Gorleben

Castor-Transporte rollen noch viele Jahre

Nach GorlebenCastor-Transporte rollen noch viele Jahre

In dieser Woche soll erneut ein Castor-Transport aus La Hague zum Zwischenlager Gorleben rollen. Tausende Atomkraftgegner wollen sich ihm entgegenstellen. Warum wird der hochradioaktiven Atommüll ausgerechnet nach Gorleben gebracht?

Polizeigewerkschaft sorgt sich wegen der Castor-Strahlung

Polizeigewerkschaft sorgt sich wegen der Castor-Strahlung

Gorleben (dapd). Der für diese Woche geplante Castor-Transport in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben wird nach Angaben der Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt" morgen Mittag im französischen Valognes starten. Diese Information habe man vom französischen Netzwerk für den Atomausstieg erhalten, sagte ein "Ausgestrahlt"-Sprecher. Bei früheren Transporten hätten sich die Angaben des Netzwerkes als verlässlich erwiesen. Die Ankunft im Verladebahnhof Dannenberg, wo die Castoren für die letzten Kilometer nach Gorleben auf Lkw umgeladen werden, wird für Sonntag erwartet. Unterdessen forderte die Gewerkschaft der Polizei, den Transport umzuleiten oder ganz abzusagen. Es müsse geklärt sein, dass keine Gefahr durch Strahlung für die Polizisten bestehe, schrieb die Gewerkschaft an die Regierung von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD).

Castor-Transport soll schon am Mittwoch starten

Castor-Transport soll schon am Mittwoch starten

Gorleben (dapd). Der Castor-Atommülltransport wird vermutlich einen Tag früher als geplant in Frankreich starten. Damit rechnen die Anti-Atom-Organisationen "Ausgestrahlt" und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Der Termin sei auf den Mittwochnachmittag vorgezogen worden. Grund für die Änderung sei, dass in Frankreich mit starken Protesten gerechnet würde. In Deutschland sind nach einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Umfrage rund 68 Prozent der Befragten gegen den Castor-Transport.

Ratsherr Laubenburg im Visier der Justiz

Ratsherr Laubenburg im Visier der Justiz

Gegen Ratsherr Frank Laubenburg läuft zurzeit ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Laubenburg, der bis zu seinem Ausschluss Mitglied der Ratsfraktion der Linken war, wird vorgeworfen, 2010 an Sitzblockaden gegen einen Castortransport ins Zwischenlager Gorleben teilgenommen zu haben. Das hält Laubenburg aber nicht davon ab, auch dieses Jahr nach Gorleben zu fahren. "Beim Transport am 24. November bin ich dabei", sagte der Ratsherr gestern der RP.

19 000 Polizisten sollen Castor-Transport sichern

19 000 Polizisten sollen Castor-Transport sichern

Hannover (dapd). Polizei und Atomkraftgegner rüsten sich für einen Großeinsatz und für vielfältigen Protest beim bevorstehenden Castor-Transport. Die Polizei wird den Transport ins Zwischenlager Gorleben mit rund 19 000 Beamten schützen. Sie kündigte ein hartes Vorgehen gegen Blockaden an. Die Demonstranten erhoffen sich viel Zulauf: Nach Angaben einer Bürgerinitiative wurden für die Demonstration gegen den Atommüll-Transport am 26. November bereits über 170 Busse gechartert. Die elf Castor-Behälter sollen am 24. November auf die Reise gehen.

Erste Castor-Behälter verladen

Vor Transport nach GorlebenErste Castor-Behälter verladen

Die Vorbereitungen für den letzten Castor-Transport, der in zehn Tagen von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben rollen soll, haben begonnen.

Castor-Gegner bereiten sich auf Transport Ende November vor

Castor-Gegner bereiten sich auf Transport Ende November vor

Gorleben (dapd). Atomkraftgegner haben den geheimen Fahrplan für den Castortransport nach Gorleben veröffentlicht. Der Zug mit den elf Atommüllbehältern soll den französischen Verladebahnhof am Donnerstag, 24. November, um 14.20 Uhr verlassen, teilt die französische Gruppe "Réseau Sortir du Nucléaire" (Netzwerk Atomausstieg) mit. Auf welchem Weg der Transport die Grenze voraussichtlich am 25. November überschreite, stehe noch nicht fest, es könne je nach Verlauf der Proteste zwischen drei Optionen gewählt werden. Die Ankunft des Zuges in Danneberg sei nach Aussagen der niedersächsischen Polizei für Sonntag, 27. November, geplant, sagte Jochen Stay von der Gruppe "Ausgestrahlt".

Endlager-Suche beginnt von vorn

BerlinEndlager-Suche beginnt von vorn

Bund und Länder setzen bei der umstrittenen Suche nach einem Endlager für den Atommüll in Deutschland auf einen Neuanfang. "Wir können diese Frage nicht ins Ausland und nicht in die nächste Generation verschieben", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gestern nach einem Treffen mit den Ländervertretern.

Gesucht: Ein Atommüll-Endlager

Gesucht: Ein Atommüll-Endlager

Bund und Länder wollen über die Parteigrenzen hinweg die seit Jahrzehnten umstrittene Suche nach einem Atommüll-Lager gemeinsam neu starten. In den Fokus geraten Gesteinsformationen mit Tonschichten in Baden-Württemberg und Bayern. Der Salzstock Gorleben bleibt eine Alternative.

