Der Kalte Krieg in Farbe - Teil II Die Frontstadt
Nach den großen Publikumserfolgen der Serien "Das Dritte Reich in Farbe" (1999) und "Der Zweite Weltkrieg in Farbe" (2000) hat SPIEGEL-TV-Autor Michael Kloft sich erneut auf die weltweite Suche nach Farbaufnahmen begeben. Entstanden ist daraus eine zweiteilige Dokumentation zur Geschichte des Kalten Krieges.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
In staatlichen und privaten Archiven fanden sich unveröffentlichte Amateuraufnahmen und seltene Propagandafilme auf farbigem Zelluloid, die einen neuen, ungewohnten Zugang zur Geschichte der Nachkriegszeit eröffnen.
Der zweite Teil der Reihe "Die Frontstadt" konzentriert sich auf die Entwicklung im
geteilten Berlin bis hin zum Mauerbau 1961. "Propagandafilme" aus Ost und
West zeigen die angespannte Situation der Stadt in der Sprache des Kalten
Krieges. Amateurfilme dokumentieren den Mief der Fünfziger Jahre und die
Schrecken der Teilung.
NACH DER KAPITULATION
Jeder war sich selbst der Nächste
Nach der Stunde Null. Berlin liegt am Boden. Die Menschen versuchen, in dem Chaos zu überleben und ein wenig Normalität in ihren Alltag zurückkehren zu lassen. Edzard Reuter über das Berlin der frühen Nachkriegszeit. mehr...
FOTOSTRECKE
Armut und Aufbruch: Berlin nach Kriegsende
Kamerateams der amerikanischen Luftwaffe dokumentierten seit Anfang Juli 1945 die immensen Zerstörungen in der ehemaligen Reichshauptstadt. Sehen Sie hier eine Auswahl der Farbaufnahmen, die im Rahmen des "Special Film Project 186" entstanden. mehr...
WIE ANNA SEGHERS DAS RUINIERTE BERLIN 1947 SAH
"Eine tiefe Beschämung"
Ich bin genau vor drei Wochen in B. angekommen. Die erste Woche geriet ich immerfort in Verlegenheit bei der Frage: wie finden Sie Berlin? Weil diese Frage die Antwort vorausnahm, ich fände es bestürzend verändert. Ich schämte mich zu gestehen, dass ich, durch zahllose Bilder und Zeitungsberichte vorbereitet, mir ungefähr das vorgestellt hatte, was ich jetzt sah. mehr...
MAI 1945
Deutschland im Frühling
Die Stunde Null am Ende des Weltkriegs. Es war ein Mai mit allem, was dieser Monat verspricht, mit Sonne und blühenden Wiesen. Die Deutschen erlebten ihn auf einem Trümmerfeld: Verwüstetes Land, zerbombte Städte - was die Welt durch den Eroberungskrieg des Nazi-Reichs an Elend erlitten hatte, war mit voller Wucht auf sie zurückgeschlagen. mehr...
DIE JAHRE VON 1945 BIS 1949
In der Hand der Sieger
Was immer die Deutschen später eingesehen haben, die wenigsten haben die Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 als Befreiung erlebt. Als Erleichterung wohl, ja als Aufatmen. mehr...
DER ZEITGEIST DER FÜNFZIGER JAHRE
Die Flegeljahre der Republik
Frei sein, satt sein, die Wahl haben, politisch wie an der Wursttheke das war das Credo der fünfziger Jahre. "Darf's ein bißchen mehr sein?" Na klar! Man wollte wieder dabeisein, und schon bald war man wieder wer, zuversichtlich und wirtschaftswunderstolz. Kinder, ist das Leben schön! mehr...
MAUERBAU 1961
Highnoon in der Friedrichstraße
Fehleinschätzungen der Supermächte am Berliner Checkpoint Charlie brachten die Welt vor 40 Jahren an den Rand eines Nuklearkriegs. mehr...
DER BAU DER BERLINER MAUER
Die Schandmauer
Vor 40 Jahren ließen Ulbricht und Chruschtschow die Mauer bauen - Symbol der deutschen Teilung. Zehntausende versuchten das SED-Bollwerk zu überwinden, Hunderte ließen dabei ihr Leben. Wollten die Alliierten die Mauer nicht verhindern? Geheimdienstdokumente belegen: Der Westen wusste rechtzeitig Bescheid. mehr...
SPIEGEL-TV-AUTOR MICHAEL KLOFT
Auf der Suche nach der farbigen Vergangenheit
Schon während seines Politik-Studiums beschäftigte sich der 1961 in Bonn geborene Michael Kloft intensiv mit dem Dritten Reich. Als freischaffender Autor war er für verschiedene zeithistorische Fernsehdokumentationen bei "Chronos-Film" und SPIEGEL TV tätig. 1992 beteiligte er sich als Regieassistent von Heinrich Breloer an der Produktion "Wehner - Die unerzählte Geschichte". mehr...