Karriere Fit fürs Führen
Hamburg - Versteckt hinter hohen Linden, in einer beschaulichen Straße am Isebekkanal im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, liegt ein kleiner Kiosk. Zeitungen werden dort verkauft, Gummibärchen und Eis für die Kinder, belegte Brötchen, Bier und natürlich "Latte to go". Als der Kiosk vor einigen Jahren öffnete, wurde er von einem einzelnen Mann betrieben, ein junger Türke, der gewandt war und mit jedem ein kurzes Schwätzchen hielt. Holte man sich morgens auf dem Weg zum Bus einen Kaffee, war der nette Mann da. Kam man abends von der Arbeit zurück und kaufte rasch noch ein Bier, war er immer noch da. Jeden Tag ging das so, von frühmorgens bis spät in die Nacht, auch am Wochenende.
Nach einiger Zeit lief der Laden, mehr Personal wurde eingestellt. Der nette Türke war jetzt, wovon viele Menschen träumen - Chef. Nur: Er war immer noch von früh bis spät in seinem Laden. "Ich wollte immer mein eigener Herr sein", sagt er. "Aber dass es so anstrengend ist, hätte ich nicht gedacht."
Die Welt der Chefs ist so bunt wie ein Kiosk-Sortiment: Die Vorstandsvorsitzenden großer Konzerne gehören dazu, auch der knorrige Mittelständler von der Schwäbischen Alb und der Besitzer der Autowerkstatt um die Ecke. Und doch gibt es ein paar Eigenschaften, auf die es beim Chef-Sein fast immer ankommt. Hart zu arbeiten zum Beispiel gehört in den meisten Fällen dazu, aber - und das ist die schlechte Nachricht - Fleiß allein hat noch keinen zum Chef gemacht.
Doch muss man können, um Menschen zu begeistern, sie zu führen? Um Strategien zu entwickeln und andere dazu zu bringen, sie umzusetzen? Sicher: Fast jeder, der kein Chef ist, ist felsenfest davon überzeugt, er könnte es genauso gut wie sein Vorgesetzter, wenn nicht besser.
Die Anziehungskraft der Chef-Position ist riesig
Aber ist das wirklich so? Mit einem neuen SPIEGEL-ONLINE-Buch kann das jetzt jeder für sich selbst prüfen. Das Buch "Können Sie Chef?" enthält einen großen, von renommierten Management-Beratern konzipierten Test rund um alle relevanten Aspekte des Chef-Alltags wie Mitarbeiterführung, Strategieentwicklung oder Motivation. Das Buch basiert auf einer Online-Aktion von manager magazin zusammen mit SPIEGEL ONLINE und dem Karriere-Netzwerk . Fast 150.000 Menschen beantworteten den Fragebogen im Internet, davon mehr als 90.000 mit Führungserfahrung. Der große Andrang zeigt: Die Anziehungskraft der Chef-Position ist riesig - gerade in Zeiten, in denen Teamwork viel gilt, ist der Wunsch groß, jemanden an der Spitze zu haben, der weiß, was er tut. Jetzt bietet das Buch eine neue Möglichkeit zum Mitmachen.
Wie entscheidend es für den Erfolg der ganzen Mannschaft ist, wer oben steht, zeigt eine Umfrage des Gallup-Instituts: Danach schieben zwei Drittel aller Mitarbeiter in Deutschland lediglich Dienst nach Vorschrift; 15 Prozent haben bereits innerlich gekündigt. Welches Potential könnte hier gehoben werden - mit dem richtigen Mann oder der richtigen Frau an der Spitze.
Kann man das lernen? Lassen sich Persönlichkeit, Charisma und Führungsstärke trainieren wie eine bessere Zeit beim Marathon-Lauf? Das neue Buch gibt auch hierauf Antworten. Der Leser erhält im Test nicht nur ein präzises Bild seiner Stärken und Schwächen - Fallstudien aus der Praxis sowie Erklärungen von Managementexperten und Coaches vermitteln zusätzlich wichtige Erkenntnisse, worauf es an der Spitze wirklich ankommt. Bekannte Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft geben in Interviews Einblicke in ihren Alltag und ihren mitunter wechselhaften Aufstieg bis nach ganz oben.
Denn Chefsein ist vor allem: Learning by doing. Der Test zeigt, wer prinzipiell das Zeug dazu hat, andere zu führen, zu motivieren und zu begeistern. Er ist eine Standortbestimmung, eine Art Boxenstopp auf dem Weg nach oben.
Können Sie Chef? Finden Sie's heraus!