Gorleben ist nun überall

Gorleben ist nun überall

Was Bund und Länder gestern gemeinsam und parteiübergreifend angestoßen haben, ist vernünftig, bedeutungsvoll, ja grandios: Deutschland beendet den jahrzehntelangen Stillstand im Streit über das Atommüll-Endlager Gorleben und begibt sich auf eine neue und ergebnisoffene Suche nach einem geeigneten Standort. Die Politiker haben endlich erkannt, dass sie das heikle Thema im föderalen Deutschland nur im Konsens werden lösen können. Sie müssen es lösen, weil Deutschland seinen eigenen Atommüll auch im eigenen Land lagern muss. Alles andere wäre verantwortungslos.

Der Hundeflüsterer aus Pesch
Der Hundeflüsterer aus Pesch

KorschenbroichDer Hundeflüsterer aus Pesch

Oberkommissar Frank Rosenbaum und sein Malinois-Rüde Miko sind ein unschlagbares Gespann — beruflich wie privat. Der drei Jahre alte Polizeihund ist für seine Spürnase bekannt. Jüngster Fahndungserfolg: zehn Kilo Kokain. Sein Herrchen hat zudem als Hundeflüsterer einen Namen.

Ein nukleares Fass wird wieder geöffnet
Ein nukleares Fass wird wieder geöffnet

Neustart bei der EndlagersucheEin nukleares Fass wird wieder geöffnet

Seit Jahrzehnten stagniert die Suche nach einem Endlager für nukleare Abfälle. Keiner will es haben, weder Landes-Regierungen noch Bevölkerung. Nun zeichnen Umweltminister Röttgen und die Länder die Karte der Republik neu. Die Suche soll bei Null beginnen.

Alles auf Anfang - das deutsche Atom-Endlager
Alles auf Anfang - das deutsche Atom-Endlager

Suche in Deutschland beginnt neuAlles auf Anfang - das deutsche Atom-Endlager

Bund und Länder starten die Suche nach einem atomaren Endlager neu und wollen dabei ergebnisoffen vorgehen. Alle Bundesländer hätten sich mit dem Bund darauf verständigt, dass die Endlagerfrage im "nationalen Konsens" gelöst werden solle, sagte Bundesumweltministert Norbert Röttgen (CDU) nach einem Treffen mit Ländervertretern am Freitag in Berlin.

Neustart bei Endlager-Suche vereinbart
Neustart bei Endlager-Suche vereinbart

Bund und Länder wollen sicheren Standort für AtommüllNeustart bei Endlager-Suche vereinbart

Bund und Länder haben sich auf einen Neustart bei der Endlagersuche verständigt. Es gehe darum, den sichersten Standort für Atommüll in Deutschland zu finden, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Freitag nach einem Treffen mit Vertretern der Länder in Berlin.

Polizei fordert Absage von Castor-Transport

Polizei fordert Absage von Castor-Transport

Berlin (dapd). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält einen Polizeieinsatz beim geplanten Castor-Transport wegen ungeklärter Fragen zur Strahlenbelastung für eine nicht hinnehmbare Zumutung. Die für diesen Monat geplante Lieferung von Atommüll ins Zwischenlager Gorleben müsse deshalb abgesagt werden, sagte GdP-Chef Bernhard Witthaut. Die niedersächsische Landesregierung habe noch immer nicht die Zweifel an den offiziellen Messwerten ausgeräumt.

Weitere Castor-Behälter dürfen nach Gorleben

Zustimmung erteiltWeitere Castor-Behälter dürfen nach Gorleben

Dem in zwei Wochen geplanten Castor-Transport aus Frankreich nach Gorleben steht rechtlich nichts mehr im Wege. Das niedersächsische Umweltministerium stimmte der Einlagerung der elf weiteren Behälter mit hochradioaktivem Müll im Zwischenlager zu.

Polizei bereitet Strecke für Castor-Transport vor

Polizei bereitet Strecke für Castor-Transport vor

Hitzacker (dapd). Für den Ende November erwarteten Castor-Transport nach Gorleben hat die Polizei mit den verstärkten Sicherungsmaßnahmen begonnen. An einer Brücke an der Bahnstrecke zum Verladebahnhof Dannenberg verlegten Einsatzkräfte Stacheldraht. Bereits seit einigen Wochen kontrollieren Polizisten andere neuralgische Punkte in der Region, wie etwa das Zwischenlager, in das die elf Castoren eingelagert werden sollen. Die Polizei rechnet mit Störaktionen.

Gorleben: Ministerium erlaubt Castor-Einlagerung

Gorleben: Ministerium erlaubt Castor-Einlagerung

Gorleben (dapd). Der nächste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben kann nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums wie geplant Ende November rollen. Das Ministerium kündigte an, der Einlagerung elf weiterer Atommüll-Behälter zuzustimmen. Nach neuen Strahlenmessungen am Zwischenlager spreche nichts gegen den Transport, weil die Grenzwerte eingehalten würden. Atomkraftgegner reagierten empört auf die Ankündigung.

Gorleben darf weiter Castoren aufnehmen
Gorleben darf weiter Castoren aufnehmen

Grünes Licht vom Landes-UmweltministeriumGorleben darf weiter Castoren aufnehmen

Das niedersächsische Umweltministerium hat grünes Licht für den nächsten Castor-Transport nach Gorleben angekündigt. Auch nach Einlagerung elf weiterer Atommüllbehälter werde der Genehmigungswert für die Strahlung aus dem Lager sicher unterschritten, erklärte das Ministerium am Montag.

Abgeordnete brechen Besuch von Atomlager ab

Abgeordnete brechen Besuch von Atomlager ab

Gorleben (dapd). Weil der Betreiber sie nicht in die Castor-Halle gelassen habe, haben Bundestagsabgeordnete von SPD, Linkspartei und Grünen einen Besuch der Gorlebener Atomanlagen abgebrochen. Die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl sprach von einem "einzigartigen Eklat". Ein Sprecher des Betreibers bestritt die Vorwürfe. Anlass des Besuchs waren widersprüchliche Berichte über Radioaktivitätswerte rund um das niedersächsische Atom-Lager.

