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Gas-Tarife im Vergleich 2026

Steigende Gaspreise: Diese Tarife sind im Vergleich günstig

Die Gasrechnung ist da – und höher als erwartet? Der Gasvergleich von heise zeigt, ob andere Anbieter am Wohnort günstiger liefern und wie viel ein Wechsel sparen kann.

Gastarife im Vergleich

Hohe Gasrechnung: Liegt es am Preis oder am Verbrauch?

Ein Blick auf die aktuelle Rechnung und die Vorjahresrechnung hilft bei der Suche nach der Ursache: Ist der Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, oder haben sich der Preis pro Kilowattstunde und die Grundgebühr erhöht? Für einen aussagekräftigen Vergleich sollte man stets gleich lange Abrechnungszeiträume heranziehen. Doch auch hier können noch weitere Faktoren mit hineinspielen – beispielsweise ein deutlich frostigerer Winter als im Vorjahr, und schon steigt der Gasverbrauch deutlich an.

Auch ein bei Vertragsabschluss geschätzter Verbrauch kann eine spätere hohe Rechnung erklären – ein Abgleich mit dem tatsächlichen Zählerstand schafft Klarheit.

Eine hohe Nachzahlung kann aus demselben Grund entstehen, nämlich, wenn die monatlichen Abschläge zu niedrig waren. 

Gaspreise bis Juli 2026
Quelle: Bundesnetzagentur, Stand 10/2026

Wie viel kann man mit einem Gasvergleich sparen?

Wie viel ein Wechsel bringt, zeigt der Vergleich der Jahreskosten (verbrauchtes Gas und fixe Grundgebühr): Was kostet der bisherige Tarif, was das neue Angebot? Beide Rechnungen müssen auf demselben Verbrauch beruhen. 

So kann eine Beispielrechnung aussehen: Ein Haushalt verbraucht 15.000 kWh Gas im Jahr und vergleicht seinen bisherigen Tarif mit einem neuen Angebot. Die folgenden Bruttopreise sind frei gewählte Beispielwerte, keine aktuellen Angebote. Ein Bonus, wie man ihn oft als Neukunde bekommt, ist nicht eingerechnet.

Kostenbestandteil Bisheriger Tarif Neuer Tarif
Preis pro Kilowattstunde 12 Cent 10 Cent
Grundgebühr pro Jahr 144 Euro 180 Euro
Gesamtkosten pro Jahr 1.944 Euro 1.680 Euro
Ersparnis pro Jahr – 264 Euro

Der Haushalt spart in diesem Beispiel 264 Euro im Jahr, obwohl die Grundgebühr des neuen Tarifs höher ist. 

Was brauche ich für den Gasvergleich?

Für den Gasvergleich reichen Postleitzahl und Jahresverbrauch. Der passende Verbrauchswert steht auf der letzten Gasrechnung in Kilowattstunden, abgekürzt kWh. Wichtig: Der Stand auf dem Gaszähler gehört nicht in dieses Feld.

Fehlt nach einem Umzug noch eine Jahresrechnung, helfen Angaben des Vermieters oder Vormieters zur Orientierung. Wie viel Gas die Wohnung braucht, hängt unter anderem von ihrer Größe, der Dämmung und der Warmwasserbereitung ab. Wie oben bereits angesprochen ist es nicht sinnvoll, einen einzelnen Wintermonat auf zwölf Monate hochzurechnen.

Lesetipp: So machen Sie Ihren Gaszähler smart.

Günstig im ersten Jahr – und danach?

Ein hoher Wechselbonus kann einen Tarif im ersten Jahr attraktiv machen. Im zweiten Jahr fällt dieser Vorteil aber weg. Wer nicht regelmäßig wechseln möchte, sollte deshalb auch die Kosten ohne Bonus vergleichen. Bei einem Vertrag über zwei Jahre lohnt sich die Rechnung für die gesamte Laufzeit.

KriteriumEmpfehlungWorauf man achten sollte
VertragslaufzeitMaximal 12 MonateBietet Flexibilität für den nächsten Anbietervergleich. 24 Monate nur wählen, wenn der Preis besonders günstig ist und die Preisgarantie über die volle Laufzeit reicht
PreisgarantieMindestens über die ErstvertragslaufzeitPrüfen, welche Bestandteile abgedeckt sind (idealerweise inklusive Netzentgelte). Steuern, staatliche Abgaben und Umlagen sind häufig ausgenommen und können den Preis dennoch erhöhen
Boni & RabatteNur als Zusatzersparnis wertenGenau prüfen, wer als Neukunde gilt, wie lange die Mindestbelieferung für den Anspruch dauern muss und wann die Auszahlung erfolgt. Bedingungen vor Vertragsabschluss sichern (Screenshot/PDF)
ZahlungsweiseMonatliche AbschlagszahlungKeine Vorauskasse oder Kautionen leisten (Verlustrisiko bei Insolvenz des Anbieters). Vorsicht bei Paket-Tarifen: Mehrverbrauch wird meist unverhältnismäßig teuer

Wann kann ich meinen Gasvertrag kündigen?

