Beobachtungen an den Toren der Festung Europa: Die Grenzen des Reichtums - DER SPIEGEL
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Beobachtungen an den Toren der Festung Europa Die Grenzen des Reichtums

13 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen dem ärmsten und dem reichsten Kontinent an der schmalsten Stelle, 13 Kilometer zwischen Afrika und Europa - zwei Welten in Sichtweite und doch so fern. Hier an der Meerenge von Gibraltar wird deutlich, was Europa nicht in den Griff bekommt: den Ansturm der Armen.
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In Booten, Containern und Autos versteckt, versuchen sie die Grenzen nach Europa zu überwinden. Wer aufbricht sucht Sicherheit. Ein trauriger Alltag, der jeden Tag zu jeder Stunde an den Grenzen der reichen Schengen-Staaten zum Problem wird. Obwohl die Zahl grenzüberschreitender Migranten nur 2,5 Prozent der Weltbevölkerung beträgt, entwickelt sich die Situation an den Einfallstoren Europas dramatisch.

Afrikanische Schiffsflüchtlinge landen zu Tausenden an den Küsten der Fluchtburg Europa, pakistanische Auswanderer versuchen unter Lebensgefahr in Bahn- und LKW-Verstecken illegal Demarkationslinien zu überschreiten, iranische Migranten warten in elenden Unterkünften auf ihre Weiterreise. Um den Menschenschmuggel zu bekämpfen, arbeiten in Europa Spezialisten fieberhaft an neuen Konzepten. Zäune, Kameras, Radarstationen, Funktürme und Computersysteme sollen die nationalen Grenzschützer bei ihrer Arbeit unterstützen.

SPIEGEL TV über den Alltag an den Toren der Festung Europa.


ANSTURM DER MIGRANTEN

"Die Beweise haben Beine"

Europa macht die Schotten dicht gegen den massiven Andrang von Einwanderern. Der EU-Gipfel von Sevilla will ein Signal setzen: Illegale sollen künftig schon an den Außengrenzen abgefangen werden. Damit verbessern sich die Aussichten für das Schlepper-Business, das einen immensen Reibach mit menschlicher Not macht. mehr... 


IMMIGRANTEN

Endstation Sehnsucht

Mit verschärften Auflagen schotten sich EU-Regierungen immer mehr gegen Immigranten ab: Europa ist Zuwanderungskontinent Nummer eins. mehr... 


STRASSE VON GIBRALTAR

Schneetreiben im Paradies

In Marokko warten Tausende Afrikaner auf die Überquerung der Straße von Gibraltar. Sie sind durch die Sahara gelaufen, träumen vom Paradies und zahlen 1000 Dollar für einen Platz im Schlauchboot. Was sie nicht wissen: Europa rüstet zum Abwehrkampf. mehr... 


FLÜCHTLINGSSCHIFF "MONICA"

Höllenfahrt ins gelobte Land

Im italienischen Catania endete am 18. März die Reise der "Monica". Der rostige Seelenverkäufer hatte, von der libanesischen Küste kommend, 909 Flüchtlinge an Bord ­ die meisten von ihnen Kurden. Viele der illegalen Einwanderer sind mittlerweile in Deutschland. mehr... 

ITALIEN

Seeweg nach Europa

Die "Monica", mit der vorige Woche 928 vorwiegend kurdische Flüchtlinge in der sizilianischen Hafenstadt Catania anlandeten, war offenbar das Flaggschiff einer größeren Flüchtlingsflotte aus dem östlichen Mittelmeer. mehr...



ZUWANDERUNG

Wer zahlt, kommt rein

Der Handel mit Menschen, die in die reichen EU-Länder drängen, ist längst ein Milliardengeschäft. Allein in Osteuropa, warnt ein Geheimpapier des BND, wartet ein Millionenheer auf die Einreise in den goldenen Westen. Die lasche Visa-Praxis Berlins fördert den Andrang. mehr...