Castor-Gegner kündigen massiven Widerstand an
Castor-Gegner kündigen massiven Widerstand an

Atommüll Ende November in Gorleben erwartetCastor-Gegner kündigen massiven Widerstand an

Auch in diesem Jahr wollen rund ein Dutzend Organisationen versuchen, den Ende November erwarteten Castor-Transport mit hoch radioaktivem Müll aus Frankreich auf dem Weg ins Gorlebener Zwischenlager zu blockieren.

Röttgen will Gorleben offenbar weiter erkunden
Röttgen will Gorleben offenbar weiter erkunden

Bundesumweltminister weist Bedenken zurückRöttgen will Gorleben offenbar weiter erkunden

Die Suche nach einem Endlager für atomare Abfälle in Deutschland geht weiter. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will laut einem Medienbericht den als Zwischenlager für atomare Abfälle genutzten Salzstock im niedersächsischen Gorleben weiter auf seine Eignung als Endlager hin erkunden lassen.

Umweltschützer: Castoren strahlen bis in Ort Gorleben

Umweltschützer: Castoren strahlen bis in Ort Gorleben

Gorleben (dapd). Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg ist besorgt über einen Anstieg der Neutronenstrahlung in der Ortschaft Gorleben. Quelle sei der Atommüll in den Castor-Behältern, die im Zwischenlager Gorleben deponiert seien. Messdaten des Lager-Betreibers GNS zeigten, dass im zwei Kilometer entfernt von der Anlage gelegenen Ort zwischen 1997 und 2002 die Belastung von 0,05 auf 0,16 Millisievert gestiegen sei.

Umweltschützer befürchten mehr Atommüll
Umweltschützer befürchten mehr Atommüll

4.500 Tonnen zusätzlich wegen LaufzeitenverlängerungUmweltschützer befürchten mehr Atommüll

Umweltschützer prognostizieren trotz des angekündigten Atomausstiegs eine Zunahme des hochradioaktiven Mülls um rund 40 Prozent. Durch die Streckung der Laufzeiten für die verbleibenden AKW bis 2022 kämen zu den bislang vorhandenen 6.500 Tonnen noch einmal 4.500 Tonnen hinzu,

Derby Köln-Gladbach vorverlegt
Derby Köln-Gladbach vorverlegt

Borussia MönchengladbachDerby Köln-Gladbach vorverlegt

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat vier Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga verlegt. Das Derby 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach wurde von Sonntag, den 27. November, auf Freitagabend, den 25. November, vorverlegt.

DFL terminiert vier Spiele im November neu

BundesligaDFL terminiert vier Spiele im November neu

Frankfurt/Main (RPO). Aufgrund einer "länderübergreifenden Sicherheitslage" hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) vier Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga im November verlegt. Die DFL entspricht so einem dringenden Wunsch der Sicherheitsbehörden mit Blick auf die Belastungen der Polizeikräfte. Hintergrund könnten die Castor-Transporte an diesem Wochenende nach Gorleben sein. Am 14. Spieltag der Bundesliga rückt das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach von Sonntag auf Freitagabend, den 25. November (20.30 Uhr) vor. Dafür wird das Spiel zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart nun am 27. November um 15.30 Uhr angepfiffen. In der 16. Runde der 2. Bundesliga tauschen die Spiele zwischen Energie Cottbus und dem FC Ingolstadt sowie Hansa Rostock und Union Berlin die Termine. Das Ost-Derby in Rostock wird nun am Freitag um 18.00 Uhr ausgetragen, das Spiel in Cottbus am Sonntag um 13.30 Uhr.

McAllister rückt von Plänen für Gorleben ab
McAllister rückt von Plänen für Gorleben ab

Ministerpräsident pocht auf Rückholbarkeit von AtommüllMcAllister rückt von Plänen für Gorleben ab

Hannover (RPO). Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) ist von den bisherigen Plänen für ein Atommüll-Endlager Gorleben abgerückt. McAllister verlas am Mittwoch im Landtag einen Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Darin forderte der Ministerpräsident von der Bundesregierung die Klärung der Frage, "ob das bisherige Konzept, das eine nicht rückholbare Endlagerung vorsieht, noch den gesellschaftlichen wie auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügt".

Bericht: Veränderungen bei Geburten in Gorleben

Bericht: Veränderungen bei Geburten in Gorleben

Hannover (dapd). Nach der Einlagerung der ersten Castor-Behälter im Zwischenlager Gorleben hat sich in der Region das Geschlechterverhältnis bei Geburten zuungunsten der Mädchen verschoben. Das stellt ein unveröffentlichter Bericht des Landesgesundheitsamtes in Hannover fest. Das Amt analysierte Geburten im 35-Kilometer-Radius um Gorleben. Dort wurden vor der ersten Castor-Einlagerung auf 100 Mädchen 101 Jungen geboren, danach jedoch auf 100 Mädchen 109 Jungen. Statistisch kommen bundesweit 105 Jungen auf 100 Mädchen.

Protest in Gorleben gegen weitere Castor-Transporte

Protest in Gorleben gegen weitere Castor-Transporte

Hannover (RP). Atomkraftgegner haben angesichts der möglichen Überschreitung eines Strahlengrenzwertes am Atommüllzwischenlager Gorleben einen Verzicht auf weitere Castor-Transporte gefordert. Die Halle mit den Castoren strahle "in unzumutbarem Ausmaß", hieß es. Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und BUND verlangten, alle geplanten Castortransporte nach Gorleben zu stoppen. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums kann die zulässige Strahlenbelastung an einer Messstelle des Zwischenlagers für 2011 überschritten werden.

