Überleben in der Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote Deutschlands Jeder dritte ohne Job
Früher florierten in der vorpommerschen Hansestadt Handwerk, Landwirtschaft und Handel, heute regieren in Anklam nur noch Stagnation und Niedergang. "Früher", so sagen viele der nur noch knapp 15.000 Einwohner, "war alles besser". Mit "früher" meinen sie die Zeit vor der Wende, "als man noch Trabbi fuhr, Arbeit hatte und keine Schulden". Heute muss eine vierköpfige Familie schon froh sein, wenn das Arbeitslosengeld reicht, um die Kinder zu ernähren.
Ein Grund für den plötzlichen und gravierenden Anstieg der Arbeitslosenzahl ist der Wegfall von ABM-Stellen in der Region. Die vom Staat finanzierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hatten vielen Anklamern bislang zumindest das Gefühl von Beschäftigung gegeben. SPIEGEL TV-Autor Detlev Konnerth hat sich am unteren Rand der Wohlstandsgesellschaft umgesehen.
JOB-MISERE
Abbruch Ost
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist dramatisch - vor allem in Ostdeutschland. Viele Wirtschaftsexperten befürchten, dass sich an der desolaten Situation auf Dauer nichts ändern wird. mehr...
Im Web:
- Bundesanstalt für Arbeit
- Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
- Statistik: Die Arbeitslosenquote 2001 und 2002 in Deutschland
- Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
- Bericht der Arbeitsgruppe Benchmarking zur Entwicklung der Beschäftigungsdynamik in Deutschland
- Webseite der Hansestadt Anklam
OSTDEUTSCHLAND
Am Tropf des Westens
Kein Kanzler, egal welcher Partei, kann die Rekordarbeitslosigkeit im Osten in absehbarer Zeit drastisch verringern. Politiker und Wissenschaftler zeigen sich gleichermaßen ratlos. Das einzige Rezept lautet: Investieren, warten und hoffen - mindestens noch 20 Jahre. mehr...
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