DER SPIEGEL 14/2026 - Inhaltsverzeichnis
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Was kostet uns Trumps Krieg?

Benzinpreis, Börsenchaos, Inflation

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Nr. 14 / 26.03.2026 • Alle Ausgaben •
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Politische Bühne

Der Moment
Foto: Mick Tsikas / AAP / dpa

Strahlendes Lächeln, azurblauer Blazer – so schreitet Ursula von der Leyen unter dem Applaus der Abgeordneten die fünf Stufen hinab ins australische Parlament in Canberra. Europäischer wäre nur gewesen, wenn die EU-Kommissionspräsidentin auf dem Rücken eines Stieres eingeritten wäre, um den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen dem alten Kontinent und dem roten Kontinent mit einer Rede zu feiern. Mit seinen knapp 28 Millionen Einwohnern ist Australien zwar kein »Global Player« und liegt überdies auf der anderen Seite des Globus. Geopolitisch ist es dennoch ein historischer Moment. Europa gehen die Partner aus, die weder autoritär (China) noch unberechenbar (USA) sind. Verständlich also die Beschwörung, mit der von der Leyen ihre Rede beendete: »Lang lebe Australien!« fra

Was war diese Woche gut, was war schlecht für die Demokratie?

Gut: In Frankreich ist der befürchtete Durchmarsch des Rassemblement National bei den Kommunalwahlen ausgeblieben. In mehreren großen Städten wie Marseille und Toulon scheiterten die Kandidaten der extremen Rechten in der Stichwahl. Allerdings gewannen sie in zahlreichen kleinen und mittleren Städten – ein halbes Minus.

Schlecht: Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz lag die AfD laut Infratest Dimap bei Wählerinnen und Wählern unter 25 auf Platz eins, mit 21 Prozent. Keine guten Aussichten.

Hieroglyphe unserer Zeit

DER SPIEGEL

Angenommen, Sie arbeiten im engen Umfeld des US-Präsidenten Trump. Die plumpeste Art, Ihr Insiderwissen zu versilbern, wäre, eine Wette auf etwas abzuschließen, das Sie vor allen anderen wissen: den Beginn eines Krieges etwa oder die Entführung eines Diktators. Das Zeichen gehört zur Wettplattform Polymarket, die von Trumps Sohn Donald Trump Jr. beraten wird. Wetten, die von den Entscheidungen des US-Präsidenten abhängen, laufen dort prächtig. ded

Gegenstand der Politik

Artcolor / picture alliance

Bayerische Löwen

Sein Parteifreund Cem Özdemir setzte erfolgreich auf eine Krawatte als Glücksbringer, jetzt scheint ein abergläubisches Ritual auch Dominik Krause ins Amt verholfen zu haben: Am Tag der Stichwahl in München ist er schnell noch zur Residenz geradelt und hat einem der bronzenen Löwenköpfe am Eingang die Schnauze gestreichelt – und es hat geklappt: Der Grüne wird neuer Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt. Das Berühren der Raubtierstatuen hat in München Tradition, angeblich gehen die Streicheleinheiten auf einen 1848 vom bayerischen König Ludwig I. wegen einer Schmähschrift gesuchten, dann aber begnadigten Studenten zurück. Der kam nicht nur frei, sondern durfte auch noch das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld einstreichen, konnte sein Glück darob kaum fassen, bekam weiche Knie und musste sich draußen erst einmal an einer der Figuren abstützen. So weit die Legende. Die Bronzelöwen wurden allerdings vor einigen Jahren gegen Kopien ausgetauscht, und auch deshalb darf angenommen werden, dass nicht übersinnliche Zauberkraft dem jungen Physiker Krause den Wahlsieg beschert hat, sondern vielmehr die allzu irdische, übergroße Selbstzufriedenheit seines Vorgängers Dieter Reiter (SPD). kuz

Aufgezeichnet

Nordkorea

Auf dem Weg zu seiner Wahlparty spielte Kim mit dem Gedanken, morgen gleich wieder eine Wahl stattfinden zu lassen.

Auf dem Weg zu seiner Wahlparty spielte Kim mit dem Gedanken, morgen gleich wieder eine Wahl stattfinden zu lassen.