Kritischer Strahlenwert im Zwischenlager Gorleben

Kritischer Strahlenwert im Zwischenlager Gorleben

Hannover (dapd). Vor dem für November geplanten nächsten Castor-Transport nach Gorleben muss der Strahlenschutz in dem Zwischenlager für Atommüll verbessert werden. Das niedersächsische Umweltministerium bestätigte einen NDR-Bericht, dass an einer Messstelle am Rand des Geländes der Jahresgrenzwert für die Strahlung von 0,3 Millisievert bereits im ersten Halbjahr nahezu erreicht worden ist. Vor der Annahme weiteren Atommülls müsse die Belastung — etwa durch Umgruppierung der Castoren — gesenkt werden.

Castor-Transport nach Gorleben steht infrage
Castor-Transport nach Gorleben steht infrage

Strahlung steigtCastor-Transport nach Gorleben steht infrage

Das Zwischenlager Gorleben muss nach Angaben des Umweltministeriums in Hannover vor Einlagerung weiterer Castor-Behälter für besseren Strahlenschutz sorgen. An einer Messstelle am Zwischenlager sei der zulässige Grenzwert für die Strahlenbelastung der Umgebung fast erreicht worden.

Weitere Castor-Transporte nach Gorleben 2014

Weitere Castor-Transporte nach Gorleben 2014

Gorleben (dapd). Der im November erwartete Castor-Transport nach Gorleben ist entgegen den Ankündigungen wohl nicht der letzte aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Für 2014 sei ein weiterer Transport geplant, sagte Jürgen Auer, Sprecher der Gesellschaft für Nuklearservice. Zudem würden Castoren aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield erwartet. Zuvor hatte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) erklärt, im November werde es den "auf absehbare Zeit letzten Castor-Transport geben".

EU will Atommüll-Endlager notfalls erzwingen
EU will Atommüll-Endlager notfalls erzwingen

DeutschlandEU will Atommüll-Endlager notfalls erzwingen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Deutschland notfalls zur Lösung der Atommüll-Endlager-Frage zwingen. "Deutschland muss bis 2015 einen nationalen Arbeitsplan vorlegen, wann es sich auf einen Standort festlegen wird."

Castor-Transport nach Gorleben im November

Castor-Transport nach Gorleben im November

Hannover (dapd). Die deutschen und französischen Behörden haben sich auf einen Termin für den letzten Castor-Transport aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in das Zwischenlager Gorleben verständigt. Das niedersächsische Innenministerium teilte mit, der Transport werde nun ohne weitere Verzögerungen vorbereitet und solle im Herbst stattfinden. Als Termin nannte Ministerpräsident David McAllister (CDU) den Monat November.

McAllister: "Steuersenkungen sind richtig"
McAllister: "Steuersenkungen sind richtig"

Niedersachsens MinisterpräsidentMcAllister: "Steuersenkungen sind richtig"

(RP). Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Energiewende, die Streitereien der schwarz-gelben Koalition auf Bundesebene, Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen sowie das Leben in der deutschen Provinz.

"Steuersenkungen sind richtig"

"Steuersenkungen sind richtig"

Sommer-Interview Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) über die Energiewende, die Streitereien der schwarz-gelben Koalition auf Bundesebene, Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen sowie das Leben in der deutschen Provinz

Bundesrat billigt Atomausstieg

Akw werden bis Ende 2022 abgeschaltetBundesrat billigt Atomausstieg

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat am Freitag in Berlin das Ende der Kernkraftnutzung. Acht bereits abgeschaltete Atommeiler bleiben damit vom Netz. Neun weitere Reaktoren werden bis 2022 stillgelegt. Das Gesetz muss der Bundespräsident noch unterzeichnen, damit es in Kraft treten kann.

Atomausstieg ist beschlossene Sache
Atomausstieg ist beschlossene Sache

BundestagAtomausstieg ist beschlossene Sache

Der Bundestag hat das Aus für die Atomkraftnutzung besiegelt. In namentlicher Abstimmung stimmten am Donnerstag 513 Abgeordnete für den Ausstieg aus der Kernkraft bis zum Jahr 2022. 79 Parlamentarier votierten dagegen, 8 enthielten sich.

Kanzlerin wirbt bei Opposition für Atomausstieg

BerlinKanzlerin wirbt bei Opposition für Atomausstieg

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dafür geworben, dass die Energiewende von der gesamten Gesellschaft getragen wird. "Wir alle gemeinsam können bei diesem Zukunftsprojekt ethische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden", sagte sie in ihrer Regierungserklärung. Die Katastrophe in Fukushima habe ihre Haltung zur Kernenergie grundlegend geändert, räumte Merkel ein.

Merkel - Kein Blackout wegen der Energiewende

Bundestagsdebatte zur EnergiewendeMerkel - Kein Blackout wegen der Energiewende

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Bundestag für ihren Kurs des beschleunigten Ausstiegs aus der Kernenergie geworben. In einer Regierungserklärung sagte sie am Donnerstag zu, dass es trotz des geplanten Atomausstiegs nicht zu einem Blackout bei der Stromversorgung kommen werde. Sie stehe persönlich dafür ein.

Wohin mit dem Atommüll?
Wohin mit dem Atommüll?

Neues Kapitel bei der Endlager-SucheWohin mit dem Atommüll?

Im Zusammenhang mit der Energiewende könnte ein neues Kapitel bei der jahrzehntelangen Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle aufgeschlagen werden. Bislang wird nur der Salzstock im niedersächsischen Gorleben geprüft.

