
Kriege, Inflation, Geldnot: Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen. Besonders betroffen sind junge Frauen. Wie lässt sich die psychische Gesundheit stärken?

© René Reinheckel
Es ist noch umstritten, ab wann ein Mensch überhaupt als psychisch krank gilt. Wie lange sind Abweichungen von Verhaltensnormen noch liebenswerte Marotten – und ab wann behandlungspflichtige Leiden. Aber dass unsere Seele krank werden kann, auch wenn es dafür mitnichten immer organische Ursachen geben muss, das zumindest wissen wir. Depressionen können Menschen niederdrücken, Ängste und Psychosen in die Isolation treiben und Süchte die Persönlichkeit deformieren. Wie der Arzt dann helfen kann, das lesen Sie in diesem Schwerpunktthema „Psyche“.

Kriege, Inflation, Geldnot: Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen. Besonders betroffen sind junge Frauen. Wie lässt sich die psychische Gesundheit stärken?

Ein Social-Media-Trend verspricht Frauen, ihr Leben perfekt an die vier Phasen des Menstruationszyklus anzupassen – von Sport und Arbeit bis Dating. Ist da was dran?

Man wägt ab, überschläft es noch einmal, fragt Freunde um Rat – und am Ende meldet sich doch ein flaues Bauchgefühl? Eine Psychologin erklärt, woher es kommt und ob man immer darauf hören sollte.

Rettungskräfte und Notfallpersonal berichten laut einer internationalen Umfrage von einem Arbeitsalltag, in dem Gewalt fast zur Normalität geworden ist. Fast die Hälfte sagt, es werde von Jahr zu Jahr schlimmer.

Manche Paare, Freunde und Familien teilen ganz selbstverständlich übers Handy ihren Standort. Das kann praktisch sein. Doch ist man dadurch wirklich sicherer?

Die einen lassen sich leicht „triggern“, andere verhalten sich „toxisch“, „passiv-aggressiv“ oder „autistisch“. Ein Gespräch mit dem Psychologen und Autor Jens Bergmann über „krankmachenden Psychosprech“.

Ein neues Alzheimermedikament soll Valentin Zeit verschaffen. Aber der Moment rückt näher, an dem er nicht mehr selbst entscheiden kann, wie er sterben will. Die Geschichte einer Liebe im „Warteraum des Todes“.

Mit Herbstbeginn ändern sich Licht, Temperatur und damit der Alltag. Was macht uns müde, lässt uns zunehmen oder belastet die Atemwege? Fünf Behauptungen über den Herbst im wissenschaftlichen Check.

Warum entwickeln Firmen etwas, das unsere Welt zerstören kann? Das fragen sich gerade viele. Psychologe Markus Langer erklärt, was die Endzeit-Prognosen mit Menschen machen – und was dagegen hilft.

Man muss keine Superhelden-Pose einnehmen: Schon eine gerade Haltung kann positive Gefühle auslösen, zeigt eine neue Studie. Was heißt das ganz praktisch?

Diagnosen stellen, Körper bewerten, Vorwürfe machen – all das hilft nicht. Was stattdessen funktioniert? Eine Psychologin gibt konkrete Formulierungen für ein einfühlsames Gespräch.

Ein Mathematiker glaubt, mit Modellen vorhersagen zu können, ob Beziehungen halten. Wir haben sie einer echten Paarforscherin vorgelegt – und einiges hält ihrer Überprüfung stand.

Die Bindungstheorie erklärt fast alle Beziehungen – jedenfalls auf Social Media. Was die Wissenschaft tatsächlich darüber weiß, wie prägend frühe Erfahrungen sind, ist komplizierter. Und vor allem: ermutigender.

Auf Social Media wird das „Bed Rotting“ als Anti-Stress-Ritual gefeiert. Schlafforscher sehen darin tatsächlich eine Möglichkeit, sich zu erholen. Nur zwei Regeln sollte man dabei nicht brechen.

Fast jeder kennt das Gefühl: Man kommt als Erwachsener nach Hause und ist wieder in der Teenager-Rolle. Zwei Psychologen erklären, warum das so ist – und welche Hoffnung wir aufgeben sollten.

Würde eine Attestpflicht die Krankschreibungen im Land verringern? Eine Hausärztin und ein Arbeitspsychologe warnen vor dem Gegenteil. Und sie sprechen von einem großen Denkfehler in den Plänen.

Die Debatte ist in vollem Gang, auf politischer Ebene und in vielen Familien. Sollten Kinder mit Online-Zugang besser vor sich selbst geschützt werden?

Seit Jahrtausenden berichten Menschen, ihnen nahestehende Verstorbene gesehen, gehört oder gespürt zu haben. Forschende haben jetzt 1300 solche „Nachtod-Kontakte“ dokumentiert. Die Erklärung kommt ohne Übersinnliches aus.

Wenn ein Kind brüllt, beleidigt oder beißt, steckt oft mehr dahinter. Ein Forscher erklärt, wann die kindliche Aggression zum Problem wird – und welche Reaktion der Eltern das meiste bewirkt.

