MobilCom-Sanierung: Belegschaft wird fast halbiert - DER SPIEGEL
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MobilCom-Sanierung Belegschaft wird fast halbiert

Die Rettungsaktion des Kanzlers hat nicht viel geholfen. Das angeschlagene Mobilfunkunternehmen MobilCom muss 1850 Vollzeitarbeitsplätze streichen, um sein Überleben zu sichern.
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Büdelsdorf - Die Entlassungen sind der Kernpunkt der Sanierungskonzepts, das der Vorstand am Freitag den Arbeitnehmern vorstellte. Der Ausbau des Mobilfunknetzes nach dem neuen UMTS-Standard wird danach vorläufig auf Eis gelegt. An der Lizenz will MobilCom   jedoch festhalten. Im Kerngeschäft Mobilfunk will das Unternehmen jährlich 130 Millionen Euro einsparen, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Gegenwärtig beschäftigt MobilCom 5000 Mitarbeiter, doch sind darin Teilzeit- und Aushilfskräfte enthalten. Das entspricht umgerechnet 4200 Vollzeitstellen. Demnach wird fast die Hälfte der Stellen bei MobilCom abgebaut. In den kommenden Wochen verhandeln Vorstand und Betriebsrat über einen entsprechenden Sozialplan und Interessenausgleich.

Am späteren Freitag will der Vorstand die Belegschaft über das Sanierungskonzept informieren. Auf der Betriebsversammlung, die für 15.00 Uhr angesetzt ist, sollen weitere Details des Konzeptes präsentiert werden.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtete, haben die wichtigsten Gläubigerbanken die Fälligkeit von Krediten im Volumen von 4,7 Milliarden Euro bis Ende Oktober verlängert. So lange müsse das Unternehmen auch keine Zinsen zahlen, heißt es in der Zeitung, die sich auf Informationen aus dem Aufsichtsrat berief. Ursprünglich seien die Darlehen am Montag fällig gewesen.

Durch die Stundung gewinne das Unternehmen Zeit, sich mit seinem Großaktionär France Télécom über Schadenersatzforderungen und die Übernahme von Schulden zu einigen, schrieb das Blatt weiter.