UmweltDer Strom der Zukunft
Heute schon an morgen denken, ohne Strom geht es nicht. Man benötigt Strom für Licht, Geräte wie Kaffeemaschinen, Computer und in der Industrie. Bisher ist der meiste Strom Atom- bzw. Kohlestrom.
Heute schon an morgen denken, ohne Strom geht es nicht. Man benötigt Strom für Licht, Geräte wie Kaffeemaschinen, Computer und in der Industrie. Bisher ist der meiste Strom Atom- bzw. Kohlestrom.
Die Hauptstadt erwartet am Mittwoch den Tag der Abrechnung. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss im Bundestag am zweiten Tag der Haushaltsdebatte die große Linie ihrer Politik verteidigen. Die Opposition wetzt bereits die Klingen.
Vom 6. November 2010 bis zum 9. November 2010 sollte ein Zug mit elf Spezialbehältern, die mit radioaktiven Müll gefüllt waren, von La Hague (Frankreich) nach Gorleben (Deutschland) verfrachtet werden. Die 1.500 Kilometer lange Fahrt erwies sich schwerer als gedacht. Der Zug kam erst nach vier Tagen an.
Die Polizisten in Deutschland sehen sich in einer "unerträglichen" Überlastung angesichts der Castor-Transporte, Stuttgart-21-Demonstrationen und Terrorwarnungen. Bei ihrem heute beginnenden Bundeskongress will die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beschließen, dass Atommülltransporte so lange nicht mehr nach Gorleben sollen, wie dieser Standort nur ein Zwischenlager ist.
Die Polizisten in Deutschland sehen sich in einer "unerträglichen" Überlastung angesichts Castor-Transporten, Stuttgart-21-Demonstrationen und Terrorwarnungen.
Zwei Wochen nach den Massenprotesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben ist im Landkreis Lüchow-Dannenberg die Leiche eines Mannes aus einem Bach geborgen worden.
Die Grünen wollten auf ihrem Parteitag in Freiburg Harmonie demonstrieren. Das gelang nicht ganz: Die Parteivorsitzende Claudia Roth erhielt einen Dämpfer. Programmatisch blieben sich die politischen Höhenflieger selbst treu.
Grünen-Chefin Claudia Roth hat die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Roth sagte am Freitag mit Blick auf die geplante Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken, Schwarz-Gelb habe mit ihrem "Atomputsch" einen gesellschaftlichen Großkonflikt losgetreten.
Der Ort könnte nicht passender gewählt sein. Ausgerechnet in Baden-Württemberg kommen die Grünen zu ihrem Parteitag zusammen. Denn die Proteste gegen Stuttgart 21 sind ein Grund für ihren Höhenflug. Doch davon wollen sie sich nicht beeinflussen lassen.
Am 5. November 2010 startete der Castortransport aus La Hague, einer Region in Frankreich, in Richtung Gorleben, dem Zwischenziel des radioaktivem Mülls. Doch hier gab es auch schon die ersten Proteste der Atomkraftgegner.
Es werden immer weniger und weniger, dennoch haben die Castor-Gegner im Wendland die ganze Nacht hindurch die Weiterfahrt des Atommüll-Transports verhindert. Der Polizei gelang es erst gegen sieben Uhr, die Strecke freizumachen. Dabei hatte sie nach Mitternacht mit der Räumung begonnen.
Osnabrück (dapd). Polizeigewerkschafter kritisieren die Organisation des Einsatzes beim jüngsten Atommülltransport nach Gorleben. "Die beteiligten Beamten sind stinksauer über die unzumutbaren Umstände des Castor-Einsatzes", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Rainer Wendt, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Uns erreichen immer mehr Proteste, gerade von Polizistinnen", sagte er. Es habe zu wenig Toiletten sowie Essen und Getränke gegeben.
Lüneburg (dapd). Die niedersächsische Polizei hat beim Schutz des Castor-Transports nach Gorleben eine Mini-Drohne für Aufklärungsflüge eingesetzt. Der mit Kameras bestückte Drehflügler sei während des Transports viermal verwendet worden, erklärte die Polizeidirektion Lüneburg und bestätigte Angaben der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg.
