
© Inga Hofmann
Luisa Neubauer über ihren ersten Berlin-Marathon: „42 Kilometer machen auf eine gute Art und Weise demütig“
Die Klimaaktivistin ist erstmals beim Berlin-Marathon dabei. Kurz vor dem Start sprach sie mit uns über ihre Motivation, Nachhaltigkeit bei Sponsor BMW und ihre Guilty Pleasures.
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Luisa Neubauer, das ist heute Ihr erster Marathon. Wie ist die Stimmung so kurz vor Ihrem Start?
Wie fühlen sich Fußballer? (lacht) Die Stimmung ist gut. Wir werden heute Maximalleistung abrufen. Ich freue mich und bin mega aufgeregt und finde es toll, dass hier Leute zusammenkommen.
Haben Sie sich ein konkretes Ziel vorgenommen oder laufen Sie einfach los?
Nee, mein Ziel ist es heute, zu betonen, dass BMW in letzter Zeit seine Nachhaltigkeitsabteilung massivst eingeschränkt hat, und ich hoffe, dass das die Leute trotz des Sponsorings hier im Hinterkopf behalten. Und Ziel Nummer zwei ist: einfach durchkommen und eine gute Zeit haben.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Ich glaube, es wird ganz toll und die Stimmung wird gut. Aber ich freue mich auch darauf, mich herauszufordern und meinem Körper ausgeliefert zu sein.
42 Kilometer sind eine ganz schöne Strecke. Warum machen Sie das?
Das darf man sich vor allem heute nicht fragen. Es macht auf eine gute Art und Weise demütig, zu gucken, was geht. Und es hat auch was mit Commitment zu tun. Man muss sich einfach sehr lange vorbereiten. Man kann das nicht auf den letzten Drücker hier machen und gerade in so einer Zeit, in der vielleicht Commitment nicht so in ist und in der alles so kurzfristig sofort einem irgendwas bringen soll. Ich finde es schön, sich auf so eine lange Distanz einzulassen und zu sagen: Ich nehme mir die Zeit, ich mache das hier und bin dabei in bester Gesellschaft.
Wie haben Sie sich vorbereitet und laufen Sie alleine heute?
Hier laufen viele Leute, die ich kenne, aber ich laufe alleine. Ich habe aber ein umfangreiches Netzwerk an Leuten, die an der Strecke stehen. Das heißt, ich laufe gefühlt meine Freunde ab. Die an ganz vielen Punkten stehen. Vorbereitet habe ich mich wie alle, indem man eine absurde Zeit durch die Gegend rennt und am Sonntag irgendwelche Kilometer schruppt.
Läuft ein besonderer Track auf dem Ohr, der Sie besonders anspornt?
Ich habe alle Guilty Pleasures seit 2012 rausgeholt. (lacht) Es wird also eine Mischung laufen aus Billie Eilish, den Beatles und Peter Fox.
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