Rahmhanklich aus Siebenbürgen
Rahmhanklich aus Siebenbürgen
Frank Höhne / DER SPIEGEL
»Et schalt a Klang durch aus Geming / deut as an Freugchen lokt / Mir waßent allen griß uch kling / am scheßt et wird an Brokt.« »Es hallt ein Klang durch unsere Gemeinde / es ist ein freudiger Ruf / wir wissen alle, groß und klein /es knallt, es gibt 'ne Braut.« Nicht nur am Glockengeläute, am Knallen und Schießen hörte man damals in den Dörfern im transsylvanischen Karpatenbogen, dass eine Hochzeit anstand, auch am herrlichen Duft merkte man es: zu jeder Siebenbürger Hochzeit gab es Hanklich, ein Hefegebäck mit Rahmguss, am Festtag in aller Frühe frisch direkt auf den Ziegeln des Brotbackofens gebacken. Die Hanklich oder auch Hunklich oder Honklich ist das wichtigste Gebäck der Siebenbürger Sachsen. Und auch ein Streitthema: denn zwar gibt es die Hanklich auch pikant, aus Brotteig. Die reine Lehre aber sagt: Hanklich ist süß, aus Hefeteig und buttrig-rahmig.
- Vorbereitungszeit
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30 Min + 120 Minuten Gehzeit
- Zubereitungszeit
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15 Min
- Pro Portion
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230 kcal
Zubereitung
Aus 220 g Mehl, 80 ml Milch, ½ Päckchen frischer Hefe, 1 TL Zucker, 1 Eigelb und 2 EL weicher Butter einen Teig bereiten.
1 Std. ruhen lassen.
Mit etwas Mehl verkneten, den Teig zum Rechteck ausrollen.
60 g geschmolzene Butter mit einem Backpinsel darauf verteilen.
Das obere Drittel nach unten, das untere Drittel nach oben klappen, einmal um 90 Grad drehen, wieder genau so falten.
Eine weitere Stunde gehen lassen.
Den Teig rund ausrollen und in eine gebutterte Springform geben.
Einige Male mit einer Gabel einstechen, einen ca. 1 cm hohen Rand stehen lassen.
Für den Guss 3 Eigelb mit 80 g geschmolzener, handwarm abgekühlter Butter, 3 Tüten Vanillezucker und 150 ml Schmand verquirlen und auf den Teigboden geben.
Bei 200 Grad Umluft ca. 15 - 20 Min. goldgelb backen.
Mit Puderzucker bestäubt servieren.