// 09.07.2026 18:36 Uhr
Alternative zur Gratis-SIM von o2 werdeb rar

Das ist eine Überraschung: Jahrelang stand die o2 Freikarte für die gute, alte Gratis-SIM-Karte. Für 0 Euro portofrei bestellen, 1 Euro Guthaben inklusive, alles ohne Bankverbindung und Erstanschaffungskosten. Jetzt ist diese Ära abrupt beendet. Denn Netzbetreiber Telefónica hat die o2 Prepaid-Freikarte abgeschafft, verlangt nämlich einen einmaligen Startpaket-Preis in Höhe von 4,99 Euro und liefert 5 Euro Guthaben direkt mit. „Echte“ kostenlose Alternativen werden jetzt rar.
Bei o2 wird der Prepaid-Tarif damit von der „o2 Freikarte“ (früher auch: „o2 Loop Freikarte“) zum reinen Grundpreis-freien 9-Cent-Basis-Tarif, der er immer war und von denen es mittlerweile nur noch einige wenige gibt. Echte Gratis-SIM-Karten werden damit aber nunmehr zu einer Rarität, wie ein genauer Blick zeigt.
Nur wenn ein Tarif keine Anschlussgebühr und keine Grundgebühr verlangt, handelt es sich um eine echte Freikarte. Derzeit gibt es hier nur noch einen einzigen Prepaid-Anbieter, und das ist gleichzeitig ebenfalls ein Netzbetreiber (dazu weiter unten mehr).
Kein Anschlusspreis allein reicht also nicht aus, um zur Freikarte zu werden.
Wer eine wirklich komplett kostenlose SIM-Karte sucht – ob für kurzfristige (passive) Erreichbarkeit oder zum Testen des Mobilfunknetzes –, kann als Alternative zur o2 Freikarte aktuell nur noch auf das Prepaid-Pendant von Netzbetreiber Vodafone zurückgreifen, die CallYa Freikarte (CallYa Classic). Anderes Mobilfunknetz, andere Pakete – aber kostenlos bestellbar, und das sogar als eSIM zur sofortigen Freischaltung.
Kostenlose „Testangebote“ bestehen bei Telefónica weiterhin mit der „o2 Testkarte“ und bei Vodafone mit „Try for free“. Diese gelten aber ausschließlich – und anders als bei Prepaid-Freikarten – für Neukunden.
Zusätzlich bestehen 1-Euro-Angebote: Der „congstar Kennenlern-Tarif“ im Telekom-Netz für 1 Euro bietet 50 GB Datenvolumen und endet automatisch, Sie surfen hier sogar mit bis zu 100 Mbit/s. Hilfreich, um einen Telekom-Tarif auszuprobieren, wobei das Datenvolumen auch im EU-Ausland eingesetzt werden kann.
Die o2 Freikarte hat ihr Alleinstellungsmerkmal nun an die CallYa Freikarte verloren. Klar, man tauscht 4,99 Euro gegen 5 Euro Guthaben, erhält also so viel o2 Guthaben, wie man auch bezahlt. In den meisten Fällen ist aber so gut wie jede Prepaid-Karte auf diese Weise „rechnerisch gratis“ konzipiert: Die Kosten fürs Startpaket werden mit Startguthaben zur Nutzung in (mindestens) gleicher Höhe egalisiert.
Mit einer echten Freikarte hat das dann aber nichts mehr zu tun. Bedenken Sie an dieser Stelle aber eben auch: Wenn Sie einen günstigen Handytarif für den Alltag suchen, benötigen Sie dafür oftmals eh ein Inklusivpaket, da die verbrauchsabhängige Nutzung im 9-Cent-Einheitstarif zu schnell das Guthaben auffrisst.
Vielleicht bietet sich hier vorausschauend eher eine dauerhaft günstige Prepaid-Karte (statt der Einmal-Gratiskarte) als langfristig sinnvollere Alternative an, zum Beispiel auch als Prepaid-Jahrestarif.
Die echte Freikarte lohnt sich heute nur noch für die passive Erreichbarkeit – und die endet oftmals schon nach 6 Monaten, wenn kein zusätzliches Guthaben mehr aufgeladen wird durch Inaktivität.
Bildquellen: KI-generiertes Symbolbild, © o2