Möbel. Alle genannten Unternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren jeweils etwa die Hälfte ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt.
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Besonders erschreckend ist, dass sich zunehmend auch die Premium-Titel der Deutschen Börse, die so genannten Bluechips, auf der Schandliste wieder finden. Auf Platz 32 steht die altehrwürdige Commerzbank . Auch die HypoVereinsbank sowie der angeschlagene Finanzdienstleister MLP sind vertreten.
Am Neuen Markt führen zwei Unternehmen aus der Medienbranche die Watchlist an: RTV Family, ein Anbieter von Kinder- und Familienprogrammen, und BKN International, ein Unternehmen, das sich mit Filmrechten und Fernsehproduktionen befasst. Beide Firmen haben in den vergangenen zwei Jahren etwa 90 Prozent ihres Börsenwertes eingebüßt.