Die niedersächsische Polizei hat beim Schutz des Castor-Transports nach Gorleben eine Mini-Drohne für Aufklärungsflüge eingesetzt. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg nennt dies "rechtlich äußerst problematisch". Persönlichkeitsrecht seien in Gefahr.
Lindberg lebt im Jahr 2060, ist 75 Jahre alt und berühmt und entschließt sich, seine Memoiren zu schreiben. Jeden Freitag veröffentlicht er hier ein weiteres Kapitel. Diesmal fährt er nach Niedersachsen, um sich hormonell verändert auf die Schienen zu setzen.
Nach den massiven Protesten gegen den Atommülltransport ins niedersächsische Gorleben wird das Zwischenlager zunehmend in Frage gestellt. Niedersachsens Ministerpräsident McAllister und Hessens Ministerpräsident Bouffier unterstützten die Idee, eine Endlager-Alternative zu suchen.
Köln (sid). Wegen eines Großeinsatzes der Polizei bei einem weiteren Castor-Transport ist das für den 12. Dezember (Sonntag) angesetzte Drittliga-Spiel zwischen dem früheren Fußball-Bundesligisten Hansa Rostock und RW Erfurt auf den 22. Januar (13.30 Uhr) verlegt worden. Die Terminänderung gaben beide Klubs am Freitag mit Hinweis auf den Mangel an Einsatzkräften in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund des Atommüll-Transportes bekannt. Erst zu Wochenbeginn hatte die Deutsche Polizei-Gewerkschaft die Absage des anstehenden Bundesliga-Spieltages verlangt. Die Gewerkschaft begründete ihre Forderung mit dem Erholungsbedürfnis vieler Beamter nach der Absicherung des jüngsten Castor-Transportes ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben.
Hessens Ministerpräsident Bouffier hat sich als erster Regierungschef eines südlichen Bundeslandes offen für eine neue Suche nach einem Atommüllendlager gezeigt, falls sich das geplante Endlager im niedersächsischen Gorleben als untauglich erweist.
Der Coach des abstiegsbedrohten Fußball-A-Ligisten TuS Xanten kehrt in Schaephuysen auf den Platz zurück. Die Veener Borussia empfängt Aufsteiger Lüttingen. Die DJK Labbeck/Ued. ist in Pfalzdorf gefordert.
Die Diskussion um Atommüll-Endlager geht weiter: Baden-Württemberg wäre unter Umständen bereit, künftig auch Castoren zu übernehmen. Bayern dagegen lehnt den Vorschlag strikt ab, Gorleben durch Lagerung der Atombehälter an süddeutschen AKW-Standorten zu entlasten.
Berlin (RP). Der von massiven Protesten begleitete Castor-Transport nach Gorleben hat den Streit um Atompolitik und Atommüll angefacht. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) sprach sich dafür aus, eine Lagerung auch in Süddeutschland zu prüfen. Er halte es für sinnvoll, alternative Zwischenlager für hochradioaktive Atomabfälle anstelle von Gorleben zu prüfen, sagte Sander der "Frankfurter Rundschau". Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) reagierte prompt ablehnend. Auch das baden-württembergische Umweltministerium räumte dem Vorschlag "wenig Chancen" ein. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag warfen sich Koalition und Opposition gegenseitig eine falsche Atompolitik vor.
Der 12. Castor-Transport nach Gorleben hat am Mittwoch zu einem politischen Schlagabtausch im Bundestag geführt. Währen die Opposition den zumeist gewaltfreien Widerstand tausender Menschen im Wendland hervorhob, warf Schwarz-Gelb der Opposition vor, zu Straftaten aufgerufen und sich daran auch beteiligt zu haben.
Der Salzstock Gorleben ist bislang die erste Wahl als Endlager für radioaktive Abfälle. Allerdings muss diese Möglichkeit noch untersucht werden. Generell aber eignen sich Salzstöcke für diese Aufgabe.
Sie wollten ein Zeichen setzen gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Und so beteiligten sich die Grünen aktiv an den Protesten gegen den Castor-Transport. Doch das scheint nun einige potenzielle Neuwähler verschreckt zu haben.