"2022 ist uns Grünen zu spät"
"2022 ist uns Grünen zu spät"

Interview mit Jürgen Trittin zum Atomausstieg"2022 ist uns Grünen zu spät"

Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Jürgen Trittin, hält eine Zustimmung der Grünen zum schwarz-gelben Atomausstieg für unwahrscheinlich. Das erklärte er im Interview mit unserer Redaktion.

Die Details bleiben vage
Die Details bleiben vage

Atomausstieg bis 2022Die Details bleiben vage

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin hat den Atomausstieg eingeleitet. Spätestens Ende 2022 soll der letzte Meiler vom Netz gehen. Allerdings sind bislang nicht alle Einzelheiten des Plans erkennbar. Wie hoch am Ende die Rechnung ausfallen wird, bleibt somit unklar. Ein Überblick.

Bayern will neue Suche nach Atom-Endlager
Bayern will neue Suche nach Atom-Endlager

Atomwende in DeutschlandBayern will neue Suche nach Atom-Endlager

Die Ankündigung des schwarz-gelben Atomausstiegs ist erst wenige Stunden alt, da hagelt es von SPD, Grünen und Atomgegnern scharfe Kritik an den Plänen, im Jahr 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen. Neue Töne kommen indes aus Bayern.

Zehntausende ziehen auf die Straßen
Zehntausende ziehen auf die Straßen

Protest gegen AtomenergieZehntausende ziehen auf die Straßen

Einen Tag vor den Beratungen der Koalitionsspitzen über die Energiewende haben rund 160.000 Atomkraftgegner am Samstag in mehr als 20 Städten nach Angaben der Umweltorganisation BUND für die Stilllegung aller deutschen Atommeiler demonstriert.

Rösler fordert Atomkraftwerke im "Stand-by-Modus"
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Neuer Vorschlag zur EnergiewendeRösler fordert Atomkraftwerke im "Stand-by-Modus"

Um Versorgungslücken bei der Stilllegung von AKWs in Deutschland zu vermeiden, schlägt Wirtschaftsminister Rösler vor, dass ein bis zwei Atomkraftwerke "für eine gewisse Zeit im kalten Stand-by-Modus bleiben und nicht sofort zurückgebaut werden".

Ethikkommission offenbar für Atomausstieg bis 2021
Ethikkommission offenbar für Atomausstieg bis 2021

Abschließende Sitzung am SamstagEthikkommission offenbar für Atomausstieg bis 2021

Die von Kanzlerin Merkel beauftragte Ethikkommission will einem Bericht zufolge bei ihrer Empfehlung für einen Atomausstieg bis spätestens 2021 bleiben. Die Kommission sei "der festen Überzeugung, dass der Ausstieg innerhalb eines Jahrzehntes abgeschlossen werden kann".

FDP will Atomausstiegs-Datum mit Bedingungen
FDP will Atomausstiegs-Datum mit Bedingungen

Energiewende ohne AtomsteuerFDP will Atomausstiegs-Datum mit Bedingungen

Die schwarz-gelbe Koalition will beim Spitzentreffen Details zum Atomausstieg festlegen. Die Energiekonzerne sollen von der Brennelementesteuer befreit werden. Die FDP will das Ausstiegsdatum an Bedingungen knüpfen und ein Endlager neben Gorleben suchen.

Energiewende ohne Atomsteuer

BerlinEnergiewende ohne Atomsteuer

Die schwarz-gelbe Koalition will beim Spitzentreffen am Sonntag Details zum Atomausstieg festlegen. Die Energiekonzerne sollen von der Zahlung der Brennelementesteuer befreit werden. Die FDP will das Ausstiegsdatum an Bedingungen knüpfen und ein Endlager neben Gorleben suchen.

Atomgegner wollen ein Jahr lang Gorleben blockieren
Atomgegner wollen ein Jahr lang Gorleben blockieren

Aktion "Gorleben 365"Atomgegner wollen ein Jahr lang Gorleben blockieren

Umweltschützer wollen ein ganzes Jahr lang die Arbeiten am Endlagerbergwerk in Gorleben blockieren. Die Aktion "Gorleben 365" werde am 14. August beginnen, teilte die Anti-Atom-Initiative "X-tausendmal quer" am Freitag mit.

"Atomausstieg bis 2021 realistisch"
"Atomausstieg bis 2021 realistisch"

Interview mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe"Atomausstieg bis 2021 realistisch"

Die Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie beherrscht seit Wochen die politische Landschaft in Deutschland. Im Interview mit unserer Redaktion sprach CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe über seine Einschätzung zur Energiewende.

SPD will Ausstieg ohne Rückfahrkarte
SPD will Ausstieg ohne Rückfahrkarte

Streit um Zukunft der AtomkraftSPD will Ausstieg ohne Rückfahrkarte

Die SPD hat sich gegen Überlegungen in der CDU/CSU gewandt, Beschlüsse zum Atomausstieg unter den Vorbehalt einer späteren Überprüfung zu stellen. "Eine solche Revisionsklausel darf es nicht geben", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Mittwoch in Berlin.

Atomausstieg ja, aber wann und wie?

Streit um Zeitplan für EnergiewendeAtomausstieg ja, aber wann und wie?

In wenigen Wochen läuft das Moratorium für die sieben abgeschalteten Atomkraftwerke in Deutschland aus - und noch immer ist unklar, wie es weitergehen soll. Eine Gesprächsrunde im Kanzleramt ging am Montag ohne Ergebnis zu Ende.

"Wir bleiben Autoland"
"Wir bleiben Autoland"

Designierter Minister Nils Schmidt"Wir bleiben Autoland"

Der designierte Superminister für Wirtschaft und Finanzen, Nils Schmid, will das Atomzeitalter schon 2019 beenden und fordert ein Gesetz zur Endlagersuche. Normalverdiener will er steuerlich entlasten.

