Warum die Preise plötzlich galoppieren: Die Euro-Falle - DER SPIEGEL
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Warum die Preise plötzlich galoppieren Die Euro-Falle

Die Inflation im Januar, so meldete das Statistische Bundesamt in dieser Woche, lag bei 2,1 Prozent. Die höchste Teuerungsrate im Vergleich zum Vormonat seit neun Jahren.
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Und alle möglichen Preistreiber sollen daran schuld sein: Das schlechte Wetter in Südeuropa, die höheren Steuern auf Benzin, Energie, Tabak und natürlich die Versicherungen. Der Euro, so die überraschende Nachricht, sei an der Preisexplosion völlig unschuldig.

Viele Verbraucher denken da anders, wenn sie die neuen Preisschilder sehen. Bahn, Bäckereien, Friseure - sie schlagen kräftig drauf. Und auch anderswo wird kräftig hingelangt. Kurzparken am Hamburger Flughafen: statt 2 Mark jetzt 2 Euro. Autostaubsaugen an der Tankstelle: früher 1 Mark, jetzt 1 Euro. 50 Cent kostet der Gang zur öffentlichen Toilette in Berlin, im Dezember waren es noch 50 Pfennig.

Einige Produkte verteuerten sich seit Jahresbeginn um 285 Prozent. Verbraucherschützer schlagen Alarm: "Der Handel hat zusätzlich Profit aus der Unsicherheit geschlagen, das ist unsolidarisch", so Sebastian Sass von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Eine Entwicklung, die für die Wirtschaft nicht ungefährlich ist. Wenn die Verbraucher erst das Vertrauen in den Euro verloren haben, kaufen sie auch weniger. Erste Anzeichen sind schon erkennbar. Der Hauptverband des Einzelhandels rechnet im Vergleich zum Vorjahr mit Umsatzrückgängen von drei bis vier Prozent, in Bereichen wie Textil sogar bis zu 10 Prozent.

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