EM.TV: Kirch setzt sich fest - DER SPIEGEL
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EM.TV Kirch setzt sich fest

Leo Kirch will sich nicht von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone überholen lassen. Er sicherte sich weitere Exklusivität.
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München - "Wir gehen davon aus, dass die exklusiven Gespräche mit EM.TV bis Ende Februar verlängert werden, wenn sie bis Ende Januar nicht abgeschlossen sind", sagte ein Sprecher der Kirch-Gruppe am Montag in München. Auch EM.TV erklärte, die Gespräche könnten noch länger dauern.

Zuletzt häuften sich Berichte, wonach andere Interessenten versuchten, EM.TV und seine lukrative Formel-1-Beteiligung zu erwerben. So soll sich EM.TV-Aufsichtsratsvorsitzender Nickolaus Becker gemeinsam mit dem Münchner Filmhändler Herbert Kloiber auf Suche nach neuen Interessenten für EM.TV gemacht haben. Auch eine Offerte durch die US-Investmentbank Hellman & Friedman sei in Vorbereitung, hieß es.

Die ursprünglich festgelegte Frist der Exklusiv-Verhandlungen zwischen Kirch und EM.TV endet am 31. Januar. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge will die Kirch-Gruppe an ihrem Ziel festhalten, bei EM.TV einzusteigen. Kirch versuche, mit Konzepten für die Übernahme der Formel-1-Holding SLEC einem Gegenangebot Dritter zuvorzukommen.

EM.TV gilt vor allem wegen seiner Formel-1-Beteiligung als interessanter Übernahmekandidat. Die Münchner hatten im vergangenen Jahr SLEC-Anteile für etwa 3,5 Milliarden Mark und damit die Hälfte der Rennsportserie übernommen. Eine vereinbarte Option könnte EM.TV-Chef Haffa zudem zwingen, im Mai für rund eine Milliarde Dollar einen weiteren 25-Prozent-Anteil zu übernehmen. Der Finanzbedarf dafür war nach Einschätzung von Branchenkennern einer der Hauptgründe dafür, dass EM.TV im Dezember die Allianz mit Kirch ankündigte.

Zu den Kaufinteressenten gehört laut "Financial Times" auch der Disney-Konzern. Hier geht es aber nicht um die Formel 1, sondern um The Jim Henson Company mit ihrer "Muppet Show" doch noch zu übernehmen.