"Wir bleiben Autoland"

"Wir bleiben Autoland"

Der designierte Superminister für Wirtschaft und Finanzen, Nils Schmid, will das Atomzeitalter schon 2019 beenden und fordert ein Gesetz zur Endlagersuche. Normalverdiener will er steuerlich entlasten.

CSU blockt Endlagersuche in Bayern ab
CSU blockt Endlagersuche in Bayern ab

Dobrindt: Standort nicht geeignetCSU blockt Endlagersuche in Bayern ab

Bayern ist nach Einschätzung der CSU für ein atomares Endlager nicht geeignet. "Es wird keine Endlagersuche in Bayern geben", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt in einem Interview.

Ziellose Gewalt — wer die Mai-Randalierer sind
Ziellose Gewalt — wer die Mai-Randalierer sind

Polizei bereitet sich auf Krawallnacht vorZiellose Gewalt — wer die Mai-Randalierer sind

6000 Polizisten werden am 1. Mai wieder im Einsatz sein, um die Demonstrationen in der Hauptstadt zu sichern. Auch in diesem Jahr wird wieder mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet.

Dobrindt dringt auf Pkw-Maut
Dobrindt dringt auf Pkw-Maut

CSU-GeneralsekretärDobrindt dringt auf Pkw-Maut

Die CSU verstärkt den Druck auf die schwarz-gelbe Regierungskoalition, eine Pkw-Maut einzuführen. "Es kann kein Denkverbot über die Pkw-Maut geben, nur weil sie im Koalitionsvertrag nicht erwähnt ist", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt in einem Interview.

Ziellose Gewalt — wer die Mai-Randalierer sind

BerlinZiellose Gewalt — wer die Mai-Randalierer sind

6000 Polizisten werden am 1. Mai wieder im Einsatz sein, um die Demonstrationen in der Hauptstadt zu sichern. Auch in diesem Jahr wird wieder mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet. Für den Protestforscher Peter Grottian, der die Demonstrationen im Berliner Stadtteil Kreuzberg über Jahrzehnte beobachtet hat, ist klar: Mit den Protestlern gegen Stuttgart 21 oder das Atommüllendlager in Gorleben haben die Randalierer in Berlin nichts gemeinsam. "Es geht vielmehr darum, einmal im Jahr auf vielfältige Art und Weise die Sau rauszulassen", sagt Grottian.

Strick-Guerilla: Anti-Atom-Protest im Volksgarten
Strick-Guerilla: Anti-Atom-Protest im Volksgarten

Uhrenmasten umstricktStrick-Guerilla: Anti-Atom-Protest im Volksgarten

In aller Frühe haben Atomkraftgegner am Sonntag im Uhrenpark am Volksgarten ihre Meinung kundgetan — mit kuschelweichen Transparenten. Die haben zwei junge Frauen vorher selbst gestrickt. Die Jäckchen für die 24 Uhren sind ihre bislang größte Maschen-Demonstration.

Niedersachsen lobt Kretschmann

Atommüll-VorstoßNiedersachsen lobt Kretschmann

Die niedersächsische Landesregierung hat die Bereitschaft des designierten baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gewürdigt, auch in Süddeutschland ein mögliches Endlager für Atommüll zu erkunden.

Mahnwachen gegen Atomkraft angekündigt

Anti-Kernkraft-InitiativeMahnwachen gegen Atomkraft angekündigt

Gorleben (RPO). Anti-Atom-Initiativen haben für Montagabend erneut zu Mahnwachen gegen die weitere Nutzung der Kernkraft aufgerufen. In mehr als 280 Orten seien Kundgebungen geplant, teilte die Organisation "ausgestrahlt" mit. Zu den Veranstaltungen würden wie in den vergangenen Wochen Zehntausende Teilnehmer erwartet. Die atomkritische Bevölkerungsmehrheit könne sich nicht sicher sein, ob ihre Forderung nach einem wirklichen Atomausstieg von der Regierung auch umfassend umgesetzt werde, sagte "ausgestrahlt"-Sprecher Jochen Stay. Deshalb sei es weiter nötig, in den nächsten Wochen auf die Straße zu gehen.

Umweltschützer fordern Neuanfang bei Atommüll
Umweltschützer fordern Neuanfang bei Atommüll

Nach Austritt strahlender Lauge in der AsseUmweltschützer fordern Neuanfang bei Atommüll

Nach dem weiteren Austritt strahlender Lauge im Atommülllager Asse haben Umweltschützer einen Neuanfang bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle gefordert.

Erhöhte Radioaktivität im Atommüll-Lager Asse

BerlinErhöhte Radioaktivität im Atommüll-Lager Asse

Unmittelbar vor dem heutigen "Atom-Gipfel" im Kanzleramt haben alarmierende Messwerte aus dem einsturzgefährdeten Atommüll-Lager Asse die Dringlichkeit der Endlager-Frage unterstrichen. In dem ehemaligen Salzstock Asse bei Wolfenbüttel hat das Bundesamt für Strahlenschutz in einem Bohrloch vor der Kammer 12 eine plötzlich erhöhte Aktivität von 240 000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter festgestellt. Dieser Wert überschreite die zulässige Grenze um das 24-Fache, teilte die Behörde mit. In Asse wurde bis 1978 schwach bis mittelradioaktiver Atommüll eingelagert.

SPD will neues Atom-Endlager

BerlinSPD will neues Atom-Endlager

Heute treffen in Berlin die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Merkel (CDU) zusammen. Die Regierungschefin will die Energiewende auch mit SPD-geführten Ländern beraten. Ergebnisse werden indes nicht erwartet. Die SPD verlangt ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg.