Mit dem Kumpel auf dem Fußballplatz oder auf dem Sofa vor dem Fernseher: Viele Männerfreundschaften haben keine emotionale Tiefe. Wie Männer als Erwachsene noch lernen können, sich anzuvertrauen.

Eine wachsende Mehrheit der Menschen beklagt Aggressionen und Respektlosigkeiten im Alltag. Was sicher stimmt. Eine Frage ist aber auch, welche Rolle sie selbst in dem Szenario spielen.

Forschende sehen in körperlicher Betätigung ein Riesenpotential für Prävention und Therapie von geistigem Abbau. Doch es gibt auch Grenzen.

Die Professorin Sonja Lyubomirsky hat 30 Jahre damit verbracht, Glück zu erforschen. Was sie dabei herausfand, ist weniger überraschend und mehr eine Erinnerung – an etwas, das im Alltag leicht verloren geht.

Unsere Sinne verraten uns nicht die Wahrheit, sagt der österreichische Quantenforscher Florian Aigner. Aber was dann? Und was bedeutet das für unsere Realität und Demokratie?

Ein kurzer Plausch über Benzinpreise oder Katzen – klingt öde? Eine neue Studie mit 1800 Teilnehmenden zeigt, dass wir mit unserer Erwartung regelmäßig danebenliegen. Was wirklich zählt, ist nicht das Thema, sondern etwas ganz anderes.

Die Geschlechterverhältnisse in unserer Gesellschaft sind nach wie vor geprägt von hierarchischer Ungleichheit, sagt Sozialpsychologe Rolf Pohl. Für manche Männer seien Frauen noch heute vor allem schmückendes Beiwerk.

Jeder fünfte Nutzer von Dating-Apps hat schon eine KI-generierte Nachricht verschickt. Unser Gehirn, so zeigen Studien, fällt bereitwillig darauf herein. Was macht das langfristig mit unserer Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen?

Steven Rohbeck ist Kinderarzt in Potsdam. Bei seinen Patienten erlebt er täglich die Auswirkungen von Social Media. Im Interview erklärt er, warum er Alarm schlägt und wieso seine Praxis jetzt handyfrei ist.

Keine Matches auf Bumble, Tinder oder Hinge? Eine Psychologin hat herausgefunden, welche Art von Profil auf Dating-Apps tatsächlich Interesse weckt. Das Ergebnis lässt sich in nur wenigen Minuten umsetzen.

Der Mensch hat im Schnitt 13 Geheimnisse. Sie sind so verschieden wie die Menschen selbst. Und manche belasten uns schwerer als andere. Psychologe Michael Slepian hat untersucht, wann Schweigen schadet.

2004 blieben wir zweieinhalb Minuten bei einer Sache. Heute keine fünfzig Sekunden. Die Psychologin Eva Asselmann sieht digitale Reize als Ursache und zeigt mit zwei Übungen, wie wir den Faden wieder aufnehmen können.

15 Jahre kontrollierte er Tickets, dann starb er durch Faustschläge. In Mannheim erinnern Kerzen an den Zugbegleiter Serkan C. Sein Tod löst mehr aus als Trauer: Er nährt ein Gefühl, dass Deutschland unsicherer wird.

Faszienrollen gelten als Wundermittel. Doch die Forschung zeigt: Aktives, variantenreiches Dehnen wirkt oft stärker – und beeinflusst sogar die Psyche.

Beim Orgasmus können überraschende Reaktionen auftreten. Eine neue Studie liefert erstmals belastbare Zahlen dazu, wie häufig sie vorkommen, unter welchen Umständen – und ob Anlass zur Sorge besteht.

Für die meisten Menschen wird es nach dem Tod eines geliebten Menschen etwas leichter. Für manche nicht. Eine neue Studie zeigt, was in ihren Gehirnen anders läuft – und warum das mehr mit Sucht zu tun hat als mit Traurigkeit.

Autistische Kinder unterscheiden sich im Verhalten – und offenbar auch in ihrer Genetik. Neue Forschungsergebnisse könnten helfen, Betroffene zu unterstützen und Begleiterkrankungen abzufangen.

Schon Sechsjährige haben heute mehr zu tun als manche Erwachsene. Entwicklungspsychologin Rahel Dreyer erklärt, wie Eltern das richtige Hobby für ihr Kind finden und woran sie Überforderung erkennen.

Partnerinnen und Partner von depressiven Menschen tragen eine oft unterschätzte Last, zeigen Studien. Wie halten sie es aus, ohne daran zu zerbrechen? Und woran merken sie, dass sie sich trennen sollten?

Männer leben im Schnitt fünf Jahre weniger als Frauen. Muss das so sein? Das haben wir einen Geriater, einen Kardiologen, einen Urologen und eine Psychiaterin gefragt

Ob wir klar oder gerädert aufwachen, hängt davon ab, was im Gehirn Sekunden vor dem Erwachen passiert, zeigt eine aktuelle Studie. Vier Tricks können helfen, besser aus dem Bett zu kommen.
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