Günstige, schnelle Rezepte: Kochen ohne Kohle – Sechs Gerichte für Faule - DER SPIEGEL
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Das Beste von »Kochen ohne Kohle« Sechs Rezepte für Faule

Nach den Festtagen keine Lust mehr, in der Küche zu stehen? Hier kommen Gerichte für alle, die sich beim Kochen so wenig Mühe wie möglich machen wollen.
Zusammengestellt von Helene Flachsenberg
Erbsentoast statt Avocadobrot: Leckeres Essen muss nicht aufwendig sein
Erbsentoast statt Avocadobrot: Leckeres Essen muss nicht aufwendig sein

Erbsentoast statt Avocadobrot: Leckeres Essen muss nicht aufwendig sein

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Die Feiertage sind vorbei und mit ihnen die Fress- und Kochorgien. Statt für mehrgängige Weihnachts- oder Silvestermenüs in großfamilienfacher Ausführung in der Küche zu stehen, kann man es zum Jahresanfang wieder langsamer angehen lassen am Herd.

Das Problem: Der Magen will trotzdem gefüllt werden. Und auch wenn es nach Braten, Raclette und Rouladen nun etwas gemäßigter zugehen darf – jeden Tag Nudeln müssen es vielleicht trotzdem nicht sein.

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Für genau diese Situation – und auch für alle, die unabhängig von der Jahreszeit wenig Lust aufs Kochen verspüren – gibt es hier sechs Rezepte für Faule. Sie stammen aus der Kolumne »Kochen ohne Kohle«, in der SPIEGEL-Koch Sebastian Maas alle zwei Wochen köstliche Gerichte für wenig Geld empfiehlt. Und manchmal lassen sie sich eben auch mit wenig Arbeitsaufwand zubereiten: Die Gerichte in dieser Sammlung sind alle in maximal 30 Minuten fertig.


Blätterteig-Flammkuchen-Pizza

Eine teigige Basis, ein bis zwei Sorten Belag und Käse obendrauf – diese Zutaten führen in der Küche eigentlich immer zum Erfolg. So ist es auch bei diesem Rezept, das man als Variante der Pizza oder auch des Flammkuchens sehen kann. Für ordentlich Geschmack sorgen Rosmarin, Rote Bete, Honig und Feta. Und weil das hier eine Rezeptsammlung für Faule ist, wird der Blätterteig selbstverständlich nicht selbst gebuttert und geschichtet, sondern dem Kühlregal entnommen.

Koch Sebastian Maas verwendet in seiner Anleitung selbst gemachten Rosmarinhonig. Das klingt zwar köstlich, ist jedoch glücklicherweise nicht zwingend notwendig. Um die schöne Kombination aus süß und salzig hinzubekommen, tut es normaler Honig ebenso. Und den wichtigsten Schritt – das Knusprigbacken – übernimmt am Ende der Backofen.


Nudeln mit Schuss

Nudeln mit Tomatensoße – darauf wären Sie auch noch selbst gekommen, sagen Sie? Aber halt: Diese hier sind nicht wie die anderen. Das liegt daran, dass die Soße mit Wodka abgelöscht und dadurch wunderbar cremig wird. Berühmt gemacht hat das Gericht Gigi Hadid, es schmeckt aber auch, wenn man nicht weiß, wer das ist.

Was Faule zudem freuen wird: Das Rezept braucht quasi keinerlei frische Zutaten. Nudeln, Tomatenmark, Sahne und Wodka findet man in aller Regel selbst in den erbärmlichst ausgestatteten WG-Kühl- und Küchenschränken – kein Trip zum Supermarkt vonnöten!

Oben ist das Rezept als Video verlinkt, hier noch mal in Textform.


Grüne Power

Die Superkraft aus der Schote: Obwohl sie so klein daherkommen, können Erbsen in der Küche einiges bewirken. Koch Sebastian Maas gelingt es mit ihrer Hilfe, einen Ersatz für das oftmals mit schlechtem Gewissen geschmierte Avocadobrot zu finden. Denn das ist zwar lecker, aber aufgrund seiner miesen Umweltbilanz eher was für besondere Anlässe. Oder aber man substituiert es mit diesem Rezept ganz.

Statt Avocado kommen hier pürierte Erbsen aufs Brot, zusätzlich braucht man lediglich etwas Frischkäse und Knoblauch. Einfacher wird’s wirklich nicht.


Indisch für Einsteiger

Indisches Essen sieht oft erst mal nach Aufwand aus: so viele Zutaten, so viele Gewürze! Nicht aber dieses Dal. Dessen Hauptzutat sind Linsen, die die hübsche Eigenschaft mitbringen, dass sie nicht einmal klein geschnitten werden müssen. Würzen lässt sich Dal zudem ganz hervorragend mit Garam Masala, der wohl am weitesten verbreiteten indischen Gewürzmischung überhaupt, die inzwischen auch fast jeder Discounter führt.

Hat man alle Zutaten in einem Topf zusammengerührt, entfaltet sich der Geschmack beim anschließenden Köcheln ganz von selbst. Währenddessen backt sich auch so ein kleines Naan als Beilage fast von allein. Na los, geben Sie sich einen Ruck.


Ein Teller Gemütlichkeit

Bevor sich jetzt jemand beschwert, dass hier doch mehrere Nudelgerichte auftauchen: Bei »Pasta e ceci« handelt es sich um einen Eintopf, ganz andere Kategorie also. Das Rezept orientiert sich an der italienischen »Cucina povera«, der »armen Küche«. Diese zeichnet sich durch günstige Zutaten, respektvollen Umgang mit Ressourcen und, hier besonders relevant, möglichst wenige Arbeitsschritte aus. Am Geschmack allerdings wird nicht gespart, und so wird bei »Pasta e ceci« aus Nudeln, Kichererbsen und Gemüsebrühe ein wärmendes Gericht für kalte Januarabende.

Besonderes Highlight: Alle Zutaten werden in einem einzigen Topf zusammengerührt. Das Abspülen geht also ebenfalls extra schnell.


Käsebrot, aber heiß

Es ist erstaunlich, welche Verwandlung manche Speisen durchmachen, wenn man ihre Temperatur verändert. Eiscreme etwa wird erst durch das Gefrieren vom süßen Schaum zum absoluten Genuss. Ähnlich verhält es sich zuweilen mit dem Erhitzen: Aus einem absolut langweiligen Käsebrot etwa wird in der Pfanne eine befriedigende warme Mahlzeit. Die US-Amerikaner:innen haben das längst verstanden, das »Grilled Cheese« gehört dort ins Standardküchenrepertoire.

Falls es doch ein bisschen ausgefeilter sein darf, liefert dieses Rezept zusätzlich eine Anleitung für eine einfache Tomatensuppe, die man mit dem Käsesandwich verzehren kann. Wem das zu viel Aufwand ist, dem sei gesagt: Eine Portion Ketchup tut es auch. Ruhig eine große.