Die Grünen im Düsseldorfer Landtag rechnen mit Massenprotesten von Atomkraftgegnern — aber diesmal nicht in Gorleben, sondern am Zwischenlager im münsterländischen Ahaus. Die Bundesregierung plant, 951 dort eingelagerte Brennelemente aus dem einstigen DDR-Forschungsreaktor im sächsischen Rossendorf ins russische Lager Majak zu transportieren. Der Staatsvertrag zwischen Deutschland und Russland ist jedoch noch nicht unterschrieben.
Der Salzstock Gorleben ist bislang die erste Wahl als Endlager für radioaktive Abfälle. Allerdings muss diese Möglichkeit noch untersucht werden. Generell aber eignen sich Salzstöcke für diese Aufgabe.
Nikolaus Schneider repräsentiert künftig die Protestanten in Deutschland. Am Dienstag wählten ihn die Synode und die Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum neuen EKD-Ratsvorsitzenden. Nach der Wahl sprach er mit unserer Redaktion.
Es ist geschafft: Nach vier Tagen ist der Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll im Zwischenlager Gorleben angekommen. Ein Ende der Proteste ist aber noch lange nicht in Sicht. Denn die nächsten Transporte stehen schon an.
Das rot-grüne Landeskabinett von NRW hat eine Normenkontrollklage gegen die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke beschlossen. NRW und weitere Bundesländer wollen gegen die Umgehung des Bundesrates beim Bundesverfassungsgericht Klage einreichen.
Alle elf Castoren sind im Zwischenlager Gorleben eingetroffen. Damit ist der diesjährige Protest der längste in der Geschichte des Anti-Atom-Bewegung. Wir haben den Tag über die Geschehnisse vor Ort begleitet und von den aktuellen Entwicklungen berichtet.
Es war eine der größten Protestaktionen gegen den Castortransport und eine der modernsten. Nie zuvor wurden moderne Kommunikationsmittel so sehr genutzt wie diesmal. Dank Twitter und Facebook konnte der Protest so gut wie selten informieren.
Der Castortransport bricht nicht nur alle Rekorde, sondern führt auch zu Unmut aus ungewöhnlicher Ecke. Erst kritisiert Niedersachsens Ministerpräsident die Regierung. Dann begehrt die Polizei auf. Die Beamten fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.
Der diesjährige Castor-Atommülltransport nach Gorleben bricht alle Rekorde. Um acht Uhr am Dienstagmorgen dauert der Transport bereits dreieinhalb Tage oder 90 Stunden. Damit ist der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2008 bereits deutlich übertroffen.
Blockadeaktionen von Atomkraftgegnern haben in der Nacht zum Dienstag weiterhin die Fahrt des Castor-Konvois von Dannenberg ins Zwischenlager Gorleben verhindert. Vor dem Verladebahnhof in Dannenberg behinderten Aktivisten die Abfahrt der Tieflader.
"Heuchlerisch" nennt der CDU-Generalsekretär die lautstarke Beteiligung der Grünen an Demonstrationen und Blockaden gegen den Atommülltransport — dieser beruhe auf vertraglichen Verpflichtungen, die die Grünen in ihrer Regierungszeit selbst eingegangen seien.
DDemonstranten und Polizisten im Wendland richten sich auf eine lange Nacht ein. Rund 2400 Aktivisten blockieren die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager Gorleben. Greenpeace hat den weg mit einem Lastwagen blockiert - der offenbar mit Betonklötzen fixiert wurde.
Der Castor-Transport mit Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague auf dem Weg ins niedersächsiche Gorleben ist in der Nacht wieder zum Stehen gekommen. Die Atomkraftgegner hatten den Zug bei Harlingen durch Schienenblockaden gestoppt. Um 09.26 Uhr erreichte der Zug Dannenberg. Wir berichten laufend aktuell.
„Heuchlerisch“ nennt der CDU-Generalsekretär die lautstarke Beteiligung der Grünen an Demonstrationen und Blockaden gegen den Atommülltransport — dieser beruhe auf vertraglichen Verpflichtungen, die die Grünen in ihrer Regierungszeit selbst eingegangen seien.