Julian Fiebach / DER SPIEGEL

Landauf, landab

Volle Ladung: Knapp die Hälfte des Stroms wird in Deutschland aus Wind und Sonne erzeugt. Da diese Quellen und der Bedarf im Tagesverlauf schwanken, braucht man Energiespeicher, etwa Batterien. Im vergangenen Jahr war der Ausbau so stark, dass Fachleute von einem »Batterie-Tsunami« sprechen. Von den 2,3 Millionen gemeldeten Speichern gehören 99 Prozent Privatleuten, ihr Anteil an der Batteriekapazität beträgt fast 80 Prozent. Kommerzielle Großspeicher holen jedoch rasant auf. Investoren fürchten allerdings, dass die Bundesnetzagentur künftig Entgelt für die Nutzung der Stromnetze erhebt und damit die Kalkulation ruiniert. bhu

Deutschland

Debatte

Ausland

Wie viele Sprachen sind in Afrika offiziell?
Der Moment
Foto: Giannis Papanikos / AP

Wer diese Bäume nahe der nordgriechischen Stadt Veria auf den ersten Blick für Kirschblüten hält, irrt sich zwar, liegt jedoch nicht völlig falsch. Hier stehen Rosengewächse der Gattung Prunus, zu denen auch der Kirschbaum gehört. Allerdings handelt es sich hier um Pfirsichbäume. Für beide Bäume gilt: Wenn sie im Frühling pink leuchten, weiß man, dass die dunklen Tage vorbei sind. In Veria fällt die Farbexplosion besonders spektakulär aus, die Pfirsichplantagen bedecken eine Fläche von 170 Quadratkilometern und ziehen jeden März Touristen an. npa

Reporter

Wirtschaft

Nachgezählt

70

Prozent der Betriebe in Deutschland haben Mitarbeiter, die zugleich Rente beziehen. Die überwiegende Mehrheit dieser Beschäftigten war bereits vor Rentenbeginn im jeweiligen Unternehmen.

Quelle: Randstad-Ifo-Personalleiterbefragung

Maschine der Woche
Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen

Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen

Foto:

Hidenori Nagai / The Yomiuri Shimbun / AFP

Seit Jahrzehnten verbindet der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen Japans Städte pünktlich und sicher. Doch das Geschäft allein mit Reisenden reicht den Betreibern offenbar nicht mehr aus. Nun werden die Züge auch verstärkt für den Frachttransport genutzt, wie die »Financial Times« berichtet. Seit Montag betreibt JR East die ersten komplett umgebauten Shinkansen, die ausschließlich Fracht zwischen Morioka im Nordosten Japans und Tokio transportieren. Bis zu 1000 Kisten mit maximal 17,4 Tonnen an frischen Lebensmitteln, medizinischen Proben oder Maschinenteilen rasen dann mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde durch das Land. Rund 500 Kilometer in 3 Stunden und 15 Minuten.

Wissen

Nachgezählt

97

Prozent der Süßwasserfische, die laut einem Uno-Abkommen geschützt werden sollen, sind aktuell vom Aussterben bedroht. Die Vereinbarung soll insbesondere den Bestand von wandernden Tierarten erhalten. Vielen Fischen versperren etwa Staudämme und Kraftwerke den Weg in ihre Laichgebiete.

Quelle: Convention of the Conservation of Migratory Species of Wild Animals (CMS)

Der Moment
Foto: David Parry / picture alliance

Einmal in die magische Welt der Zauberschule Hogwarts einzutauchen, ist für Fans von Harry Potter ein Gänsehautmoment. Forschende vom Goldsmiths College der Universität London wollten wissen: Welche Emotionen lösen den »ästhetischen Schauder«, so der Fachbegriff, solch besonderer Momente aus? In den Harry-Potter-Filmstudios nahe London zeichneten die Wissenschaftler unter anderem Pulsfrequenz und Hautleitfähigkeit von Freiwilligen auf. Ergebnis: Den größten Effekt haben Freude und Nostalgie, neben Aufregung, Überraschung und Staunen.

Kultur

Sport

Randsportart
Foto: Marcel van Dorst / NurPhoto / Getty Images

Cyclocross kennt man unter dem alten Namen Querfeldeinrennen. Mit dem Rad machen sich die Sportlerinnen und Sportler auf durchs Gelände, im wahrsten Sinne über Stock und Stein. Einige der weltbesten Radprofis wie der Niederländer Mathieu van der Poel haben im Gelände angefangen. Der Deutsche Klaus-Peter Thaler galt als Querfeldeinspezialist. Das Rad darf dabei auch getragen und geschoben werden, wenn das Gelände Fahren nicht zulässt. Ausgetragen werden die Wettkämpfe meist im Herbst und Winter, entsprechend matschig kann es zugehen. aha

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