Die Tinder-Schwindler (3): Die perfide Tarnung der Love-Scammer – Podcast - DER SPIEGEL
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Die Tinder-Schwindler (3) Die perfide Tarnung der Liebesbetrüger

Carsten Schott hat jahrelang Liebesbetrüger gejagt. Der ehemalige LKA-Ermittler kennt ihre Maschen, aber auch die tragischen Geschichten der Opfer. Die Dating-Plattformen sollen voll sein mit Fakeprofilen, sagt er.

Nur selten gelingt den Strafverfolgungsbehörden ein Zugriff auf einen Love-Scammer in Deutschland. Und wenn, dann verliert sich die Spur des Geldes irgendwo in einem Internetcafé in Ghana, zum Beispiel.
Carsten Schott hat die »Dienststelle für phänomenbezogene Vermögensdelikte« beim LKA Hamburg geleitet. Es war ein jahrelanger Kampf gegen Verbrecher, die kaum aufzuspüren sind.
Die dramatischen Lebensumstände der Opfer, die ganze Vermögen verlieren, haben ihn so mitgenommen, dass er sich auch jetzt noch für sie engagiert.

Carsten Schott ist in Rente gegangen, doch beim »Weißen Ring« betreut er ehrenamtlich weiterhin die Opfer. Darunter sind auch Frauen, die wegen der hohen Zahlungen an die professionell agierenden Betrüger im Liebesrausch die Kreditraten für ihr Haus vergessen. Ein Opfer hat sogar im Internet geheiratet, ohne ihren Mann jemals getroffen zu haben. Dabei zahlen manche auch Geld für den Eintritt auf den Dating-Plattformen, die nur wenig gegen die Fakeprofile unternehmen.
Die Love-Scammer kapern ihre falschen Identitäten meist bei Facebook. SPIEGEL-TV-Reporter Steffen Vogel kam einem gewissen »Matthew«, angeblich US-Amerikaner, auf die Spur. Doch der sympathische Best Ager entpuppte sich als Jens Buddrich aus Schleswig-Holstein. Er hatte gutgläubig große Teile seines Lebens in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. In der dritten Folge »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« geht es um das verzweigte System der Liebesbetrüger, das die Strafverfolgung so schwierig macht.

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