Widerstand: IG Metall verteidigt den arbeitsfreien Samstag - DER SPIEGEL
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Widerstand IG Metall verteidigt den arbeitsfreien Samstag

IG-Metall-Chef Jürgen Peters erteilt Plänen eine harsche Abfuhr, wonach künftig auch am Samstag regulär gearbeitet werden soll. Auch die Einführung der 40-Stunden-Woche will er nicht hinnehmen.
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Berlin - "Der arbeitsfreie Samstag ist ein Stück hart erkämpfter Lebensqualität", sagte Peters der "Bild"-Zeitung. Das freie Wochenende sei die wichtigste Zeit für Kindererziehung und gemeinsame Unternehmungen in der Familie. "Wir werden diese kulturelle Errungenschaft der Arbeitnehmerbewegung nicht preisgeben."

Peters wandte sich in scharfen Worten gegen eine generelle Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Eine solche Ausweitung der Wochenarbeitszeit wäre das größte "Job-Killerprogramm", das Deutschland je erlebt hätte.

Der Gewerkschaftschef kritisierte, in Deutschland fehle die Kaufkraft, um zusätzlich produzierte Waren im Falle einer 40-Stunden-Woche auch zu verkaufen. "Wird zum anderen aber weiter genauso viel produziert, dann wird bei 40 statt 35 Stunden rechnerisch jede achte Stelle überflüssig."

Die Arbeitgeber dringen auf eine flexibilisierte 40-Stunden-Woche und mehr Samstagsarbeit. Spitzenpolitiker von CDU und CSU haben sich für eine generelle 40-Stunden-Woche ausgesprochen, bei SPD und Grünen wurden Forderungen nach flexiblen Regelungen für längere Arbeitszeiten laut. Die Bundesregierung verweist bisher auf die Möglichkeiten der Tarifpartner.

Ver.di-Chef Bsirske: "Ab in die fünfziger Jahre"

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Bsirske, hat ebenfalls Widerstand gegen die Streichung von Feiertagen und längere Arbeitszeiten angekündigt. "Jetzt soll der Film plötzlich rückwärts laufen. Ab in die fünfziger Jahre lautet das Motto, aber das machen wir nicht mit", sagte Bsirske am Dienstagabend in der NDR-Sendung "Paroli".

Plötzlich werde alles für verzichtbar erklärt, wofür zwei Generationen von Gewerkschaften gekämpft hätten. "Am liebsten würde man Mitbestimmung, Arbeitnehmerrechte oder Betriebsräte abschaffen und Löhne kürzen."