DSL-Tarife im Vergleich | heise Tarifrechner
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DSL-Tarife

DSL-Anbieter im Vergleich

DSL-Anbieter im Vergleich

Bei DSL-Tarifen gibt es nicht nur hinsichtlich der monatlichen Grundgebühr massive Unterschiede – dasselbe gilt für die Surfgeschwindigkeiten beim Down- und Upload, die Laufzeit sowie Zusatzkosten. Nur wer all diese Punkte in einen DSL-Vergleich einbezieht, findet schneller einen Tarif, der zur eigenen Nutzung passt und das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Auf den Punkt gebracht
  • Verfügbarkeit immer für die vollständige Adresse prüfen
  • Bandbreite nach gleichzeitig genutzten Anwendungen auswählen
  • Grundgebühr und einmalige Kosten zusammenrechnen
  • Router-Kosten (Miete vs. Einmalkauf) einbeziehen

Welche DSL-Geschwindigkeit passt zur eigenen Nutzung?

Die passende Datenrate eines DSL-Anschlusses richtet sich im Wesentlichen nach den Anwendungen, die gleichzeitig über den Anschluss laufen. Wer nur Webseiten aufruft und E-Mails schreibt, benötigt deutlich weniger Bandbreite als ein Haushalt mit mehreren Streams, Videokonferenzen, Cloud-Backups und großen Downloads.

Die Zahl der Personen allein liefert dafür keine verlässliche Orientierung. Zwei intensive Nutzer können einen Anschluss stärker auslasten als eine größere Familie mit überwiegend einfacher Internetnutzung.

DSL mit 16 Mbit/s

Tarife mit 16 Mbit/s stoßen heute schnell an ihre Grenzen. Schon ein einzelner 4K-Stream kann die verfügbare Datenrate weitgehend auslasten oder überfordern. Läuft parallel eine Videokonferenz, ein Update oder ein weiterer Stream, kommt es schnell zu längeren Ladezeiten, Qualitätseinbußen und Unterbrechungen.

Für einfache Nutzung mit Webseiten, E-Mails, Musikstreaming und einzelnen Videos in niedrigerer Auflösung kann die Datenrate gerade noch ausreichen. Für Haushalte mit regelmäßiger Parallelnutzung bietet sie kaum Reserve.

DSL mit 50 Mbit/s

50 Mbit/s beim DSL-Anschluss reichen für viele typische Anwendungen aus. Dazu gehören Surfen, Musikstreaming, Videotelefonie und einzelne hochauflösende Videostreams.

Engpässe entstehen vor allem bei mehreren parallelen Streams, großen Downloads oder gleichzeitiger Nutzung durch mehrere Personen. Umfangreiche Spiele und Systemupdates benötigen spürbar mehr Zeit als bei einem Anschluss mit 100 Mbit/s oder mehr.

DSL mit 100 Mbit/s

100 Mbit/s bieten bei einem DSL-Anschluss genug Spielraum für mehrere parallele Streams, regelmäßige Videokonferenzen und größere Downloads. Diese Tarifklasse passt zu Haushalten, in denen mehrere Personen gleichzeitig online arbeiten, streamen oder spielen.

Der Sprung von 50 auf 100 Mbit/s macht sich vor allem bei paralleler Nutzung und großen Dateien bemerkbar. Beim normalen Surfen oder Abrufen von E-Mails fällt der Unterschied dagegen kaum auf.

DSL mit 250 Mbit/s

250 Mbit/s verkürzen große Downloads deutlich und schaffen Reserve für viele gleichzeitig aktive Geräte. Die Datenrate kann sich für Haushalte lohnen, in denen regelmäßig umfangreiche Spiele, hochauflösende Medien oder große Arbeitsdateien übertragen werden.

Wer überwiegend surft, E-Mails schreibt und einzelne Streams abruft, schöpft diese Bandbreite kaum aus. Ein günstigerer Tarif kann dann denselben praktischen Nutzen bieten.

