Glossar: Präimplantationsdiagnostik - DER SPIEGEL
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Glossar Präimplantationsdiagnostik

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kinder ohne Fehler - das soll die Präimplantationsdiagnostik (kurz: PID) möglich machen. Mit Hilfe des umstrittenen Tests lassen sich genetische Schädigungen bereits wenige Tage nach der Befruchtung einer Eizelle erkennen. Voraussetzung ist, dass sich auch Paare, die normalerweise auf natürlichem Weg Kinder zeugen könnten, für die Befruchtung im Reagenzglas entscheiden.

Die PID wird in der Regel am dritten Tag nach der Befruchtung vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Embryo im Stadium eines Achtzellers, dem man - ohne ihn in seiner weiteren Entwicklung zu gefährden - Zellen entnehmen kann. Im Allgemeinen reichen zwei der genetisch identischen Zellen aus, um eine Aussage über mögliche Erbkrankheiten des gesamten Embryos zu machen. Ist der Embryo gesund, wird er in die mütterliche Gebärmutter verpflanzt, ist er geschädigt, lässt man ihn absterben.

In Deutschland haben Eltern mit genetischen Vorbelastungen bislang nur die Möglichkeit, durch eine engmaschige vorgeburtliche Diagnostik etwaige Behinderungen ihrer Kinder zu erkennen und gegebenenfalls eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Über Abweichungen im Erbgut gibt die Amniozentese, die Untersuchung des Fruchtwassers, Aufschluss.

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