Biblis A komplett vom Netz
Biblis A komplett vom Netz

AtomkraftwerkBiblis A komplett vom Netz

Das älteste deutsche Atomkraftwerk Biblis A ist am späten Freitagabend komplett vom Netz genommen worden. Dies teilte der Betreiber RWE am Samstag in Essen mit. Das hessische Umweltministerium hatte am Freitag die vorübergehende Stilllegung der Atomkraftwerke Biblis A und B angeordnet.

Atomkraftgegner kündigen Massenproteste an
Atomkraftgegner kündigen Massenproteste an

Wechsel in der Energiepolitik gefordertAtomkraftgegner kündigen Massenproteste an

Mit Massenprotesten in den nächsten Tagen und Wochen wollen Umweltschützer einen Wechsel in der deutschen Energiepolitik erzwingen. "Es reicht nicht aus, die Laufzeitverlängerungen bis nach den Landtagswahlen auszusetzen", heißt es.

Die unsichere Zukunft der deutschen Atomanlagen

DüsseldorfDie unsichere Zukunft der deutschen Atomanlagen

Seit fast vier Jahrzehnten streitet die deutsche Öffentlichkeit über die Kernkraft. Ihren Höhepunkt erreichte die Kritik Mitte der 70er Jahre mit den Großdemonstrationen gegen die Anlagen in Brokdorf. In den 80er Jahren gab es massive Proteste gegen das mögliche Endlager im niedersächsischen Gorleben. Im Jahr 2000 einigte sich schließlich die rot-grüne Bundesregierung mit den Energieversorgern auf einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2021. In Folge dieses Konsenses wurden die beiden Anlagen in Stade (Niedersachsen) und Obrigheim (Baden-Württemberg) abgeschaltet. Die übrigen Atomkraftwerke liefen unbehelligt von möglichen Bürgerprotesten störungsfrei.

Atomkraftgegner gegen Gespräch mit Polizei

Nach dem Castor-TransportAtomkraftgegner gegen Gespräch mit Polizei

Gorleben (RPO). Die Atomkraftgegner aus dem Wendland haben eine Einladung der Polizei zu einem "Nachbereitungsgespräch" über die Ereignisse beim jüngsten Castor-Transport nach Gorleben ausgeschlagen. Alle Protestgruppen hätten nach ausführlicher Beratung entschieden, dass eine gemeinsame Auswertung des Polizeieinsatzes nicht sinnvoll sei, sagte am Freitag die Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek. Die abschlägige Antwort sei dem Sozialwissenschaftlichen Dienst der Polizeidirektion Hannover Polizei in einem Offenen Brief mitgeteilt worden.

Greenpeace-Blitzaktion blockiert Castor-Gleise
Greenpeace-Blitzaktion blockiert Castor-Gleise

Atommülltransport durch KarlsruheGreenpeace-Blitzaktion blockiert Castor-Gleise

Die Karlsruher Polizei zeigte sich sichtlich beeindruckt. "Es war eine blitzartige Aktion von Profis", sagte ihr Sprecher Jürgen Schöfer am Dienstag.

Röttgens Gorleben-Dialog stößt auf Ablehnung

Röttgens Gorleben-Dialog stößt auf Ablehnung

Hitzacker (dapd). Der von Bundesumweltminister Norbert Röttgen angebotene Gorleben-Dialog ist im Kreistag von Lüchow-Dannenberg überwiegend auf Ablehnung gestoßen. Der CDU-Politiker schlug gestern in einer öffentlichen Kreistagssitzung in Hitzacker die Einrichtung neuer paritätisch besetzter Gremien vor, um die Region bei der Untersuchung des Salzstocks Gorleben auf die Eignung zum Endlager hin zu beteiligen. Der Kreistag sprach sich mehrheitlich gegen den Dialog aus. Atomkraftgegner protestierten gegen Röttgens Auftritt.

Röttgen: Castor-Transport nur nach Gorleben

Röttgen: Castor-Transport nur nach Gorleben

Hannnover (dapd). Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sieht keine Alternative zu dem für den Herbst geplanten Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben. Es gebe eine völkerrechtliche Verpflichtung Deutschlands zur Rücknahme des nach Frankreich gelieferten atomaren Materials. Eine Umleitung in ein anderes Zwischenlager sei nicht möglich. Niedersachsen hatte den Bund gebeten, eine Alternative zu dem Transport zu prüfen.

Röttgen will mehr Bürger-Mitbestimmung
Röttgen will mehr Bürger-Mitbestimmung

Atom-Endlager-SucheRöttgen will mehr Bürger-Mitbestimmung

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat neue und weitergehende Mitbestimmungsrechte der Bürger im Prüfverfahren für ein atomares Endlager in Gorleben zugesagt. So sollten die Anwohner über die Berufung von Experten und die Fragestellungen der Untersuchungen mitentscheiden dürfen.

Elbe-Hochwasser knackt Rekordmarke
Elbe-Hochwasser knackt Rekordmarke

Häuser in Lauenburger Altstadt überflutetElbe-Hochwasser knackt Rekordmarke

Das Elbhochwasser hat in Norddeutschland Rekordwerte erreicht. Im niedersächsischen Hitzacker im Landkreis Lüchow-Dannenberg stand der Pegel am Samstagvormittag bei 7,66 Meter und damit drei Zentimeter über dem Rekordhochwasser von 2006.

Grüne fordern Klarheit
Grüne fordern Klarheit

Gasvorkommen in GorlebenGrüne fordern Klarheit

Die Grünen in Niedersachsen fordern Aufklärung über die Öl- und Gasvorkommen im Raum Gorleben. Die Landesregierung müsse alle Ergebnisse über frühere Bohrungen und Untersuchungen im Wendland und in den angrenzenden Regionen veröffentlichen, sagte am Donnerstag der Chef der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel.