Harlingen (RPO). Die rund 16.000 Einsatzkräfte der Polizei stoßen bei ihren Castor-Einsätzen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ein Teil der Beamten musste zwei Nachtschichten hintereinander schieben. Die Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik. Schon wieder werde ein gesellschaftlicher Konflikt auf ihrem Rücken ausgetragen. Regierungssprecher Seibert beschwichtigt.
Düsseldorf (RPO). Seit dem Wochenende laufen die Proteste gegen den Castortransport wieder. Seit Jahren protestieren die Anwohner dagegen, dass der Atommüll im niedersächsischen Gorleben zwischengelagert wird. Warum? Wir klären die wichtigsten Begriffe und Fragen.
Stundenlang stand der Castor-Transport bei Dahlenburg. Durch Gleisblockaden haben Castor-Gegner im Wendland die ganze Nacht hindurch die Weiterfahrt des Transports mit hochradioaktivem Atommüll verhindert. „Wir bleiben hier“, hallte es durch den Wald rund um die Bahnstrecke. Trotz einer kurz nach Mitternacht begonnenen Räumung der Bahngleise gelang es der Polizei bis zum Morgen nicht, die Strecke freizumachen.
Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke gegen Demonstranten, im Gegenzug Feuerwerkskörper und Äste auf Polizisten: Am Bahnhof Leitstade im Kreis Lüchow-Dannenberg eskalierten die Proteste gegen den Castor-Transport. Erste Vorbereitungstreffen der Demonstranten gab es bereits im Januar.
Die Sitzblockade auf der Straße zum Zwischenlager Gorleben präsentiert sich als ein buntes Durcheinander: Zwischen rötlichen Strohsäcken, Wärmedecken in Gelb und Isomatten lagern an die 1500 Erwachsene. Es überwiegt die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen.
Deutschland schaut ins Wendland: Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll hat Niedersachsen erreicht und befindet sich auf dem Weg zum Zwischenlager Gorleben. Auch am Sonntag wurde der Zug durch Proteste aufgehalten. Dabei gab es auch Verletzte.
Zurzeit demonstrieren Tausende von Leuten gegen den Atommülltransport. Und jetzt noch kommt noch die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke hinzu... Wie gefährlich ist das alles wirklich?
Demonstranten haben bei den Protesten gegen den Castor-Transport im Wendland versucht, einen Räumpanzer der Polizei anzuzünden. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, hat in diesem Zusammenhang von einer "neuen Stufe der Gewalt" gesprochen.
Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommülll hat am Sonntag nach Angaben der Polizei um 07.15 Uhr die Landesgrenze von Hessen nach Niedersachsen überquert und um kurz vor 9 Uhr Hannover erreicht. Auf seiner Fahrt von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben zum dortigen Atommülllager musste er mehrmals wegen Blockaden anhalten.
Der Castor-Transport hat Deutschland erreicht. Zehntausende Demonstranten zeigen sich entschlossen, Widerstand zu leisten. Kanzlerin Angela Merkel warnte vor Auswüchsen bei den Protesten. Das Unterhöhlen von Gleisen sei ein Straftatbestand. Am Rande der Proteste ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen ein Gruppe von Demonstranten vor.
Der Castor-Transport mit Atommüll hat Deutschland erreicht: Kurz vor 14.00 Uhr überquerte der Sonderzug bei Kehl die französisch-deutsche Grenze. Im Kehler Bahnhof stoppte der Zug zunächst.
Der Castor-Transport hat am Samstagnachmittag Deutschland erreicht. Der Zug mit dem radioaktiven Atommüll überquerte gegen 13.50 Uhr die Rheinbrücke zwischen dem französischen Straßburg und dem deutschen Grenzort Kehl in Baden-Württemberg.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen eine harte Opposition unter der Führung des neuen CDU-Landesvorstands angekündigt. Mit Norbert Röttgen an der CDU-Spitze werde Rot-Grün "unter Druck" gesetzt, sagte Merkel auf einem Landesparteitag der NRW-CDU am Samstag in Bonn.
Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll in der Nacht zum Samstag seine Fahrt in Richtung deutscher Grenze fortgesetzt. Nach einer dreistündigen Blockade durch Atomkraftgegner bei Caen im Norden Frankreichs änderte der Konvoi mit elf Atommüll-Behältern seine Route ab, wie das französische Netzwerk für Atomausstieg "Sortir du Nucléaire" mitteilte.
Vier Tage lang, von morgen bis Mittwoch, tagt die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit dürfte der Dienstag stehen — dann soll der rheinische Präses Nikolaus Schneider (63) zum Nachfolger von Margot Käßmann gewählt werden. Seit Käßmanns Rücktritt im Februar hatte er das Amt kommissarisch inne. Gegenkandidaten oder auch nur ernsthafte Konkurrenten sind bisher nicht auszumachen.
Abgebrannte Brennstäbe aus deutschen Kraftwerken werden großenteils in die Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague gebracht. Verwertbares wir dort zu atomaren Brennstoff recycelt, der nicht verwendbare Rest kehrt vertragsgemäß ins Ursprungsland zurück.
Eigentlich ist es "nur" ein Castor-Transport, der heute Nachmittag startet. Doch diesmal scheint alles anders. Denn der Castor-Transport ist ein Symbol für die Unzufriedenheit der Bürger mit der Politik.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rechnet anlässlich des Castortransports ins Zwischenlager Gorleben am Wochenende mit 30.000 Demonstranten im Wendland. "Die Bürgerbewegung hat durch Stuttgart 21 einen Impuls bekommen."
Vor dem Start des Castor-Transports fordern Polizeigewerkschaft und Steuerzahlerbund eine Beteiligung der Atomkonzerne an den Kosten für den Transport nach Gorleben. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Atomindustrie Milliardengewinne einstreiche, die Kosten für die Sicherheit beim Transport von Atommüll beim Steuerzahler ablade.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hält es für möglich, dass Baden-Württemberg von einem Parteifreund regiert wird. Für das umstrittene Projekt Stuttgart 21 empfiehlt er einen Volksentscheid. Zudem erwartet er schon vor 2013 einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.
Düsseldorf (dapd). Am Protest gegen den Castor-Transport aus Frankreich nach Gorleben wollen sich am Wochenende in Niedersachsen 1000 Grüne aus NRW beteiligen. Die Verlängerung der Atomlaufzeiten durch die Bundesregierung grenze "an Wahnsinn" und verursache Tausende Tonnen mehr Atommüll, erklärten die Chefs der NRW-Grünen, Monika Düker und Sven Lehmann.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hält es für möglich, dass Baden-Württemberg von einem Parteifreund regiert wird. Für das umstrittene Projekt Stuttgart 21 empfiehlt er einen Volksentscheid. Zudem erwartet er schon vor 2013 einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.
Björn Jakob klingt fast entschuldigend. Er wisse noch nicht, ob sein Team wirklich zu einem Spitzenspiel beitragen könne, sagte der Trainer der Oberliga-Basketballer des Leichlinger TV. Als Tabellenführer gastieren die Blütenstädter am Samstag (16 Uhr) beim nur um einen Korb schlechteren Tabellenzweiten SOBA Rhöndorf II. Der Grund für Jakobs Zweifel: Personalsorgen in bis dato nicht gekanntem Ausmaß.
Countdown zum Castor-Transport: Zehntausende Atomkraftgegner rüsten sich für ein heißes Protestwochenende. Der Zug mit hoch radioaktivem Atommüll startet aller Wahrscheinlichkeit am Freitagnachmittag (5. November) in Nordfrankreich.
Die EU-Kommission will den Bau von Endlagern für hochradioaktiven Atommüll vorantreiben. Die Regierungen sollen bis 2015 nationale Pläne zum Aufbau von Lagerstätten für nuklearen Abfall von Atomkraftwerken, Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern vorlegen.
Beim bevorstehenden Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atomabfällen in das Zwischenlager Gorleben rechnen Bürgerinitiativen und Polizei mit einer Rekordbeteiligung an den Protestaktionen.