Ein Blick auf die Rechnung oder die Vertragsunterlagen zeigt den nächsten Kündigungstermin. Für die häufigsten Fälle gilt:

  • Grundversorgung: jederzeit mit zwei Wochen Frist kündbar
  • Laufender Vertrag: vereinbarte Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist checken
  • Automatisch verlängerter Vertrag: bei Abschluss ab dem 1. März 2022 nach der Erstlaufzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar; für ältere Verträge können andere Regeln gelten
  • Preiserhöhung: in der Regel Sonderkündigung zum Beginn der neuen Preise möglich

Bei einer Sonderkündigung oder einer knapp werdenden Frist ist es besser, selbst zu kündigen. Die Kündigung muss rechtzeitig beim bisherigen Anbieter ankommen. Anschließend den neuen Versorger informieren, dass bereits gekündigt wurde.

Gasanbieter wechseln – so geht's:

  • Vertrag abschließen: Name, Lieferadresse, Zählernummer beziehungsweise Marktlokations-ID sowie bisherigen Anbieter und Kundennummer angeben. Die letzte Gasrechnung hilft beim Ausfüllen.
  • Bestätigung prüfen: Stimmen Preise, Bonusbedingungen und Lieferbeginn mit dem gewählten Angebot überein?
  • Zählerstand melden: Am Wechseltag ein Foto machen und den Stand dem Netzbetreiber sowie dem alten und neuen Lieferanten mitteilen.

Bis der neue Tarif startet, gelten die bisherigen Vertragsfristen. Der technische Gaswechsel darf grundsätzlich höchstens drei Wochen ab Eingang der Anmeldung beim Netzbetreiber dauern.

Wichtig zu wissen: Die für Strom geltende Wechselmöglichkeit binnen 24 Stunden gilt nicht für Gas.

Basiswissen Gasanbieterwechsel

Die häufigsten Fragen beim Wechsel des Gasanbieters
Kann beim Wechsel des Gasanbieter die Heizung kalt bleiben?
Durch den Anbieterwechsel fällt die Gasversorgung nicht aus. Leitung und Zähler bleiben bestehen, ein Technikertermin ist nicht nötig. Auch für den Lieferantenwechsel selbst fallen für Haushaltskunden keine Gebühren an.
Kann ich als Mieter selbst den Gasanbieter wechseln?
Ja, wenn ein eigener Gasliefervertrag besteht, etwa bei einer Gasetagenheizung. Rechnet der Vermieter die Wärme einer Zentralheizung über die Nebenkosten ab, liegt der Gasvertrag in der Regel bei ihm oder der Hausverwaltung. Dann lässt sich dort ein Preisvergleich anregen.
Auf meinem Gaszähler stehen m³ – was gebe ich ein?
Der Gasvergleich rechnet mit Kilowattstunden, nicht mit Kubikmetern. Den passenden Wert liefert die Jahresrechnung. Wer selbst umrechnen möchte, multipliziert den Verbrauch in m³ mit Brennwert und Zustandszahl. Beide Angaben stehen ebenfalls auf der Gasrechnung.
Ist Ökogas automatisch besser fürs Klima?
Die Bezeichnung allein sagt wenig aus. Manche Tarife verbinden fossiles Erdgas mit einer versprochenen CO₂-Kompensation. Biogastarife enthalten einen ausgewiesenen Anteil aufbereiteten Biogases, sogenanntes Biomethan. Dessen Anteil und Herkunft helfen, das Angebot einzuordnen.
Wer kümmert sich um den Wechsel vom alten Gasanbieter?
Die Kündigung und die Abstimmung mit dem bisherigen Versorger übernimmt meist der neue Gasanbieter. Dafür erhält er eine Vollmacht, die man bei Vertragsabschluss gleich mit erteilt.

Noch mehr sparen mit dem Stromvergleich von heise

Wenn die Gasrechnung schon auf dem Tisch liegt, lohnt sich auch ein Blick auf den Stromvertrag. Gas und Strom müssen nicht vom selben Anbieter kommen. Mit dem Stromvergleich von heise lässt sich prüfen, ob auch hier ein günstigerer Tarif infrage kommt.

Quellen
Bundesnetzagentur / SMARD: „Modellierte Gaspreise – Haushaltskundengaspreise auf Monatsbasis seit 2022 inklusive Gaspreisindex“, Beitrag ohne Datum, https://www.smard.de/page/home/topic-article/46/218386/modellierte-gaspreise, letzter Abruf am 15. Oktober 2026  

Bildquellen: Illustration, © Bundesnetzagentur