Steinmeier stimmt auf ein erfolgreiches Jahr ein
Steinmeier stimmt auf ein erfolgreiches Jahr ein

SPD-Fraktionschef setzt ZieleSteinmeier stimmt auf ein erfolgreiches Jahr ein

Frank-Walter Steinmeier setzt seiner Partei hohe Ziele für 2011. Der SPD-Fraktionschef sieht für seine Partei gute Chancen, die Union im kommenden Jahr in der Wählergunst zu überholen. Sein Ziel: "Wir wollen Wahlen gewinnen."

"NRW-CDU startklar für Wahlkampf"
"NRW-CDU startklar für Wahlkampf"

Norbert Röttgen im Interview"NRW-CDU startklar für Wahlkampf"

Im Interview mit unserer Redaktion berichtet Norbert Röttgen, Bundesumweltminister und Vorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen, über die Querelen beim Koalitionspartner FDP, den Umgang mit infrastrukturellen Großprojekten und die Frage, ob er ein Freund von Neuwahlen in NRW ist.

Gorleben: Gas im Salzstock entdeckt
Gorleben: Gas im Salzstock entdeckt

Atommüll-EndlagerGorleben: Gas im Salzstock entdeckt

Gorleben (RPO). Wegen der Gasvorkommen im Salzstock Gorleben hält das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach einem Medienbericht ein Aus für den Endlagerstandort für möglich.

Castor-Transport verursacht Großeinsatz

Polizei in Mecklenburg-VorpommernCastor-Transport verursacht Großeinsatz

Tausende Polizisten, Hunderte Demonstranten, Millionenkosten und rund 50 Stunden Dauer: Der Atommülltransport von Cadarache (Frankreich) zum Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin hat den viertgrößten Polizeieinsatz in Mecklenburg-Vorpommerns Landesgeschichte verursacht.

Castor-Transport erreicht Lubmin
Castor-Transport erreicht Lubmin

Proteste in Mecklenburg-VorpommernCastor-Transport erreicht Lubmin

Der Castor-Zug mit rund 2.500 hochradioaktiven Brennstäben hat am Donnerstagabend sein Ziel erreicht. Gegen 21.50 Uhr kam der im französischen Cadarache gestartete Atommülltransport am stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern an.

"Eine Option für die Zukunft"
"Eine Option für die Zukunft"

Kleve"Eine Option für die Zukunft"

Klever Stadtrat stimmt mit überwältigender Mehrheit bei zwei Gegenstimmen der Offenen Klever Fraktion dem Haushaltsplanentwurf zu. Konrad-Adenauer-Schulzentrum wird extern auf Sanierungsfähigkeit begutachtet.

Energien der Zukunft

UmweltEnergien der Zukunft

Gorleben macht vielen Leuten Angst. Die Meinungen gehen weit auseinander. Anfangs war sich die damalige Landesregierung sicher, dass Gorleben als Endlager für Atommüll geeignet sei. Die Bevölkerung war da anderer Ansicht.

Wohin mit dem Atommüll?

Saubere Technologien für die ZukunftWohin mit dem Atommüll?

Wie jeder weiß, ist Gorleben ein Endlager. Allerdings ist Gorleben ist nur eine Zwischenlösung der Politik. In Sibirien soll jetzt eventuell ein neues Endlager entstehen, damit die Bevölkerung in Deutschland Ruhe gibt und nicht mehr gegen Gorleben demonstriert.

Atommüll im Salzstock

Atommüll im Salzstock

Im niedersächsischen Gorleben geht es um zwei unterschiedliche Lager: zum einen das bereits genutzte oberirdische Zwischenlager, in dem hoch radioaktiver Müll über Jahrzehnte hinweg provisorisch abgestellt wird, weil er abkühlen muss. Zum anderen um ein mögliches unterirdisches Atommüll-Endlager. Über dieses Endlager wird seit den 70er Jahren gestritten.

Atomkraftgegner kritisieren Besuch als Show
Atomkraftgegner kritisieren Besuch als Show

Bundesumweltminister in GorlebenAtomkraftgegner kritisieren Besuch als Show

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat den Anwohnern in Gorleben ein Höchstmaß an Offenheit bei der Erkundung des Salzstocks als Atomendlager zugesagt. "Ich bringe ein Angebot für Transparenz und Information mit", sagte er bei einem Besuch.

Tumulte im NRW-Landtag
Tumulte im NRW-Landtag

Streit um AbstimmungsergebnisTumulte im NRW-Landtag

Im Düsseldorfer Landtag ist es am Donnerstag zu einem Eklat gekommen. Wegen eines umstrittenen Abstimmungsergebnisses wurde die Landtagssitzung zwischenzeitlich unterbrochen.

CSU: Demonstranten an Einsatzkosten beteiligen
CSU: Demonstranten an Einsatzkosten beteiligen

Randalierer sollen zahlenCSU: Demonstranten an Einsatzkosten beteiligen

Angesichts der Proteste gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" und den Castor-Transport nach Gorleben hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt gefordert, Demonstranten an den Kosten für den Einsatz von Sicherheitskräften zu beteiligen.

Teurer Castor-Transport

UmweltTeurer Castor-Transport

Der zwölfte Castor-Transport nach Gorleben hat den voraussichtlich zweitteuersten Polizeieinsatz der Nachkriegszeit verursacht. Die Kosten für das Land Niedersachsen betragen mindestens 50 Millionen Euro. Es wurden 20 000 Polizeikräfte eingesetzt, um Oberhand über die Demonstrationen, Blockaden und Gewalteskalationen zu behalten.