Hamburg (afp). Eine große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge Verständnis für die Proteste gegen den Castor-Transport von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben. Gefragt, ob sie "Verständnis für Proteste der ansässigen Bevölkerung sowie von Atomkraftgegnern gegen diesen Transport" hätten, antworteten 80 Prozent mit Ja, wie das Institut TNS Emnid für Greenpeace ermittelte. Auch 65 Prozent der Anhänger von CDU/CSU zeigten demnach in der Umfrage Verständnis für die Proteste.
Hamburg (dapd). Kernkraftgegner haben am Wochenende bundesweit protestiert. Mit einem "Castor-Strecken-Aktionstag" demonstrierten sie am Samstag gegen bevorstehende Atommülltransporte. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich mehr als 16 000 Menschen an 120 Orten entlang der möglichen Strecken der Transporte. Gestern verluden rund 400 Atomkraftgegner am Zwischenlager Gorleben zudem eine Castorbehälter-Attrappe mit Dutzenden schwarz-gelben "Atommüllfässern" für den Transport nach Berlin.
Mit einem "Castor-Strecken-Aktionstag" haben Kernkraftgegner am Samstag bundesweit gegen den bevorstehenden Atommülltransport Anfang November ins niedersächsische Gorleben demonstriert. An 107 Orten fanden Protestaktionen statt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verlängerung der Atomlaufzeiten auch vor dem bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben erneut verteidigt. Mit längeren Laufzeiten werde es leichter das Zeitalter der Erneuerbaren Energien zu erreichen, sagte Merkel am Freitagabend auf der Regionalkonferenz der CDU in Bad Fallingbostel.
Die Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben können wegen der Klagen von der Kirche und Atomkraftgegnern vorerst nicht beginnen. Die Klagen hätten aufschiebende Wirkung, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums am Freitag in Hannover.
Die Polizei rechnet für den bevorstehenden Castor-Transport Anfang November eher mit friedlichem Protest als mit eskalierender Gewalt. "Dass wir hier Gewalt ohne Ende erwarten, ist übertrieben. Gewalttäter machen nicht den großen Protest aus", sagte ein Sprecher.
Düsseldorf (gmv). Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt unter anderem gegen drei Landtagsabgeordnete der NRW-Linken wegen eines Protestaufrufs gegen den Castor-Transport nach Gorleben. Die Initiatoren des Aufrufs planen, das Gleisbett entlang der Castor-Route auszuhöhlen. Der Protestaufruf fordere zur Gewalt auf, erklärte die Staatsanwaltschaft. Dies sei strafbar. Ralf Michalowsky, Linken-Abgeordneter aus NRW, wies den Vorhalt zurück. Er bekenne sich zu der "Aktionsform", habe aber niemanden zur Gewalt aufgerufen.
Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben in Berlin mit einer Aktion gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung demonstriert. Die rund 40 Umweltschützer blockierten am Montag den Eingang zum Bundesumweltministerium.
Der mit seinen blutüberströmten Augen zum Symbol der Eskalation der Proteste gegen "Stuttgart 21" gewordene Rentner Dietrich Wagner wird lebenslang auf einem Auge blind bleiben.
Vor einer Eskalation der Gewalt im öffentlichen Raum hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gewarnt. "Die innere Sicherheit steht vor dem Kollaps", sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg am Montag in Berlin vor Journalisten. Außerdem sei der geplante Abbau von weiteren 9000 Stellen bei der Polizei nicht hinnehmbar.
Die BEW bietet einen neuen Ökostrom-Tarif an. Der Energieversorger kauft dafür Strom aus norwegischer Wasserkraft. Umwelt- und Verbraucherschützer sehen das kritisch: Der Effekt auf die Umwelt sei gering.
Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, die CO-Pipeline am Niederrhein oder der Streit um Kohlekraftwerke: Immer öfter blockieren Bürger mit Hilfe von Gerichten und Politik industrielle Großprojekte. Mal ist Technikfeindlichkeit der Grund, mal das Sankt-Florians-Prinzip. Das bringt den Standort Deutschland in Gefahr.
