EU-Erweiterung am Krankenbett: Polnische Krankenschwestern illegal in Deutschland - DER SPIEGEL
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EU-Erweiterung am Krankenbett Polnische Krankenschwestern illegal in Deutschland

Mehr als 30.000 polnische Pflegekräfte verdienen in Deutschland ihren Lebensunterhalt. Illegal. Ihr Einsatz wird von Schleusern straff organisiert und sie vermitteln die billigen Krankenschwestern auf Bestellung. SPIEGEL TV über die EU-Erweiterung am Krankenbett.
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Sie reisen unauffällig, sind angeblich auf dem Weg in die Ferien. Mit dem Touristenvisum im Pass kommen die Frauen ganz offiziell nach Deutschland. Doch der wahre Zweck ihrer Reise ist alles andere als legal. Tausende polnische Krankenschwestern arbeiten in deutschen Familien schwarz als Pflege- und Haushaltskräfte. Nach Schätzungen des Deutschen Pflegeverbandes sind es mindestens 30.000. Die Polinnen lockt das Geld über die Grenze.

Für einen Bruchteil dessen, was reguläre häusliche Pflege kostet, kümmern sie sich um bettlägerige Menschen und machen nebenbei noch den Haushalt. Der Einsatz der Krankenschwestern wird von Schleusern straff organisiert. Sie vermitteln die Frauen auf Bestellung an deutsche Familien. Spiegel TV-Reporter Adrian-Basil Müller über das Geschäft mit billigen Pflegekräften aus dem neuen EU-Land Polen.


AU-PAIR-PROZESS


Gastmutter kommt mit Bewährungsstrafe davon


Im Prozess um den Selbstmord eines rumänischen Au-Pair-Mädchens in Mittelfranken hat das Gericht jetzt die Gasteltern zu Haftstrafen verurteilt. Im Falle der Angeklagten blieb das Urteil deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, ihr Mann muss ins Gefängnis. Die genauen Umstände des Suizids bleiben jedoch im Dunkeln. Ansbach - Das Urteil des Landgerichts Ansbach fiel über ein Jahr nach dem Selbstmord des Au-Pair-Mädchens im mittelfränkischen Herrieden. Die Gastmutter erhielt in zwei Tatkomplexen eine Strafe wegen Betrug und illegaler Einschleusung von einem Jahr und acht Monaten, sowie eine Freiheitsstrafe von einem Jahr wegen Körperverletzung. mehr...





SCHWARZARBEIT


Der illegale Glanz von Berlin


Etwa 30 000 polnische Putzfrauen und Kleinhandwerker sorgen dafür, dass die Hauptstadt sauber ist. Sie sehen keinen Grund, in die Legalität zu wechseln.

Regionalbahnhof Berlin-Lichtenberg, 8.28 Uhr an einem nasskalten Wintermorgen. Der Zug aus Kostrzyn, Polen, entlässt seine Fahrgäste auf den Bahnsteig: Menschen mit kleinen Rucksäcken über der Schulter oder einer Plastiktüte als Handgepäck. Arbeiter auf dem Weg zum täglichen Geldverdienen: grau, abwesend, verschlossen. Kein Wort fällt, als die Polen an den drei Zöllnern in olivgrünen Overalls vorbeihasten, die auf die mitgebrachten Taschen schauen. Doch gegen das wirkliche Schmuggelgut, das jeden Morgen unter ihren Augen in die Hauptstadt läuft, sind die Torwächter der Europäischen Union machtlos: illegale Arbeitskräfte. "Wenn mich einer fragt, was ich hier will, behaupte ich immer, ich fahre zu meiner Familie oder gehe einkaufen, das ist ja erlaubt", sagt Janek*, seit sechs Jahren Hausmeister in Neukölln. "Nie ma problemu." Er ist einer von etwa 30 000 Polen, die seit Mitte der neunziger Jahre für den Glanz von Berlin sorgen, indem sie die Wohnungen putzen, Altbauten sanieren, Anbauten hochziehen, Tapeten kleben oder Unkraut jäten. Für sechs bis acht Euro die Stunde - und illegal natürlich. mehr... 





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