Typische NutzungGeeignete Größenordnung
Webseiten, E-Mails, Musik und einzelne Videos16 bis 50 Mbit/s
Videokonferenzen, mehrere Streams und regelmäßige Downloads50 bis 100 Mbit/s
Viele parallele Nutzer und häufige große Downloads100 bis 250 Mbit/s
Sehr große Downloads in möglichst kurzer Zeit250 Mbit/s, sofern verfügbar

Warum der Upload immer wichtiger wird

Beim DSL-Tarifvergleich wird oft nur auf den Download geschaut – schließlich führen die meisten Tarife diesen ja bereits in ihrem Namen. Viele Anwendungen belasten jedoch auch den Upload deutlich stärker als früher:

Videokonferenzen übertragen Bild und Ton laufend ins Internet. Cloud-Dienste sichern Fotos, Videos und Dokumente im Hintergrund. Auch das Versenden großer Dateien, Livestreaming, Online-Gaming und die Fernsicherung eines Computers benötigen eine stabile Uploadrate.

Im Produktinformationsblatt werden Download und Upload getrennt ausgewiesen. Zusätzlich sollte man dort die normalerweise verfügbare und die minimale Geschwindigkeit prüfen, statt sich nur am beworbenen Maximalwert zu orientieren. Dies ermöglicht deutlich realistischere Einschätzungen, denn nur weil ein Tarif die Zahl 100 in der Bezeichnung führt, bedeutet das nicht, dass auch immer 100 Mbit/s anliegen.

DSL-Anschluss Kosten

Für den Effektivpreis werden alle Grundgebühren, Anschlusskosten, Versandkosten und Routerkosten eines DSL-Anschlusses addiert. Davon zieht man nur Boni ab, deren Bedingungen sicher erfüllt werden. Die Gesamtsumme wird anschließend durch die Zahl der Vertragsmonate geteilt.

Beispielrechnung für einen DSL-Anschluss: Ein Tarif kostet in den ersten zehn Monaten 20 Euro und danach 40 Euro. Bei 24 Monaten Laufzeit ergeben sich 760 Euro Grundgebühr. Kommen 50 Euro für die Bereitstellung und 120 Euro Routermiete hinzu, entstehen Gesamtkosten von 930 Euro. Der durchschnittliche Monatspreis oder auch Effektivpreis liegt damit bei 38,75 Euro.

Auf diese Weise lassen sich Tarife mit unterschiedlich langen Rabattphasen direkt vergleichen. In unserem Vergleichsrechner sind diese Faktoren bereits berücksichtigt.

DSL-Anbieter wechseln

Bei einem regulären Anbieterwechsel sollte man den neuen Anbieter mit der Kündigung des bisherigen Vertrags beauftragen. So lassen sich die Zeitpunkte für Abschaltung, Freischaltung und die Rufnummernmitnahme aufeinander abstimmen.

Für den Wechsel werden meist folgende Angaben benötigt:

  • Kundennummer beim bisherigen Anbieter
  • Name des Vertragsinhabers
  • Vollständige Anschlussadresse
  • Zu übertragende Festnetznummern
  • Vertragsende oder Kündigungstermin

Name und Anschrift sollten in beiden Verträgen unbedingt übereinstimmen. Bereits kleine Abweichungen wie ein Zahlendreher bei der Anschrift oder dem Geburtsdatum können Rückfragen und Verzögerungen verursachen.

Die Rufnummernmitnahme ist kostenfrei. Bei einem abgestimmten Wechsel darf der Anschluss grundsätzlich nicht länger als einen Kalendertag unterbrochen werden.

Besonderheiten beim Umzug

Kann der bisherige Anbieter die vereinbarte Leistung am neuen Wohnort bereitstellen, läuft der Vertrag in der Regel weiter. Der bisherige Anbieter wird hier wenig Entgegenkommen zeigen, wenn man den laufenden Vertrag aufgrund es Umzugs kündigen will. Ist die Leistung dort jedoch nicht verfügbar, kann man den Vertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen.

Vor einem Umzug sollte man deshalb zuerst die Verfügbarkeit an der neuen Adresse prüfen. Erst danach lässt sich klären, ob der bestehende Vertrag mitgenommen oder beendet werden kann. 

