Firestone Ende mit Schrecken
Washington - Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte am Donnerstag die vorläufige Entscheidung getroffen, dass es einen Verkehrssicherheitsdefekt in den beanstandeten Wilderness AT-Reifen gibt. Daraufhin hat sich Firestone bereit erklärt, weitere 3,5 Millionen Reifen zurückzurufen und die Entscheidung nicht anzufechten. Nach Angaben der Firestone-Konzernmutter Bridgestone wird der neue Rückruf maximal weitere 30 Millionen Dollar kosten.
Der neue Rückruf umfasst Wilderness AT-Reifen der Größen P235/75R15 und P255/70R16, die vor dem Mai 1998 produziert wurden. Sie wurden vor allem auf Ford-Explorer- und Mercury-Mountaineer- Geländewagen montiert und in geringerem Umfang auf Ford-Ranger- Pickup-Fahrzeugen sowie als Ersatzreifen für diese und andere Modelle. Nach Angaben der Behörde soll es wegen Profilablösung bei Unfällen mit den beanstandeten Reifen 50 Verletzte und 25 Tote gegeben haben.
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Bridgestone/Firestone-Firmenchef John Lampe bestritt die Untersuchungsergebnisse der Verkehrssicherheitsbehörde. Eine lange Konfrontation mit der NHTSA hätte aber die Qualität der Firmenprodukte in Frage gestellt und den Wiederaufbau des Unternehmens verzögert, erläuterte Lampe die Entscheidung für den Reifenaustausch. Die beanstandeten Reifen werden kostenlos ausgewechselt.
Firestone hatte bereits im vergangenen Sommer 6,5 Millionen Reifen der Serien ATX, ATX II und Wilderness zurückgerufen. Ford hatte im Mai diesen Jahres außerdem eine eigene Rückrufaktion für 13 Millionen Reifen der Marke Firestone gestartet.