In Grafenberg und den umliegenden Stadtteilen wächst der Widerstand gegen einen Atommüll-Transport. Eine mögliche Route führt zwischen dem 5. und 8. November über Düsseldorfer Stadtgebiet und passiert dabei den Staufenplatztunnel.
Die Grünen haben am Donnerstag die Wurf-Attacke auf Bundestags-Fraktionschef Jürgen Trittin scharf kritisiert. Ein Fraktionssprecher rügte nach dem Vorfall bei einer Podiumsdiskussion am Vorabend insbesondere die "wirren" Rechtfertigungsversuche von Trittins Gesprächspartnerin auf der Bühne, der Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig.
Platzprobleme bei der Unterbringung von Atommüll? Die gibt es laut Regierung nicht. Zumindest nicht im Hinblick auf die Zwischenlager. Das mag zunächst beruhigen, löst aber nicht die Hauptfrage - das eines Endlagers. Und das ist nicht das einzige Problem.
Die Bundesregierung trifft keine Vorbereitungen für eine Privatisierung der Atommüllendlager. Regierungssprecher Steffen Seibert stellte am Mittwoch in Berlin klar: "Es gibt keine konkreten Pläne, das zu tun. Es bleibt alles beim Alten."
Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge Atommüll-Endlager privatisieren. In neuen Entwürfen für das Atomgesetz solle das Bundesumweltministerium demnächst nach einem Zeitungsbericht Aufgaben ganz oder teilweise auf Dritte übertragen können.
Das niedersächsische Umweltministerium hat grünes Licht für die weitere Erkundung des potenziellen Atommülllagers Gorleben gegeben. Das teilte der zuständige Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Dienstag nach Angaben seines Ministeriums mit.
Der Gorleben-Untersuchungsausschuss des Bundestages besucht heute das Wendland. Seine 15 Mitglieder wollen am Vormittag in das Gorlebener Erkundungsbergwerk einfahren und sich unter Tage über den Stand und die weitere Planung der Untersuchung des Salzstocks informieren.
Hannover (dapd). In dem wegen seiner Eignung zum Endlager umstrittenen Salzstock Gorleben laufen die Vorbereitungen für neue Erkundungsarbeiten auf Hochtouren. Dem niedersächsischen Umweltministerium liege die Genehmigung für weitere Stollen bereits vor. Es sind die ersten Arbeiten in Gorleben nach einem im Jahr 2000 verhängten Ausbaustopp. DIe Erkundung soll laut Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in "fünf bis sieben Jahren" abgeschlossen sein.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat einem Medienbericht zufolge parteiintern massive Zweifel daran geäußert, dass die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ohne Zustimmung des Bundesrats verfassungskonform ist. Am Nachmittag folgte ein interpretationsfähiges Dementi aus dem Bundesumweltministerium.
In Niedersachsen rumort es. Die Verlängerung der Akw-Laufzeiten bedeutet auch mehr Atommüll. Und Gorleben soll wieder als Standort für ein Endlager erkundet werden. Dabei gebe es auch im Süden Deutschlands mögliche Standorte, erklärt manch einer.
In nur zwei Tagen haben sich nach Angaben des atomkritischen Netzwerks "Campact" mehr als 50.000 Menschen einen Appell gegen die Atompolitik der Bundesregierung angeschlossen.
In der Diskussion um das neue Energiekonzept der Regierung ist noch nichts entschieden. Doch sicher scheint, dass es längere Laufzeiten für Atomkraftwerke geben wird. Ausgeklammert wird bei der gesamten Debatte allerdings ein wichtiges Thema - die Endlagerung.
Berlin (afp). Der Ex-Chef der Atomsparte des Stromkonzerns Vattenfall, Bruno Thomauske, soll an einer Sicherheitsstudie zum geplanten Atommüllendlager Gorleben mitarbeiten. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte diese Entscheidung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) im "Tagesspiegel" als instinktlos.
Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer über längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke haben den Streit um die deutschen Meiler neu entfacht. SPD und Grüne reagierten empört, auch aus der FDP kam Kritik am Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) äußerte ebenfalls Bedenken. Er will mehr auf Kohlekraftwerke setzen.