Was tun, wenn DSL zu langsam ist?

Eine langsame Internet-Verbindung bedeutet nicht automatisch, dass der DSL-Anschluss zu wenig Leistung liefert. Die Entfernung zum Router, dicke Wände, überlastete Funkkanäle und ältere Endgeräte können die Geschwindigkeit im Heimnetz deutlich verringern.

Für eine belastbare Prüfung verbindet man einen Computer per Netzwerkkabel direkt mit dem Router und beendet andere Übertragungen. Bleibt die Geschwindigkeit deutlich unter den Vertragsangaben, lässt sich die Leistung mit der Desktop-App der Bundesnetzagentur dokumentieren.

Das Messverfahren umfasst 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen innerhalb von höchstens 14 Tagen. Das erzeugte Protokoll kann man dem Anbieter vorlegen. Bei einer nachgewiesenen erheblichen Abweichung kommen eine Minderung des DSL-Entgelts oder eine außerordentliche Kündigung infrage.

Unter Umständen ist auch einfach nur eine momentane Störung schuld an der schlechten Verbindung. Auf dem iMonitor von heise sind alle aktuellen Störungen der Netzbetreiber aufgelistet.

DSL, Glasfaser, Kabel oder Homespot?

DSL ist in Deutschland die am weitesten verbreitete Zugangstechnik. Die verwendeten Kupferleitungen bieten seit Jahren eine verlässliche Grundversorgung sind allerdings technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Wer höhere Bandbreiten oder maximale Flexibilität sucht, findet in Glasfaser, Kabel oder Homespots (Mobilfunk) passende Alternativen.

TechnikTypische StärkeEinschränkung
DSLNahezu überall verfügbar, verlässliche GrundversorgungBegrenzte Maximalgeschwindigkeit (Kupfer-Flaschenhals)
GlasfaserHöchste Stabilität, sehr schnelle Up- und DownloadsNoch nicht flächendeckend ausgebaut
KabelHohe Download-Raten im Gigabit-BereichLeistung kann bei hoher lokaler Netzauslastung schwanken
Mobilfunk (Homespot)Flexibel nutzbar, sofort startklar ohne KabelinstallationNetzqualität hängt stark von Standort und Auslastung ab
 
Häufige Fragen rund um den DSL-Anschluss
Gibt es DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit?
Einige Anbieter führen DSL-Tarife, die monatlich kündbar sind. Sie bieten mehr Flexibilität, verlangen aber teilweise eine höhere Grundgebühr oder höhere Bereitstellungskosten. Vor dem Abschluss sollte der Effektivpreis mit einem Tarif mit 24 Monaten Laufzeit verglichen werden.
Kann ich trotz laufendem Vertrag zu einem günstigeren DSL-Tarif wechseln?
Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist regulär zum Ende der Vertragslaufzeit möglich. Innerhalb der Laufzeit kann der bisherige Anbieter einen Tarifwechsel zulassen, etwa in einen schnelleren oder teureren Tarif. Ein günstigeres Angebot führt nicht automatisch zu einem vorzeitigen Kündigungsrecht. Ausnahme ist der Umzug an einen Ort, an dem der bisherige Anbieter nicht dieselbe Leistung erbringen kann.
Wann sollte ich DSL für eine neue Wohnung bestellen?
Der Auftrag sollte mehrere Wochen vor dem Einzug erteilt werden. Für die Schaltung können ein Technikertermin, die Zuordnung der Leitung oder Rückfragen zum Vormieter nötig sein. 
Warum ist an meiner Adresse weniger DSL-Geschwindigkeit verfügbar als beim Nachbarn?
Auch benachbarte Gebäude können über unterschiedlich lange oder anders geführte Kupferleitungen angeschlossen sein. Zusätzlich können die Hausverkabelung, freie Leitungsressourcen und die im jeweiligen Verteiler eingesetzte Technik die buchbare Geschwindigkeit begrenzen.
Quellen
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