Hewlett-Packard: Das jähe Ende der Flitterwochen - DER SPIEGEL
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Hewlett-Packard Das jähe Ende der Flitterwochen

Der frisch fusionierte PC-Hersteller Hewlett-Packard hat seine Umsatzprognose reduziert. Außerdem musste Vorstandschefin Carly Fiorina eingestehen, dass die Integration des ehemaligen Konkurrenten Compaq erheblich teurer wird als bisher angenommen.
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Boston - Anlässlich einer Analystenkonferenz gab das Unternehmen bekannt, der Umsatz werde in der zweiten Jahreshälfte niedriger ausfallen als bisher erwartet. Nach Angaben von Finanzchef Bob Wayman wird der Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Dollar liegen. Vorstandschefin Carleton "Carly" Fiorina sagte, ursprünglich habe man mit einem Anstieg des Umsatzes um drei Prozent auf 37,1 Milliarden Dollar gerechnet.

Im laufenden dritten Quartal wird der Absatz gegenüber dem Vorjahr um bis zu sieben Prozent einbrechen, so Wayman. Das Unternehmen liegt damit deutlich unter den Erwartungen der Börse. Als Grund für die schlechte Entwicklung nannte Fiorina die fehlende Nachfrage seitens Geschäftskunden und Konsumenten. Investitionen für Informationstechnologie seien weitaus drastischer eingebrochen als irgendjemand in der Branche erwartet habe, so die HP-Chefin. Fiorina sagte weiter, eine deutliche Besserung der Lage sei nicht in Sicht. Im Jahr 2003 werde der Umsatz von HP deshalb nur um vier bis sechs Prozent wachsen. Fiorina wollte keine Aussagen über den zu erwartenden Gewinn machen.

Integration von Compaq teurer als angekündigt

Während des monatelangen Streits um die HP-Compaq-Fusion hatte Carly Fiorina immer wieder argumentiert, der Zusammenschluss der beiden Hardware-Hersteller werde viel Geld sparen. Daraus wird zumindest vorerst nichts: Jeff Clarke, ein Mitglied des Teams, dass für die Integration Compaqs in den HP-Konzern zuständig ist, sagte, dass die Akquisitionskosten 2,6 Milliarden Dollar höher ausfallen würden als bisher angegeben. Das entspricht gegenüber der ursprünglich prognostizierten Summe einem Anstieg von 86 Prozent.

Fiorina kündigte zudem an, dass HP schneller als bisher geplant Stellen streichen werde. Bereits im November werden 10.000 Arbeitsplätze wegfallen, weitere 5000 sollen 2003 folgen.